Selbstverständlich dürfen zum Ende des Sets Songs wie „Like A Villain“ und „Just Pretend“ nicht fehlen, bei denen das Publikum dann schlussendlich seine ganzen Emotionen rausschreit. Glücklicherweise bietet uns die Band noch drei Zugaben und beendet ihr Set mit 14 Songs. Für mich völlig akzeptabel und mit „Dethrone“ können sogar noch die letzen Energien aus dem Körper gemoscht werden.
Der Sound zeigt sich durchweg positiv und die Bühnenproduktion mehr als ausgereift. Jedoch ist alles aalglatt gezogen, die Bewegung der Band auf der Bühne eher statisch und der Fokus deutlich auf Sänger Noah gesetzt. Zudem sind nach meinem Geschmack viel zu viele Effekte auf der Stimme, sodass sich durchweg ein eher unnatürlicher Sound durchsetzt, vollgezogen mit Hall und Autotune-Einsätzen. Klingt natürlich erstmal gut, aber am Ende mag ich dann doch die kleinen Ecken und Kanten im Sound. Grundsätzlich erinnern Produktion und Sound an Shows von Architects und unser Mike betitelt Bad Omens zwischenzeitlich als die amerikanischen Bring Me The Horizon. Ein nicht ganz so verkehrter Vergleich wenn ihr mich fragt.
Das Merch war übrigens dezent überteuert, sodass man für so manches Shirt 50€ zahlen durfte. Ein Preis, den man eher von deutlich größeren Bands gewohnt ist. Aber gut, Angebot und Nachfrage regeln anscheinend den Markt aktuell in etwas verrückter Art und Weise. Umso schöner, dass man sich das Geld auch sparen konnte, um seine Freunde auf ein Kaltgetränk einzuladen. Denn gefühlt, war halb NRW vorhanden, sodass man super viele Leute wiedergetroffen hat, die man lange nicht mehr gesehen hat, inkl. Mitglieder diverser Bands, die sich vom Hype um Bad Omens wohl auch mal überzeugen wollten.
Bin ich nun auf der nächsten Tour der Band wieder dabei? Definitiv, denn die Entwicklung möchte ich einfach weiter verfolgen. Werden wir die Band in Venues wie der Live Music Hall nochmals sehen: Nein! Mich würde nicht wundern, dass wenn der Hype um die Band anhält, wir Bad Omens mindestens in doppelt so großen Hallen begrüßen werden.
Hier für euch noch einmal die ganze Setlist in der Übersicht:
1. Concrete Jungle
2. Artificial Suicide
3. Nowhere To Go
4. Glass Houses
5. The Grey
6. Never Know
7. Mercy
8. Who Are You?
9. IDWT$
10. Like A Villain
11. Just Pretend
12. The Death Of Peace Of Mind
13. Dethrone
14. What Do You Want From Me?
Ein paar Shows der ausverkauften Tour stehen im Februar noch an. Vielleicht ergattert der ein oder andere von euch ja noch eine Möglichkeit, sich die Band anzuschauen. Die Daten hierzu findet ihr hier!