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Balance Breach - Dead End Diaries
ReviewMetalcore

Balance Breach

Dead End Diaries

Album

VÖ 03. Juli 2020Out of Line Musiccd
Morris Schuster/8. Juli 2020
Streamen
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M

Morris Schuster


Das Land des Metal kann auch Core! Balance Breach kommen aus Finnland und debütieren mit ihrem Album „Dead End Diaries”. Zehn knackige Metalcore-Songs bringen knapp 40 Minuten Spielzeit mit. Wir quatschen nicht viel und hören direkt rein!

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Balance Breach liefert auf „Dead End Diaries“ soliden Core – aber mehr auch nicht

„Most Of This” ist direkt eine Wucht! Die erste Single des Albums ist vielseitig. Der Song knallt direkt gut los, die zweite Gitarre bekommt wunderbar viel Raum durch viel Reverb und schnelles Picking.

Der Gesang in der Hook klingt überraschend gut und die Stimme von Sänger Aleksi Paasonen ist eingängig und einprägsam. Kurz vor knapp gibt es vor dem letzten Refrain einen Pre-Chorus, der im Gegensatz zum Rest des Songs sehr ruhig ist. Balance Breach nehmen so innerhalb dieses Tracks das Tempo raus, nur um sich dann ein letztes Mal in den Refrain zu steigern.

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Der dritte Song „The Wolves Are Out” ist bereits als zweite Single veröffentlicht worden und glänzt mit Post-Hardcore-Elementen, der Gesang ist gefühlvoller als in den anderen Tracks, die Gitarren spielen umfassend melodischer und ein Piano sowie Streicher (?) finden ihren Platz in der Komposition. Der Song gibt eine abwechslungsreiche Alternative zum Rest des Albums.

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„Dead End Diaries” ist titelgebend und die zweite Single. Die Strophen sind nicht unbedingt innovativ, aber die Gitarrenriffs sind total groovy. Irgendwie nickt man dann doch wieder mit dem Kopf mit, obwohl es sich hier „nur” um gängigen Metalcore handelt. Die Gesangsmelodie ist allerdings echt catchy und vom gesamten Album diejenige, die am besten im Kopf bleibt.

„Aurora” steht als eher langsamer Song des Albums und kommt anfangs fast ohne Shouts aus. Erst in der zweiten Hälfte steigert er sich in einen lauten gutturalen Teil, um danach nur mit einem Piano und Synthesizer über ein Schlagzeug-Fill wieder in den Refrain zu gehen. Der Song endet anschließend wie ein Feuerwerk mit einem Gitarrensolo.

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„Mandate” funktioniert hier als langes Interlude, welches als reiner Spannungsaufbau wirkt. Mit einem unverzerrten Gitarrenpicking beginnt es und nach 20 Sekunden setzen Schlagzeug und verzerrte Gitarren ein, nur um in seinem Höhepunkt, wenn der Gesang einsetzt, die Gitarren verstummen zu lassen.

Die Spannungskurve ist da und der nächste Song „November” nutzt das aus, indem er das Tempo erhöht. Warum die Jungs diesen Song aber im Juli veröffentlichen, ist mir ein Rätsel (Badum tsss… sorry, der musste sein!).

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Der Track kommt besonders durch den Kontrast zu „Mandate”, einem wirklich guten Songintro, sowie den bereits genannten Tempowechsel zur Wirkung. Im direkten Vergleich zu anderen Songs des Albums ist er dann doch wieder eher durchschnittlich. Dennoch ist die Stelle des Stücks im Album hier lobenswert zu erwähnen, weil hier besonders deutlich wird, was ein Interlude oder vorheriger Song in der Wahrnehmung des Hörers im Gesamtkontext bewirken kann.

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Es folgen noch drei weitere Songs; strukturell sind sie untereinander wieder sehr ähnlich und können durchaus als Vanilla Metalcore bezeichnet werden. Lediglich „Bad Blood” (nein, es ist kein neues Taylor Swift-Cover!) sticht gesanglich etwas heraus.

Das Gefühl, zum Ende zu kommen fehlt allerdings fast komplett. Auf einmal ist das Album ohne offensichtliches oder spürbares Outro vorbei. Lediglich das Intro des letzten Songs (was nach einem Xylophon oder Glockenspiel klingt) lässt einen minimal vermuten, dass sich das Ende des Albums nähert.

Interessanterweise schaffen es Balance Breach so, dass man sich als Hörer trotz eines zähen Gesamtalbums aus diesem herausgerissen fühlt.

Die Produktion und der Sound sind sehr gut und Spuren von Abwechslung sind vorhanden, aber dann halt auch meistens nur innerhalb der einzelnen Songs. Balance Breach lassen etwas Innovation vermissen und inszenatorisch gibt es hier beim Songwriting auch deutlich Luft nach oben.

Foto: Vihis Visuals / Offizielles Pressebild

Fazit

4.5/10
· Durchwachsen

Leider verschießen Balance Breach mit dem ersten Song „Most Of This” direkt am Anfang fast ihr gesamtes Pulver. Der Nebeneffekt ist, dass sich der Rest des Albums für den Hörer dann sehr zieht und man direkt auf den nächsten Brecher wartet, der aber nicht kommt. Das ist für die Gesamtwirkung einfach ärgerlich. „The Wolves Are Out”, „Dead End Diaries”, „Aurora” und sogar „November” sind zwar auch hörenswerte Songs, aber besonders der Rest des Albums wirkt von Track zu Track in seiner Gänze dann eintönig. Die Band beweist, dass sie gut einzelne Songs kreieren können, aber innerhalb des Albums spürt man kaum eine Entwicklung oder einen roten Faden. Ein wirkliches Konzept ist nur in Ansätzen vorhanden. Die Musik ist insgesamt solider Metalcore, aber ich persönlich wünsche mir für zukünftige Releases mehr Innovation und Albumstruktur.

Balance Breach - Dead End Diaries

Balance Breach

Dead End Diaries

Album

VÖ 03. Juli 2020

cd

Out of Line Music

▶Tracklist 10 Songs
  1. 1Most Of This
  2. 2Double Down
  3. 3The Wolves Are Out
  4. 4Dead End Diaries
  5. 5Aurora
  6. 6Mandate
  7. 7November
  8. 8Show You The Sun
  9. 9Bad Blood
  10. 10Hear And Gone
Streamen
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Balance Breach·Metalcore

Älteres ReviewSharptooth - Transitional Forms
Neueres ReviewCrown The Empire - 07102010
Balance Breach
Foto: Vin Valentino / Offizielles Pressebild

Balance Breach

FinnlandSeit 2015

Die Finnen von Balance Breach gründeten sich im Jahre 2015 in Mikkeli. Ursprünglich hatten sie die Band während ihrer Schulzeit gegründet, damals noch unter einem anderen Namen und mit einem anderen S…

15 Artikel auf MoreCore

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