Blast Beat
Extrem schneller Drum-Beat mit alternierenden Schlägen auf Snare und Bassdrum, im Sechzehntel-Tempo bei 240+ BPM. Markenzeichen von Death Metal, Black Metal und Grindcore. Napalm Death prägten den Sound Mitte der 80er.
Wortschatz
Die Sprache der Szene, von A bis Z. Begriffe aus Hardcore, Metal und Punk — erklärt mit echten Beispielen und ohne Wikipedia-Floskeln.
Extrem schneller Drum-Beat mit alternierenden Schlägen auf Snare und Bassdrum, im Sechzehntel-Tempo bei 240+ BPM. Markenzeichen von Death Metal, Black Metal und Grindcore. Napalm Death prägten den Sound Mitte der 80er.
Riff-reduzierter, meist halftime-langsamer Songabschnitt mit schwerem Groove. Der Moment, in dem der Pit kollektiv eskaliert. Wurzeln im New York Hardcore der 80er, heute Markenzeichen von Metalcore, Deathcore und modernem Hardcore.
Palm-gemutetes, perkussives Tieftonriff auf der tiefsten Saite. Der Sound, der jedem Breakdown sein Gewicht gibt. Stammt aus dem Heavy Metal der späten 70er, heute Standard in Metalcore, Deathcore und allem was tief gestimmt ist.
Fusion aus Hardcore-Punk und Extreme Metal. Entstand Mitte der 80er in Großbritannien. Beispiele: Amebix, Antisect. Charakteristisch: dreckige Produktion, D-Beat-Drums, anarchistische Texte, Doppel-Vocals zwischen Bellen und Schreien.
Stampfender, gallopierender Drum-Beat (Kick–Snare–Kick-Kick–Snare), benannt nach der britischen Crust-Punk-Band Discharge, die ihn Anfang der 80er prägte. Heute Standard in Crust, Stenchcore und schnellem Hardcore-Punk.
Frühe Aufnahme einer Band, oft selbst produziert und in kleiner Auflage als Tape oder digital verbreitet. Das Vorzimmer zum ersten Album. In der Tape-Trading-Ära der 80er Metal- und Hardcore-Szene war das Demo das wichtigste Sprungbrett.
Do It Yourself: Selbstorganisation jenseits der Musikindustrie. Eigene Labels, Touren, Venues, Zines und Releases. Ethos des Hardcore- und Punk-Underground seit den späten 70ern, bis heute Identitätsmerkmal der Szene.
Plattenlabel ohne Major-Hintergrund, oft von Bands selbst oder einer kleinen Crew aus der Szene betrieben. Kerngedanke: keine Verträge, die Künstler:innen die Rechte und Einnahmen abnehmen. Beispiele: Dischord, Profane Existence, Southern Lord.
Akronym für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, transgeschlechtliche und agender Personen.
Schneller, kürzer und aggressiver als klassischer Punk. Entstand um 1980 in den US-Hardcore-Szenen von Los Angeles, Washington D.C. und New York. Eigenständige Subkultur mit DIY-Ethos, eigenen Venues und unzähligen Subgenres.
Akronym für lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle/Transgender-, queere, intersexuelle und asexuelle Personen.
Letzter Schritt der Musikproduktion: aus dem Mix wird das veröffentlichungsreife Master. EQ, Kompression und Limiting sorgen für gleichmäßige Lautheit und Tonbalance über alle Wiedergabegeräte wie Radio, Vinyl, Streaming, Auto-Boxen etc.
Fusion aus Hardcore-Punk und Metal. Mitte der 90er entstanden, in den 2000ern weltweit bekannt. Markenzeichen: schwere Breakdowns, Clean/Scream-Vocals, doppelte Gitarren-Harmonien. Beispiele: Killswitch Engage, Architects, Parkway Drive.
Spontaner Bereich mitten im Publikum, in dem Leute sich rempeln, schubsen oder im Kreis rennen. Reaktion auf intensive Songpassagen. Entstand im US-Hardcore der frühen 80er, heute fester Bestandteil jeder Heavy-Show.
Kurze, wiederkehrende musikalische Phrase, meist auf der Gitarre, die einem Song seine Identität gibt. Im Metal das wichtigste Bauteil überhaupt. Von Tony Iommi bis Meshuggah definiert das Riff seit Jahrzehnten ganze Genres.
Sprung von der Bühne ins Publikum. Wird von der Crowd aufgefangen und weitergetragen. Iggy Pop gilt als Pionier, im Hardcore- und Punk-Underground der 80er wurde es zum Ritual. Heute auf jeder Heavy-Show ein Klassiker.
Konzert-Move, bei dem das Publikum sich in zwei Hälften teilt, einen Korridor öffnet und auf Kommando der Band aufeinander zurennt. Beliebt seit den späten 80ern in Hardcore- und Metal-Shows, klassisch beim brutalsten Breakdown.