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10 skurrile Features, die man nicht hat kommen sehen

Überraschungen sind immer gut.

VON AM 24/07/2023

Demi Lovato gab kürzlich bekannt, dass sie es sich durchaus vorstellen könne, mit Künstlern wie Corey Taylor oder sogar Knocked Loose zusammenzuarbeiten. Gefundenes Fressen für das Internet und die alternative bzw. Metal-Szene, die mal wieder so tun konnte, als ob es nicht längst unzählige Crossover-Kollaborationen gegeben hätte – mal mehr, mal weniger spektakulär.

Man erinnere sich nur an Ed Sheeran feat. Bring Me The Horizon mit der Alternate-Version von „Bad Habits“ oder Parkway Drive und Casper mit „Schattenboxen“, was ebenfalls für reichlich Diskussionen sorgte, aber am Ende niemandem nachhaltig den Schlaf geraubt haben dürfte, auch wenn die Zusammenarbeit solch großer Namen dann doch nicht allzu häufig vorkommt.

Diese 10 skurrilen Features hat man nicht kommen sehen

Wer sich auf die Suche nach skurrilen Features begibt, der wird vor allem im Nu Metal schnell fündig, immerhin sind die Übergänge zum Rap hier je nach Band recht fließend, wie es Limp Bizkit zum Beispiel mit „N 2 Gether Now“ (feat. Method Man) oder „Red Light – Green Light“ (feat. Snoop Dogg) ein ums andere Mal bewiesen. Dennoch finden sich auch hier, sowie bei sehr vielen weiteren Songs teils sehr unerwartete Kollaborationen, wie die nachfolgenden zehn Songs beweisen!

Code Orange feat. Billy Corgan – Take Shape

Quasi gerade frisch aus dem Ofen ist die neue Single von Code Orange. Die Band aus Pittsburgh, Pennsylvania entfernt sich zwar schon länger von ihren Hardcore und Beatdown Roots und öffnet sich immer mehr einem Industrial- und Nu Metal-Sound, dennoch kommt die Zusammenarbeit mit Billy Corgan, immerhin Frontmann und Gründer der legendären Smashing Pumpkins, durchaus überraschend. Oder auch nicht? Corgan, der in den 80ern zusammen mit Wayne Static von Static X in einer Band namens Deep Blue Dream spielte, ist nebenbei auch Chef der National Wrestling Alliance (NWA). Code Orange wiederum steuerten schon den einen oder anderen Soundtrack und Theme Song zur WWE bei.

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The Black Eyed Peas feat. Papa Roach – Anxiety

Es gab eine Zeit in den 2000ern, da sprossen („coole“) Tanzfilme regelrecht aus dem Boden. „Step Up“, „Stomp The Yard“ oder auch „Street Style“ (im Original „You Got Served“) waren für ihre spektakulären Breakdance-Choreos bekannt und auch für ihre durchaus spannenden Soundtracks – wenn man auf R’n’B und Hip Hop steht. Ein Song, der sowohl auf dem „Street Style“-Soundtrack, als auch auf dem Black Eyed Peas-Album „Elephunk“ (2003) zu finden war, ist „Anxiety“. Der rockige Track war durchaus ein Ausreißer auf dem ansonsten recht poppigen dritten Album der Gruppe, die hier erstmalig mit Sängerin Fergie zusammenarbeitete und Songs wie „Where Is The Love“, „Shut Up“ und natürlich „Let’s Get It Started“ präsentierte. Papa Roach steuerten nicht nur Vocals bei, sondern auch große Teile des Instrumentals und befanden sich zu der Zeit im Übergang zum Alternative Metal, bevor sie ein Jahr später „Getting Away With Murder“ veröffentlichten, was man „Anxiety“ gut anhören kann.

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Tonight Alive feat. Corey Taylor – My Underworld

Wenn man wollte, könnte man diese Liste alleine mit Corey Taylor schon füllen, denn der Gute hat durchaus schon einige spannende Projekte mit Leuten wie Travis Barker, Tech N9ne und Apocalyptica an den Start gebracht. Doch auch, wenn der Slipknot– und Stone Sour-Frontmann in beiden Bands immer wieder auch seine Liebe zu sanfteren Klängen bewiesen hat, so ist die Zusammenarbeit mit der australischen Pop Punk-Band Tonight Alive durchaus ungewöhnlich. In der Ballade „My Underworld“ vom 2018er „Underworld“ Album ergänzen sich die Stimmen von Taylor und Sängerin Jenna McDougall wunderbar und setzen der Platte zugleich einen hochkarätigen Schlusspunkt.

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Korn feat. Nas – Play Me

Auch Korn sind alles andere als unerfahren, wenn es um Features bzw. Kollaborationen geht. Skrillex, Ice Cube, Fred Durst, Corey Taylor und natürlich auch Amy Lee waren allesamt schon Teil vieler Songs der riesigen Diskographie der Band. Ein Song, der aber wohlmöglich nur noch echten Fans ein Begriff sein könnte, ist „Play Me“ vom Album „Take A Look In The Mirror“ (2003). Niemand Geringeres als Rap-Legende Nas nimmt hier einen großen Part ein und wird dabei schaurig von Jonathan Davis im Hintergrund begleitet, bevor dieser dann das Kommando übernimmt und in gewohnter Korn-Manier Vollgas gibt, bevor sich Nas seinen Platz zurückholt. Ein sehr unterschätzter Rap Metal-Song mit einem der wichtigsten Vertretern des US-amerikanischen Hip Hops.

