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Rock

Kritik: Mason Hill - "Against The Wall"

Ganze acht Jahre hat es gedauert, bis Mason Hill endlich ihr erstes Studio-Album „Against The Wall“ in den Händen halten ...

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Ganze acht Jahre hat es gedauert, bis Mason Hill endlich ihr erstes Studio-Album „Against The Wall“ in den Händen halten dürfen und im Jahr 2021 für frischen Wind im etwas eingerosteten Genre des Rock sorgen.

Leicht hatten es die fünf Schotten aus Glasgow in den letzten acht Jahren sicherlich nicht. Trotz der Tatsache, dass sie erfolgreich auf Festivals spielten und für ausverkaufte Venues sorgten, war der Traum vom Debüt-Album bisher von Enttäuschung und leeren Versprechungen geprägt.

Obwohl sie nicht erst seit heute als Hoffnungsträger des UK-Rock gelten, ermöglichte sich die Produktion des Longplayers nur dank Crowdfunding und der Unterstützung ihrer treuen Fans.

Mason Hill sorgen für frischen Wind

Ihre Musik ist modern und hält trotzdem an Traditionen fest. Experimentierfreudige Ausrutscher gibt es auf der Platte nicht, stattdessen findet die Band irgendwo zwischen Stone Sour, Shinedown oder Black Stone Cherry ihren Platz im Plattenregal. Während diese Urgesteine das beständige Genre zu dem gemacht haben, was es heute ist, ziehen Maison Hill neue Saiten auf die Gitarren und polieren den Rock auf Hochglanz.

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Auf den zwölf Tracks, die „Against The Wall“ bereithält, präsentiert die Kombo die volle Bandbreite ihres Könnens. Nach einem soliden Einstieg mit „No Regret“, legen die Jungs mit dem Titeltrack „Against The Wall“ und der Single „Broken Son“ etwas ruhigere Töne nach, deren Spannungsaufbau sich im ohrwurmverdächtigen Chorus entlädt.

Zu letzterem haben die Schotten vor einigen Tagen auch ein selbstproduziertes Lockdown-Video veröffentlicht, in dem sie nicht nur zuhause an ihren Instrumenten zu bestaunen, sondern auch ausgewählte Auftritte und Aufnahmen aus den acht Jahren ihrer bisherigen Karriere zu sehen sind.

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Mit dem bereits als Single veröffentlichten, etwas härteren Track „DNA“ gibt uns die Band eine erstklassige Hymne auf die Ohren, die nur darauf wartet, das Livepublikum zum Mitgrölen zu animieren und beim Gitarrensolo die Luftgitarre zu schwingen. Aber auch „We Pray“ oder das düstere „Find My Way“ stehen dem Song in Sachen Härte in nichts nach.

Im Kontrast dazu kommt mit „Who We Are“ eine harmonische Ballade, die am Ende nur noch vom Gänsehautfaktor in „Where I Belong“ getoppt wird. Ein Song, der die Vibes eines Klassikers in sich trägt und ein wenig an die Rolling Stones oder Guns’n’Roses erinnert.

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Die Jungs haben es drauf und wissen, was sie tun. Sie kreieren eine Variation aus harten Rocksongs und emotionalen Balladen. Gespickt ist das Ganze mit zahlreichen Gitarrensoli, der kraftvollen Stimme von Sänger Scott Taylor und einem Gespür für Harmonien.

Foto: Michael Bruce / Offizielles Pressebild

Mason Hill Against The Wall
8.5
FAZIT
„Against The Wall“ ist der frische Wind, der dringend mal wieder nötig war. Mason Hill sind die Hoffnungsträger des UK-Rock und liefern ein modernes Rock-Album, dass das eingestaubte Genre auf Hochglanz poliert. Die fünf Schotten beweisen, dass sie ihr Handwerk beherrschen und überzeugen mit der perfekten Mischung aus eingängigen Stadionhymnen, gefühlvollen Balladen und hartem Rocksound. Wer auf Rockmusik steht, kommt an Mason Hill nicht vorbei!
/morecorede
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