
David Thees
Atreyu haben sich nicht viel Zeit gelassen. Nach dem Re-Release ihres Albums „The Curse“ 2025 zum 20-jährigen Jubiläum, bereichern sie uns in 2026 mit ihrem mittlerweile 10. Studioalbum „The End Is Not The End“ und liefern uns eine ihrer härtesten Kreationen ab. Dabei hält die Band an ihren alten Facetten der Kunst fest, betritt darüber hinaus jedoch auch neue Wege mittels intensiver Gitarrenriffs, harten Gesängen und Screams, scheut sich darüber hinaus jedoch nicht, auch poppige Elemente zu verwenden.
The End Is Not The End fühlt sich ungewohnt und aggressiv an, aber es bewegt sich auch auf einer tiefen emotionalen Ebene abseits aller Trends. Atreyu kombiniert hier Gefühle, Härte, aber auch technisches Können. Es entstehen unvorhersehbare Wechsel innerhalb ihrer Songs, was jeden Song auf seine eigene Art und Weise einzigartig macht. Progressive Einflüsse und ein absolut starker Brandon Seller verleihen dem Album die nötige Würze und zeigen, welche Bandbreite die Band abdecken kann.
Mit „The End Is Not The End“ gibt es ein eher ruhiges Intro und einen kleinen Vorgeschmack, was sich auf dem Album erwarten lässt. Ein Spannungsaufbau, der in „Dead“ direkt entladen wird. Volle Power und intensive Screams stehen hier im Vordergrund, aber auch die kräftigen Clean-Vocals von Frontmann Brandon Seller. „Break Me“ steigt hart ein, arbeitet sich jedoch mit einer eher langsameren Pace voran. Das Tempo wird hier zunächst etwas gedrosselt, um dann in „All For You“ mit vielen Emotionen das Album voranzubringen.
Atreyu präsentieren ihre Experimentierfreudigkeit!
Mit „Ghost In Me„, „Glass Eater“ und „Wait My Love, I´ll Be Home“ gibt es regelmäßige Wechsel zwischen Hardrock, Metalcore, aber auch progressiveren Einflüssen und absolut intensiven Clean-Vocals. Hier werden Gefühl und Härte in Perfektion vereint und geben eine fantastische Energie wieder.
„Ego Death“ und „Death Rattle“ sind hingegen ein kompletter Kontrast zu vorherigen Stücken und zeigen eine musikalische Spannweite, die man so von Atreyu absolut erwartet hat. Man steigt mit einer impulsiven Härte ein, wechselt dazwischen in ruhigere Gefilde und explodiert hinten raus mit immensen Gitarrenriffs und tiefen Growls.
Atmosphärisch und einzigartig!
In „Children Of Light“ geht es dann mit einer eher speziellen und synthetischen Atmosphäre weiter. Max Cavalera, bekannt aus dem früheren Sepultura-Lineup, gibt hier sein Bestes und unterstreicht die wunderbare Energie des Songs, die zunächst mit leichten Gitarrenriffs glänzt, aber zur Mitte hin wieder in eine Härte wechselt, die man so nicht erwartet.
Auch beim Song „In The Dark“ steigen Atreyu wieder impulsiv ein und wechselt schlagartig auf eine emotionale Ebene, die absolute Gänsehaut bereitet. Mit „Afterglow“ gibt es dann zum Schluss hin eine Ballade, die unter die Haut geht. Ein überraschender, aber auch angenehmer Wechsel, der dem Album eine Tiefe verleiht. Zum Abschluss gibt „Break The Glass“ uns den nötigen Rest. Tiefe Growls und Clean-Vocals im Refrain, die in absoluter Harmonie agieren.
Foto: Atreyu / Offizielles Pressebild
Fazit
"The End Is Not The End" ist wohl die härteste aber auch experimentellste Kreation, die Atreyu bisher abgeliefert hat. Von Metalcore, Hardrock über Thrash-Metal, bis hin zu progressiven Elementen ist für jeden was dabei. Diese Mischung gibt dem Album ein fantastisches Alleinstellungsmerkmal.

▶Tracklist 13 Songs
- 1The End is Not the End
- 2Dead
- 3Break Me
- 4All For You
- 5Ghost in Me
- 6Glass Eater
- 7Wait My Love, I'll Be Home Soon
- 8Ego Death
- 9Death Rattle
- 10Children of Light (feat. Max Cavalera)
- 11In the Dark
- 12Afterglow
- 13Break the Glass