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Machine Gun Kelly feat. M Shadows & Synyster Gates – Save Me

Wenn es um Machine Gun Kelly geht, dann gibt es reichlich Diskussionen. Für viele als einer der größten Pop Punk-Artists der neuen Welle des Genres gefeiert, spotten andere über ihn aufgrund seiner Rap-Vergangenheit, obwohl er über die Jahre und auch lange vor „I Think I’m Okay“, „Why Are You Here“ und dem Hit-Album „Tickets To My Downfall“ mit Leuten und Bands wie Sleeping With Sirens, Lzzy Hale und Papa Roach zusammengearbeitet hatte.
Auf seiner Debüt-Platte „Lace Up“ (2012) finde sich einige hochkarätige Features von DMX, Lil Jon, blackbear, aber auch M Shadows von Avenged Sevenfold, der im Opener „Save Me“ seine Stimme leiht. Heutzutage vielleicht gar nicht unbedingt abwegig, war diese Crossover-Zusammenkunft damals schon nicht ganz ohne.

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Blink-182 feat. Robert Smith – All Of This

Status: „Es ist kompliziert“ – Blink-182 und ihre einzelnen Mitglieder gelten zwar auf der Bühne und musikalisch überwiegend als Spaßvögel, doch hinter den Kulissen brodelte es gerade in den 2000ern gehörig. War man bis 2003 (mit Ausnahmen) noch eher als spaßige Pop-Punk-Band bekannt gewesen, so war die Selftitled-Platte ein Eingeständnis dahin, dass die Band um Tom DeLonge viel mehr als das sein konnte. Dafür wurden sogar Nebenprojekte wie die Box Car Racer (mit DeLonge und Travis Barker), die musikalisch düsterer und ernster unterwegs waren, wieder eingestampft. Diesen Vibe nahmen Blink-182 dann mit auf das Album, auf dem sie niemand Geringeren als Robert Smith von The Cure für das melancholische „All Of This“ gewinnen konnten. Ein Song, der vom Altmeister selbst hätte stammen können und bis heute ein Beweis dafür ist, wie vielseitig die Pop-Punks sein können, wenn sie es denn wollen.

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Travis Barker feat. Steve Aoki – Misfits

Apropos Travis Barker: Dieser hat bekanntlich auch schon einige Projekte neben Blink-182 gehabt und 2011 sogar eine Solo-Platte veröffentlicht. Auf dieser lud er sich unter anderem Yelawolf, RZA, Kid Cudi und Snoop Dogg ein. Für Barker, der schon immer auch viel mit Rap Artists zu tun hatte, keine große Sache. Einige wird aber der Song „Misfits“ featuring Steve Aoki überraschen. Aoki, der den meisten als DJ bekannt ist, war vorher in diversen Hardcore-Bands als Shouter und Gitarrist unterwegs. In „Misfits“ werden quasi beide Welten vereint, während auf der einen Seite die Beats ballern, brüllt Aoki ins Mikrofon – wäre doch mal was für’s Parookaville Festival!

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Gym Class Heroes feat. Patrick Stump – Cupid’s Chokehold

Die Gym Class Heroes gehören zum Kreis der Bands und Artists, die die Schallmauer der 1 Milliarde-Streams bei Spotify durchbrochen haben. Ihr Song „Stereo Hearts“ mit Adam Levine von Maroon 5 lief auch bei uns im Mainstream-Radio, wie auch „Cupid’s Chokehold“. Viele realisieren bei diesem Song allerdings nicht, dass der Refrain von Fall Out Boy-Sänger Patrick Stump gesungen wird. Dieser hatte die Alternative-Hip-Hop-Band nach ihrem Emo-Rap-Song „Taxi Driver“, der eine Hommage an so ziemlich jede Emo- und Post-Hardcore-Band der 90er und 2000er ist, mit seinem Bandkollegen Pete Wentz verbandelt, der sie anschließend unter Vertrag nahm. „Cupid’s Chokehold“ blieb nicht die letzte musikalische Kooperation, denn auch für „Clothes Off!!!“ lieh Stump später seine Stimme.

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P.O.D. mit Katy Perry – Goodbye For Now

Katy Perry zählt sicherlich zu den erfolgreichsten Pop-Künstlerinnen unserer Zeit, doch 2006, also zwei Jahre vor ihrem Durchbruch, war sie noch ein relativ unbeschriebenes Blatt. Entsprechend wenig Beachtung fanden ihre Backing Vocals zum Song „Goodbye For Now“ von P.O.D. damals, in dessen Musikvideo man sie am Ende sogar sehen kann – übrigens auch im eben erwähnten „Cupid’s Chokehold“, wo sie eine kleine Rolle spielt. 2008 leitete sie dann mit „I Kissed A Girl“ und „Hot n Cold“ ihre spektakuläre Karriere ein, um quasi über Nacht aus dem Schatten von P.O.D. zu treten, die sie bei „Goodbye For Now“ nicht mal namentlich erwähnen.

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Linkin Park & Jay-Z – Numb/Encore

Es ist fast 20 Jahre, dass sich die beiden Schwergewichte für ihr Mash-Up-Album „Collision Course“ zusammentaten: Linkin Park und Jay-Z. Für „Numb/Encore“ erhielten beide nicht nur sehr viel Radio-Airplay, was für die jeweilige Bekanntheit im anderen Lager sicherlich nicht hinderlich war – auch, wenn sowohl Jay-Z als auch Linkin Park zur damaligen Zeit schon auf eine sehr erfolgreiche Karriere zurückblicken konnten. Doch trotz der eher mäßigen Kritiken gewann man einen Grammy für die Single und stürmte die Album-Charts der USA. Und auch, wenn das Original von „Numb“ gegenüber dieser Neuauflage weitaus beliebter sein dürfte, so ist der Song ein guter Beweis dafür, wie zwei recht unterschiedliche Welten gut miteinander harmonieren können.

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Bild: YouTube / „Linkin Park feat. Jay-Z – Numb/Encore Collision Course: Live 2004 4K/60fps“

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