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Watch Out Stampede - Northern Lights
ReviewMetalcorePost-Hardcore

Watch Out Stampede

Northern Lights

Album

VÖ 13. Dezember 2019Redfield Recordscd
Sebastian Beiler/13. Dezember 2019
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S

Sebastian Beiler


Mit dem Ziel, neue Fans zu gewinnen oder zumindest relevant zu bleiben, haben zahlreiche Core-Bands in den letzten Jahren zunehmend genreübergreifende Musik produziert. Natürlich sprangen auch deutsche Bands auf diesen Zug auf – als Beispiel seien hier Eskimo Callboy genannt, die mit ihrer aktuellen Platte endgültig wie die poppigen Bring Me The Horizon klingen, oder Heaven Shall Burn und ihr 2016er „Wanderer“, das von Power Metal bis Death Metal so ziemlich alle härteren Subgenres durchblicken ließ. Einen etwas anderen Ansatz verfolgen die fünf sympathischen Bremer von Watch Out Stampede.

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Ihre fünfte LP „Northern Lights“ erscheint am 13. Dezember 2019 und versorgt uns trotz oder gerade dank ihres kürzlichen Wechsels zu Redfield Records mit traditioneller Metalcore- und Post-Hardcore-Kost, inklusive all ihrer guten und weniger guten Seiten. Wie schon auf den vier Vorgängeralben von Watch Out Stampede erwarten uns kontinuierliche Wechsel zwischen dem Klargesang von Gitarrist Dennis Landt und den sehr ordentlichen Growls von Andreas Hildebrandt, sowie eingängige Refrains und klare Melodien, die harten Breakdowns und versierten Riffs gegenüberstehen.

Watch Out Stampede sorgen für einen starken Auftakt

Besonders die drei ersten Songs des Albums – „Midas“, „Wolfpack“ und „I Am Here“ – können durch diese Kombination überzeugen. So erinnern die „I Am Here!“-Growls an die besten Zeiten von Caliban, während die besonders deutlich gesungenen Refrains von „Wolfpack“ geschmeidig ins Ohr gehen und für mich schon seit der ersten Platte namens „Reacher“ (2014) ein Steckenpferd der Band sind.

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Leider folgen auf diesen soliden Auftakt überstrapazierte Millenial Whoops („O-ho-ho-hos“) in „Pledge“, sowie gefühlvolle und glattgeschliffene Cleans in „Follower“ und „Ultra Magnus“, die für meinen Geschmack etwas zu sehr vor Kitsch triefen – durchschnittliche Songs, von denen keiner aus dem Mittelteil hervorstechen kann und durch die das Album an Fahrt verliert. Dieses Problem ist im Fall von Watch Out Stampede kein neues – die Band bewegt sich technisch auf einem hohen Niveau, aber schon die vorherigen Werke ließen neben Ecken und Kanten auch etwas Dynamik vermissen, mit der sie sich aus der zweiten Reihe der deutschen Core-Bands hervorspielen könnten.

Dass es Watch Out Stampede durchaus besser können, beweisen sie noch einmal im letzten Drittel von „Northern Lights“, das mit „Unfaithful“, „Unheard“ und „Farewell“ mitreißende Songs zu bieten hat – letzter weckt dank seines depressiven Charakters kurz vor Schluss weitere Erinnerungen an Caliban.

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Foto: Watch Out Stampede / Offizielles Pressebild

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Fazit

7/10
· Gut

Die selbsternannten „Ärzte des Metalcore“ liefern mit „Northern Lights“ ein grundsolides Album ab, das dank seiner hohen Produktionsqualität und technischen Versiertheit erneut die Frage aufkommen lässt, ob da mit etwas zusätzlichem - bzw. geringerem - Feinschliff nicht noch mehr drin gewesen wäre. Alle bisherigen Fans der fünf Bremer sowie Freunde von Annisokay, Desasterkids oder eben Caliban sollten aber auf jeden Fall mal reinhören.

Watch Out Stampede - Northern Lights

Watch Out Stampede

Northern Lights

Album

VÖ 13. Dezember 2019

cd

Redfield Records

▶Tracklist 11 Songs
  1. 1Midas
  2. 2Wolfpack
  3. 3I Am Here
  4. 4Pledge
  5. 5Leave
  6. 6Follower
  7. 7Ultra Magnus
  8. 8Unfaithful
  9. 9Unheard
  10. 10Summiteer
  11. 11Farewell
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Watch Out Stampede
Foto: Watch Out Stampede / Offizielles Pressebild

Watch Out Stampede

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Foto: Watch Out Stampede / Offizielles Pressebild

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