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Interview

Fall Out Boy: Das neue Album „So Much (For) Stardust“ und die große Sinnfrage

Im Interview lassen Pete Wentz und Andy Hurley tief blicken.

VON AM 26/03/2023

Wenn man an die 2000er Ära an Emo-Bands denkt, die als Posterboys und -girls bis heute verehrt werden, fallen einem neben Paramore, My Chemical Romance und Panic! At The Disco natürlich auch Fall Out Boy ein. Letztere fühlten sich allerdings nie so recht wohl in dieser Rolle und nahmen diese vielmehr hin, was der allgemeinen Popularität jedoch keinen Abbruch tat.

Im Zuge des großen Emo-Revivals waren Fans besonders gespannt auf “So Much (For) Stardust”, dem mittlerweile achten Studio-Album, das Nostalgiker glücklich stimmen könnte, allerdings anders, als man es erwarten dürfte.

So Much (For) Stardust: (K)ein Konzeptalbum

Während Berlin draußen sein bestes April-Wetter präsentiert, sitzt Pete Wentz sichtlich müde auf einem Hotelbett. Drummer Andy Hurley nutzt die Pause, um sich eine Müslischale zu schnappen, als sich Sänger Patrick Stump kurz erkundigt, ob soweit alles in Ordnung ist.

Es ist kein Geheimnis, dass Fall Out Boy eher zu den schüchternen Vertretern gehören und so tut der Jetlag sein Übriges, dass Wentz und Hurley erst etwas auftauen müssen. Dass sie beim Track-by-Track-Kommentar Schwierigkeiten haben, die offiziellen von den gängigen Arbeitstiteln zu unterscheiden, moderiert Wentz charmant weg.

„Es ist kein richtiges Konzeptalbum“, erklärt er im anschließenden Interview, um dann doch zuzugeben, dass es durchaus Argumente dafür gibt, dem zu widersprechen. „Bei dem Begriff Konzeptalbum erwarten die Leute so etwas wie ‚The Wall‘, womit er gar nicht falsch liegt. Dennoch wird man beim Hören des mittlerweile achten Studio-Albums „So Much (For) Stardust“ den Gedanken nicht los, dass Fall Out Boy alles andere, als auf Nummer sicher gehen.

Hat die Band derzeit rund 21 Millionen monatliche Hörer:innen auf Spotify, so scheint das Konzept des neuen Albums darauf gar nicht wirklich ausgelegt. So spannen der Opener „Love From The Other Side“ und der Titeltrack „So Much (For) Stardust“ am Ende einen lyrischen Rahmen, während dazwischen einen Spannungsbogen aufgebaut wird, der sich nur in Gänze völlig entfalten kann. Dazu zwei kurze Interludes, die mehr dem Albumerlebnis und weniger der Playlist dienen.

Die große Sinnfrage

„Jeden September denke ich über die Sterblichkeit nach“, beschreibt Wentz seine Gedanken, die sich thematisch auch auf dem Album wiederfinden. Der Zwiespalt darüber, dass wir alle irgendwann zu Staub zerfallen werden und inwieweit unsere Taten überhaupt Sinn machen und dem Gegenstück dazu, dass es eben aus diesem Grunde sehr voll sinnvoll wäre, die Zeit zu nutzen. Wenn man so will, geht es auf dem Album um das Alt- oder Älterwerden, was womöglich auch die Ambivalenz des Sounds begründet, der zwischen euphorisch und teils sehr düster umhertanzt.

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Dass auch Fall Out Boy an ihren großen Erfolgsalben wie „From Under The Cork Tree“ oder „Infinity on High“ gemessen werden, ist keine große Überraschung. Während zuletzt immer wieder eine Verbindung des neuen Albums zu „Folie à Deux“, das dieses Jahr 15-jähriges feiert, gezogen wurde, sieht Wentz eher „Infinity on High“ als Schwesteralbum zu „So Much (For) Stardust“ mit seinen „großen, kompromisslosen Pop Rock-Songs“.

Fall out Boy im Interview zum neuen Album

Was Pete Wentz und Andy Hurley noch über das neue Album zu berichten haben, ob es eine Verbindung zu David Bowie und Ziggy Stardust gibt und welchen Stellenwert die Easter Eggs in ihrem Schaffen haben, erfahrt ihr im vollen Interview.

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