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Review

Hardcore

Kritik: Born from Pain - "Siege Mentality"

Born from Pain haben schon früh nach ihrer Gründung Ende der 90er Jahre für reichlich Furore in der Hardcore-Szene gesorgt. ...

VON

Born from Pain haben schon früh nach ihrer Gründung Ende der 90er Jahre für reichlich Furore in der Hardcore-Szene gesorgt. Mit ihrem brachialen Sound und der Mischung aus Elementen des Hardcore Punks und des Metals begeistert die Band seitdem ihre treue Fanschar. In den letzten Jahren war es aber ruhiger um die im niederländischen Heerlen gegründete Band geworden. Mit „Siege Mentality“ bringen Born from Pain jetzt aber sechs Jahre nach dem letzten Release eine neue EP an den Start.

Nach langatmigem Start geht es zur Sache

Mit dem instrumentalen Intro „Defiance“ startet die Platte zwar in Sachen Sound genauso wuchtig wie man es von Born from Pain erwartet. Man kann sich also auf eine gut produzierte EP freuen – davon abgesehen ist der Opener dann aber doch etwas langweilig und uninspiriert. Das hätte man entweder abwechslungsreicher gestalten oder sich gleich sparen können. Mit dem Titeltrack „Siege Mentality“ geht es dann aber endlich los. Dass wir hier keine allzu experimentellen Riffs und keine hochkomplizierten Songstrukturen erwarten können, ist klar. Das wäre bei Born from Pain auch gerade fehl am Platz. Stattdessen bekommen wir das, was die Band schon seit Jahrzehnten zuverlässig abliefert. Kurze, knackige Songs, die wenig Atempausen lassen und jede Menge Druck mitbringen. Leider kommt die Stimme von Sänger Rob Franssen nicht ganz so dynamisch daher wie die Instrumente. Hier war in der Produktion sicher noch mehr Potential vorhanden.

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Viel Tempo und überraschend viel Melodie

Während Born from Pain in „Siege Mentality“ noch sehr wenig wagen und lieber auf Nummer Sicher gehen, wird die Band in der Folgezeit deutlich mutiger. Das gilt für das Songwriting ebenso wie für die Gitarrenmelodien. Ein Song wie „Night Vision“ wird dadurch direkt abwechslungsreicher. Ein weiterer Vorteil: Im Zusammenspiel mit den Melodiegitarren kommt die Stimme von Rob Franssen deutlich besser rüber. Auch auf den folgenden Tracks bewahrt die Band eine gute Balance zwischen schön gradlinigem Hardcore und dem notwendigen Blick nach links und rechts. In „Above The Law“ geht es in Sachen Tempo noch einmal richtig zur Sache. „Confirmation Bias“ setzt dort an und ist ein gutes Beispiel dafür, wie gut Born from Pain auch auf „Siege Mentality“ Hardcore Punk und Metal miteinander kombinieren. Der Song wechselt vom schnellen Beginn in einem mitreißenden und groovigen Part – so ein Song funktioniert garantiert auch live richtig gut.

Born From Pain zeigen, was sie immer noch drauf haben

Mit „The Last Descent“ endet die EP, die es auf gut 15 Minuten Spielzeit bringt. Das Gitarrenriff gehört sicher zu den markanteren der Platte, der Song ist gleichwohl ähnlich langatmig wie das Intro. Dazwischen zeigen Born from Pain aber, dass sie auch nach fast 30 Jahren im Geschäft und der langen Pause seit dem letzten Release nichts verlernt haben. Dazugelernt vermutlich auch nicht, aber das hat ja auch keiner verlangt.

Foto: Sascha Teschner

ALBUM
Siege Mentality
Künstler: Born from Pain

Erscheinungsdatum: 21.11.2025
Genre:
Label: Blood Blast Records
Medium: Streaming, CD, Vinyl

Tracklist:
  1. Defiance
  2. Siege Mentality
  3. My War
  4. Night Vision feat. Out of The Blue HC
  5. Above The Law
  6. Confirmation Bias
  7. The Last Descent
7
FAZIT
Born from Pain liefern auf „Siege Mentality“ ziemlich genau das ab, was von ihnen erwartet wird. Eine gute Produktion, viel Tempo und ein schnörkelloses Songwriting sorgt für wenig Langeweile. Leider kommt die Stimme von Rob Franssen nicht immer hinterher – hier wäre in Produktion und Mix sicher noch mehr drin gewesen. Ansonsten ist „Siege Mentality“ aber ein grundsolides Comeback nach sechs Jahren Funkstille.