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Pärchensongs: Diese Tracks gehören einfach zusammen
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Feature

Pärchensongs: Diese Tracks gehören einfach zusammen

Diese Mehrteiler solltet ihr kennen!

Maik Krause/14. Feb. 2024· Aktualisiert 2. April/6 Min.Foto: YouTube / "Slipknot - Vermilion [OFFICIAL VIDEO] [HD]"
M

Damals noch für den eigenen Musikblog geschrieben, entschied sich Maik 2015 bei MoreCore anzuheuern und nahm unseren Jonas gleich mit. Mittlerweile kümmert er sich als Redakteur um den Bereich "Features und Interviews", legt auf unseren MoreCore Partys auf, betreibt mit Linn unseren Podcast "Kerngeschäft" und ist auch immer mal wieder vor der Kamera bei MCTV zu sehen. Im Team gilt er insgeheim als das sympathische Multitalent. In seiner Freizeit sammelt er Schallplatten, schaut so ziemlich jedes Fußballspiel und isst für sein Leben gerne Pizza.


Es gibt sie nicht nur im Film, sondern auch in der Musik und vor allem im Metal, Punk, Rock und ihren Subgenres: mehrteilige Geschichten. Prequels und Sequels. Storylines, die sich über mehrere Songs erstrecken und dabei die Atmosphäre aufgreifen oder im Gegensatz dazu stehen. Wir haben euch einige dieser „Pärchensongs” zusammengetragen. Manche davon sind des Namens wegen schon offensichtlich. Andere wiederum könnten euch sicherlich überraschen. Fest steht allerdings, dass sie definitiv unzertrennlich sind.

Slipknot – Vermillion / Pt. 2

Man kann sich darüber streiten, welche Version des Slipknot-Songs „Vermillion” schauriger ist: Teil 1, der lautere und epischere von beiden oder eben „Pt. 2”, ein sehr zurückgenommener Song mit Streichern und sehr zartem Gesang. Grob geht es in „Vermillion” um einen Stalker und sein Opfer, die Gier und Fantasien drumherum, doch sicherlich lässt es auch genug Spielraum für eigene Interpretationen. Die beiden Musikvideos tun jedenfalls ihr Übriges in Sachen Atmosphäre.

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Blink-182 – Anthem, Part 2, Part 3

„If we’re fucked up, you’re to blame” heißt es in „Anthem Part 2” und im Grunde beschreibt es auch die Thematik, die Blink-182 auf mittlerweile drei Songs behandeln: Eltern beziehungsweise Erwachsene in die Pflicht für die Verantwortung den Kindern gegenüber zu nehmen. Lagen „Anthem” („Enema Of The State”, 1999) und „Anthem Part 2” („Take Off Your Pants And Jacket”, 2001) zeitlich noch nah beieinander, so folgte mit Part 3 ein weiteres Sequel auf dem 2023er Album „One More Time…”.

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Metallica – The Unforgiven I, II, III

Möglicherweise eines der bekanntesten Beispiele im Metal für einen Mehrteiler: „The Unforgiven” von Metallica. Eine Powerballade, die in den Strophen heavy, im Chorus dagegen leise ist, um es im Sequel umzudrehen. Sind die Songs auch durch das markante „What I’ve felt, what I’ve known” im Chorus verbunden, fehlt diese Zeile im dritten Teil gänzlich. Und auch, weil „The Unforgiven III” vom „Death Magnetic”-Album (2008) nie als Single erschien, reiht sich der Song auch nicht in die visuelle Geschichte der Musikvideos ein und fliegt deswegen wohl auch etwas unter dem Radar.

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Thrice – The Melting Point Of Wax / Daedalus

“Verbrenne dir nicht die Flügel!” Der Ikarus-Mythos wird gerne und häufig aufgegriffen, wenn es darum geht, davor zu warnen, nicht zu übermütig zu handeln. Thrice erzählten die Saga in ihren Songs „The Melting Point Of Wax” und „Daedalus” je aus der Sicht von Ikarus und seinem Vater Dädalus nach. Während ersterer aus der Post-Hardcore-Ära der Band stammt, ist „Daedalus” ein epischer Post-Rock-Song, der auf der „Air”-EP des „Alchemy Index” zu finden ist – ein zweiteiliges Album über die vier Elemente: Wasser, Feuer, Luft und Erde.

