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The Red Jumpsuit Apparatus - X’s For Eyes
ReviewAlternativeRock

The Red Jumpsuit Apparatus

X’s For Eyes

Album

VÖ 03. Oktober 2025Better Noise Musicdigital · cd · vinyl
Daniel vom Bruch/12. Oktober 2025
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D

Daniel vom Bruch


Genau positionieren wollten sich The Red Jumpsuit Apparatus noch nie und das tun sie auch mit ihrem sechsten Longplayer „X’s For Eyes“ nicht. Die Platte ist manchmal Post-Hardcore, sie ist viel Pop-Punk, Emo, aber auch Screamo und teilweise einfach nur Alternative Rock. Das macht die Band um die Winter-Brüder Ronnie (Gesang) und Randy (Gitarre), die beiden einzigen Mitglieder, die von Beginn an dabei sind, so besonders. Denn egal auf welchem Parkett sie sich bewegt, es ist alles stimmig und gekonnt.

Starker Beginn mit Feature

Auch wenn sich die Musik stark am Stil der 2000er orientiert – vor allem die Pop-Punk-Songs erinnern an die gute alte MySpace-Zeit – haben sich The Red Jumpsuit Apparatus in den letzten Jahren musikalisch weiterentwickelt. Seit 2019 gehört ein Keyboarder der Band an, was den Songs hörbar guttut, vor allem dem Opener „Always The King“, der dazu noch ein prominentes Feature aufweist. Kellin Quinn von Sleeping With Sirens, der inzwischen wohl Weltrekordhalter in Sachen Features sein dürfte, ließ es sich nicht nehmen, die Band bei dem sehr Metalcore-lastigen Song zu unterstützen. Damit bekommt der Hörer direkt ein ordentliches Brett um die Ohren und außerdem endet das Album als Klammer noch mit einem weiteren Gastmusiker, auf den wir aber noch später eingehen.

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Neuer Shouter

Die Platte lässt sich bequem in drei Teile untergliedern. Sie startet mit einem harten Auftakt, der deutlich im Bereich des Alternative Metal verortet ist. In diesem Part sind auch vermehrt die Scream-Anteile zu hören, die übrigens nicht mehr Ronnie Winter übernimmt, der vor einigen Jahren Probleme mit seinen Stimmbändern hatte, und auch nicht mehr Randy Winter, der zwischenzeitlich eingesprungen ist. Seit neuestem leisten sich RJA mit Kay Enagonio einen Unclean Vocalist, der wie Keyboarder Nadeem Salam volles Mitglied der Band ist. Damit stehen nun ganze sieben Musiker auf der Bühne. Das hat schon fast Slipknot-Ausmaße.

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Leider austauschbar, trotzdem gut

Im Mittelteil präsentiert die Band aus Middleburg, Florida, balladeske, aber zugleich kraftvolle Songs, die in einem eher getragenen Tempo daherkommen. Auch wenn die Stücke insgesamt überzeugen, wirken sie stellenweise etwas austauschbar und man hat das Gefühl, all das schon in ähnlicher Form gehört zu haben. Dazu überraschen The Red Jumpsuit Apparatus mit sehr ungewöhnlichen Drumparts, bereits im Opener wirkt es teilweise sehr abgehackt, aber vor allem beim Song „Bad Beat“ werden sie im Refrain des insgesamt sehr getragenen Songs plötzlich viel zu schnell an den Fellen, um dann abrupt wieder in den eigentlichen Beat zurückzufinden. Das ist aber auch die einzige Extravaganz, die sich die Band leistet.

Die gute alte Zeit

Mit der ersten Single des Albums „Home Improvement“, einem Pop-Punk-Song, der sehr nach den 2000ern klingt und zum Mitwippen einlädt, wird der dritte Teil eingeläutet. Ab jetzt ballert uns die Band einen Pop-Punk-Song aus der guten alten Zeit nach dem anderen um die Ohren. Dabei wird es immer schneller und punkiger, ab und zu erinnert es sogar stark an die alten Hits vom Debütalbum wie „Face Down“. Das geht so lange, bis mit dem vorletzten Song der Scheibe „Getting By“, der einen sehr heftigen Start hinlegt, aber im Refrain dann ruhiger wird, diese Phase für beendet erklärt wird und das überraschend hymnische Ende bereitet uns auf den finalen Abgesang vor.

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Lautes Ende

Hier wird dann die Klammer geschlossen, denn Craig Mabbit von Escape The Fate ist beim letzten Song mit von der Partie. Bei „Worth It“ geht es wieder viel härter zur Sache, wobei natürlich die melodischen Parts dennoch im Vordergrund stehen. Spätestens wenn dann im Outro das Piano erklingt und leise im Hintergrund dauernd „You’re worth it“ gescreamt wird, haben The Red Jumpsuit Apparatus eine positive Message verbreitet und machen deutlich, dass es nun vorbei ist mit diesem insgesamt sehr guten Album.

Foto: K Enagonio / Offizielles Pressebild

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Fazit

8.5/10
· Hervorragend

Eine sehr stimmige Platte mit viel Abwechslung haben The Red Jumpsuit Apparatus mit „X's For Eyes“ vorgelegt, auch wenn nicht alles funktioniert. Die Drumparts sind schon ziemlich experimentiell, da dies aber nur selten vorkommt, kann man drüber hinwegsehen. Insgesamt ist es ein sehr fröhliches Album mit schönen Melodien und interessanten Songstrukturen. Dass sich die Band vergrößert hat, ist deutlich zu spüren, denn instrumental ist es teilweise bombastisch, ohne überladen zu klingen. Dazu haben die US-Boys wieder bewiesen, dass sie in mehreren Genres zu Hause sind. Aber wie bereits erwähnt, der Pop-Punk überwiegt dennoch. Insgesamt hat man mit der Platte eine sehr gute Zeit.

The Red Jumpsuit Apparatus - X’s For Eyes

The Red Jumpsuit Apparatus

X’s For Eyes

Album

VÖ 03. Oktober 2025

digital · cd · vinyl

Better Noise Music

▶Tracklist 11 Songs
  1. 1Always The King (feat. Kellin Quinn)
  2. 2Purple Halo
  3. 3Perfection
  4. 4X's For Eyes
  5. 5Bad Beat
  6. 6Slipping Through (No Kings)
  7. 7Home Improvement
  8. 8Twenty Hour Drive
  9. 9Kins and Carroll
  10. 10Getting By
  11. 11Worth It (feat. Craig Mabbitt)
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The Red Jumpsuit Apparatus·Alternative·Rock

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The Red Jumpsuit Apparatus
Foto: K Enagonio / Offizielles Pressebild

The Red Jumpsuit Apparatus

USASeit 2003

The Red Jumpsuit Apparatus ist eine US-amerikanische Alternative Rockband aus Jacksonville, Florida, die sich im Jahr 2003 gegründet hat. Ihr Debütalbum „Don't You Fake It“ erschien 2006 und wurde mit…

5 Artikel auf MoreCore

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