Happy Release Day
17/04/2026
Review
Metalcore
Kritik: Wage War - „It Calls Me By Name“ (EP)
Wage War folgen dem Ruf des Sumpfes
VON
Celine Poggensee
AM 19/04/2026
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Mit It Calls Me By Name (EP) liefern Wage War uns intensive neue Klänge direkt auf die Ohren. Am 17. April 2026 bringt die Band unter dem Label Fearless Records ihre zweite EP an den Start.
Dass es sich hier um keine halbgare Zwischenveröffentlichung handeln dürfte, beweisen die US-Amerikaner aus Florida mit der vorab veröffentlichten Single „Song of The Swamp“. Schon das Intro setzt dabei einen klaren Rahmen. Mit einer an Sumpfgeräusche erinnernden Klangkulisse wird die floridianische Prägung der Band direkt zu Beginn deutlich.
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„Fünf Songs geformt von Florida, dem Sumpf und der unerbittlichen Aggression der Natur…“
Dass dieser Bezug kein Zufall ist, machen Wage War selbst deutlich: Sie beschreiben die EP als „five tracks shaped by Florida, the swamp and the relentless aggression of nature.“ Diese Selbstbeschreibung trifft bereits beim Opener genau ins Schwarze. Eine lange Anlaufphase oder vorsichtiges Herantasten gibt es hier nicht – die Vocals kommen vielmehr messerscharf, stellenweise fast animalisch daher und transportieren die rohe Energie der EP auf den Punkt.
„It Calls Me By Name” kommt als Beweis der Vielseitigkeit der Band daher. So mutet der Einstieg des zweiten Songs der EP mit dem Titel „4×4“ fast nu-metal-artig an, bevor dieser Ansatz schnell wieder von den gewohnten härteren Elementen abgelöst wird. Gerade deshalb wirkt der darauffolgende Bruch umso stärker.
Vom Bruch als Stilmittel zum runden Abschluss
Mit „Blindfold“ nehmen Wage War das Tempo spürbar raus und zeigen sich durch die cleanen Vocals von ihrer zugänglicheren, emotionaleren Seite. Zeilen wie „keep your hooks in me never let me free” wirken dabei fast wie ein Leitmotiv, nicht nur für den Song selbst, sondern auch für die Wirkung, die die EP insgesamt entfalten will.
Allzu lange verweilen Wage War allerdings nicht in dieser emotionalen Phase. Mit „Karma“ wird das Tempo wieder angezogen und die EP zurück in härtere Gefilde gelenkt, ohne die cleanen Vocals und melodischen Elemente dabei vollständig zurückzulassen.
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Den Abschluss bildet „Purify“, das atmosphärisch wieder an den Anfang der EP anknüpft. Die erneut aufgegriffenen, an Sumpfgeräusche erinnernden Elemente sorgen dabei für einen beinahe zirkulären Effekt, der den Übergang zurück zu „Song of The Swamp“ nahtlos wirken lässt. So entsteht das Gefühl, dass „It Calls Me By Name” eigentlich nicht wirklich endet, sondern sich vielmehr wieder von vorn hören lässt, was allerdings nicht der einzige Grund sein dürfte, die EP direkt noch einmal durchlaufen zu lassen.
Mit Wage War Zurück zu den Wurzeln, mit Luft nach oben
So überzeugend die EP in ihrer Direktheit auch ist, ganz ohne Kritik bleibt sie nicht. Gerade im Vergleich zu früheren Releases schwingt stellenweise der Eindruck mit, dass Wage War hier eher auf Bewährtes als auf wirklich neue Akzente setzen. Das dürfte vor dem Hintergrund der Kritiken zur letzten Veröffentlichung „Stigma“ aus dem Jahr 2024 nicht überraschend sein, in der Wage War versuchte neue klangliche
Wege einzuschlagen. So beschwerten sich Fans teilweise über den „Radio Rock Vibe“ des Albums. Diesen haben Wage War mit „It Calls Me By Name“ nun klar überwunden. Die Songs sind wieder deutlich härter und funktionieren, keine Frage, nicht jeder Moment der EP wirkt hierbei jedoch gleichermaßen inspiriert. So bringen die ruhigeren Stellen zwar durchaus Abwechslung ins Spiel, wirken jedoch stellenweise noch zu glatt.
Foto: YouTube / „Wage War – SONG OF THE SWAMP (Official Music Video)“
It Calls Me By Name (EP)
Künstler: Wage War
Erscheinungsdatum: 17.04.2026
Genre: Metalcore, Modern Metal
Label: Fearless Records
Medium: Streaming, CD, Vinyl
- SONG OF THE SWAMP
- 4x4
- BLINDFOLD
- KARMA
- PURIFY
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