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In Flames – Foregone, Pt.1 / Pt. 2

Wenn es um die Melodic Death Metal-Helden von In Flames geht, dann scheiden sich die Geister innerhalb der Szene gerne. So auch gesehen am Beispiel „Foregone, Pt. 1” und „Pt. 2”, die im Grunde die beiden Soundwelten der Band eindrucksvoll vereinen. Im Auftakt die geliebte Death Metal-Walze, im zweiten Akt dann Alternative- und Folk-Einflüsse mit einem Chorus, der schon beim ersten Hören Eindruck hinterlässt. Auf dem gleichnamigen Album direkt hintereinander gesetzt, funktionieren die Songs im Durchlauf wie aus einem Guss.

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The Killers – Mr Brightside / Miss Atomic Bomb

Kaum zu glauben, dass „Mr. Brightside” die Debüt-Single von The Killers war und bis heute zu den beliebtesten (oder meist gehassten) Songs der 2000er gehört. 2012 fügten The Killers der Geschichte um die krankhafte Eifersucht des Protagonisten (basierend auf einer wahren Begebenheit) mit „Miss Atomic Bomb” eine Fortsetzung hinzu, die nicht nur im Musikvideo aufgegriffen wird, wofür man erneut Izabella Miko und Eric Roberts in ihren Rollen aus dem „Mr. Brightside”-Video verpflichten konnte. Auch wird das legendäre Riff des ersten Teils kurz und leise in „Miss Atomic Bomb” aufgegriffen, was ein schöner Tribut zum Hit ist.

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Bullet For My Valentine – Tears Don’t Fall / Tears Don’t Fall (Part 2)

Eine der größten Metalcore Hymnen aus der 00er Emo-Zeit: „Tears Don’t Fall” von Bullet For My Valentine. Diese fragten einst ihre Fans, zu welchem Song sie sich gerne ein Sequel wünschen würden und die Rückmeldung war eindeutig. „Tears Don’t Fall (Part 2)” vom 2013er „Temper Temper” orientiert sich zwar stark an seinem Vorgänger („Let’s go again!”), hat aber durchaus seinen Charme.

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Fall Out Boy – Love From The Other Side / So Much (For) Stardust

Mit „So Much (For) Stardust” veröffentlichten Fall Out Boy 2023 ein Konzept-Album, das eigentlich keines sein soll, aber irgendwie doch genügend Zutaten mit sich bringt. Am offensichtlichsten ist die Verbindung des ersten („Love From The Other Side”) und des letzten Titels, der zugleich der Titeltrack des Albums ist. Geht erster noch kraftvoll nach vorne, fühlt sich letzterer eher wie ein kompliziertes Resümee an. Nach der emotionalen Achterbahnfahrt, die das Album bis dahin genommen hat, fühlt sich die Zeile “You were the sunshine of my lifetime, what would you trade the pain for?”, die in beiden Songs vorkommt, nochmal tragischer an und sorgt immer wieder für Gänsehaut.

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AFI – The Leaving Song / Pt. 2

Es gibt Fan-Theorien darüber, wieso „The Leaving Song” und „The Leaving Song Pt. 2” auf AFIs „Sing The Sorrow”-Album in der (vermeintlich) falschen Reihenfolge stehen. Auch ist es kein einfaches Unterfangen, die Lyrics der Band (richtig) zu interpretieren, doch grob geht es um Wiedergeburt als Symbolik, um Vergänglichkeit und etwas hinter sich zu lassen. Bei AFI-Fans der ersten Stunde kam das Album und damit auch die Songs und ihrem Umschwung hin zu einem Alternative/Post-Hardcore-Sound nicht sonderlich gut an, doch gerade die beiden Songs spiegeln die Vielseitigkeit der Band wunderbar wider.

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Limp Bizkit – Rollin’ (Air Raid Vehicle) / Rollin’ (Urban Assault Vehicle)

Limp Bizkit veröffentlichten im Jahr 2000 vermutlich eines der wichtigsten Nu Metal-Alben überhaupt: “Chocolate Starfish And The Hot Dog Flavored Water”. Geballte Wut trifft auf Rap, um einen unverkennbaren Crossover-Sound zu entwickeln. Ein spannender Kontrast bieten dazu die beiden Varianten von „Rollin'“ – einmal in der „Air Raid Vehicle” und in der „Urban Assault Vehicle”-Version. Letztere vereint mit Redman, Method Man und DMX das Who is Who des East Coast Raps und hebt sich entsprechend stark von der Single ab, die die meisten im Ohr haben.

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Bild: YouTube / „Slipknot – Vermilion [OFFICIAL VIDEO] [HD]“

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