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Punkrock, Pop-Punk & Emo: Das sind die besten Alben 2021

Mehr als nur Kajal und Nietengürtel.

VON AM 16/12/2021

2021 hatte in Sachen Punk und Emo eine ganze Menge zu bieten. Vor allem wurde es aber stellenweise recht experimentell, sodass man sich gerne von anderen Genres inspirieren ließ.

Punk, Pop-Punk und Emo – das sind die besten Alben und EPs 2021

Und dann war da noch ein gewisser Herr Travis Barker, der mit seinen diversen Kooperationen ordentlich die Szene aufgemischt hat. Ob Travis Barker es auch in unsere Bestenliste geschafft hat und wer uns dieses Jahr noch so überzeugt hat? Das erfahrt ihr hier!

Real Friends – Torn in Two

Mit diesem Comeback hätten viele wohl nicht mehr gerechnet – im Sommer diesen Jahres meldet sich die US-amerikanische Pop-Punk-Band aus Chicago mit neuem Sänger Cody Muraro und frischem Album “Torn in Two” zurück. Auch mit einer neuen Stimme liefern Real Friends weiterhin fantastische Pop-Punk-Songs, auf denen die Band in neuer Konstellation aufbauen und sich weiterentwickeln kann. Vielleicht muss sich der ein oder andere Fan noch an Cody gewöhnen, aber für uns ist jetzt schon sicher: Er hat sich bereits in das eingefügt, was Real Friends ausmacht – emotionale und melancholische Songs mit einprägsamen Hooks, die direkt ins Herz gehen.

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Trash Boat – Don’t You Feel Amazing?

Neuer Look, neuer Sound. Keine Frage – “Don’t You Feel Amazing” ist definitiv eine Platte, auf der die britische Punkrock-Band Trash Boat neue musikalische Welten erkunden. Brachialität in Kombination mit purer Verletzlichkeit und emotionale Tiefe sind schon vorher Markenzeichen der Bands gewesen und finden sich auch auf diesem Album in Hülle und Fülle wieder, das zudem einen gewissen Industrial-Charakter mit sich bringt. Trash Boat haben ein Händchen dafür entwickelt Hoffnungslosigkeit anzuzapfen und den bewussten Versuch zu unternehmen, die auch wieder zu durchbrechen. Wir dürfen also gespannt sein, wie sich die Song live auf großer Bühne machen, wenn Trash Boat als Support für Enter Shikari 2022 auf Tour nach Deutschland kommen.

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Broilers – Puro Amor

Endlich neue Musik auf die Ohren. Für Fans der Broilers gab es in 2021 gleich doppelt Grund zur Freude. Nicht nur eine Weihnachtsplatte veröffentlichte die Band aus Düsseldorf, nein, mit „Puro Amor“ gab es darüber hinaus ein Album, das sich gewaschen hatte. In feinster Punkrock-Manier strotzen die 14 Tracks nur so vor Energie. Dabei werden mit Songs, wie “Alice und Sarah” politischer Unmut aufgearbeitet, mit “An allen anderen Tagen nicht (Lebe, du stirbst)” zeigt sich die ohnehin emotionale Band noch eine Ecke direkter und persönlicher. Die Essenz, die man aus „Puro Amor“ ziehen kann: Auch nach rund 27 Jahren Bandgeschichte gibt es Künstler*innen, die nicht müde werden, ihren Sound zu entwickeln, die thematisch dort hingehen, wo es weh tut und die auch in Zukunft nicht still sitzen bleiben werden.

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KennyHoopla – Survivors Guilt: The Mixtape//

Viele würden sicherlich zustimmen, dass der Pop-Punk im Jahr 2021 enorm an Bedeutung zugenommen hat. Dies ist besonders einer Person zuzuschreiben. Travis Barker. Der Blink 182-Drummer zeigte sich 2021 äußerst produktiv und produzierte, featurete und unterstützte die Szene, wo er nur konnte. Einer der Juwelen, die dabei zum Vorschein kamen ist KennyHoopla, der mit “Survivors Guilt: The Mixtape//” sein Debüt gab. Der moderne, eingängige Sound, die verspielten und trotzdem stechendscharfen Lyrics und eine tanzbare Melancholie, die in jedem der Stücke mitschwingt, ist eine der Neuentdeckungen, die einschlug, wie eine Bombe. Auffallend sind hier darüber hinaus die Drums, wie sie nur aus den Sticks eines Travis Barker kommen können. Ein Paar, das sich gesucht und gefunden hat.

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AFI – Bodies

AFI müssen schon längst keinen mehr von ihren musikalischen Fähigkeiten überzeugen. Mittlerweile 30 Bandjahre haben die Kalifornier auf dem Buckel, doch auch auf ihrem elften Album “Bodies” werden AFI nicht müde, ihre diversen Stärken auszuspielen und dabei voll den Zeitgeist und Retro-Hype zu treffen: Feinster Post-Punk und ein ordentlicher Hang zu 80s New Wave, der nie gewollt oder aufgesetzt, sondern sehr authentisch klingt. Dabei lassen AFI in den insgesamt elf Stücken viel Raum, um jeden der vier Mitglieder gut aussehen bzw. klingen zu lassen. Dabei profitiert “Bodies” auch von der fantastischen Produktion, sodass die Drums und vor allem der Bass besonders stark zur Geltung kommen. Songs wie “Twisted Tongues”, “Dulcería” und “Escape From Los Angeles” dürften sicherlich in den Playlists aller AFI-Fans auftauchen und fest verankert sein.

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Citizen – Life In Your Glass World

Citizen stellten ihre Fans ordentlich auf die Probe, als sie mit der ungewöhnlich tanzbaren Single “I Want To Kill You” eine möglicherweise neue Ära der Band einleiteten. Kein Wunder, mittlerweile ist die Band auf ein Trio geschrumpft, büßt damit aber keinesfalls ihren Sinn für starkes Songwriting ein. Ganz im Gegenteil: ihr neustes Werk “Life In Your Glass World” ist ihr vielleicht abwechslungsreichstes Album und verbindet wunderbar tanzbaren Indie mit den eher melancholischen Emo– und Grunge-Klängen, die man von der Band aus Ohio gewohnt ist. Dabei verpassen Citizen “Life In Your Glass World” eine spannende Dramaturgie und starten frech und ungestüm mit Songs wie “Death Dance Approximately” und dem angesprochenen “I Want To Kill You”, um hinten raus immer mehr auf die Bremse zu drücken und mehr Wert auf eine melancholischere Atmosphäre zu legen. Das gelingt ihnen so gut, dass man am Ende der Platte und den letzten Zeilen mit Gänsehaut zurückgelassen wird: “At the end of the day there was beauty in tragedy. I hope you find what you need. I hope it’s everlasting. I hope you learn to love yourself.”

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Foto: Robert Eikelpoth / Offizielles Pressebild

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