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Trivium - In The Court Of The Dragon
ReviewGroove MetalMetalcoreModern Metal

Trivium

In The Court Of The Dragon

Album

VÖ 08. Oktober 2021Roadrunner Recordscd · vinyl
Tamara Jungmann/4. Oktober 2021
Streamen
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T

Wenn unsere Tamara nicht gerade mit ihrem Master in Musikjournalismus eingespannt ist, versorgt sie die Leserschaft mit Rezensionen und Interviews rund um Bands, die eigentlich nur noch unsere Eltern hören. Zu ihren Lieblingsfreizeitbeschäftigungen gehören Till Lindemann und Wacken. Sieht man sie nicht im Club oder durch einen Moshpit tanzen, steht sie hinter dem Tresen und mixt unverschämt gute Cocktails, um mit Freuden ihre Freunde abzufüllen. Neuerdings versucht sie sich auch als Pflanzenmutti und an der E-Gitarre. Ganze 3 Akkorde beherrscht sie schon, einer Karriere in einer Punkband würde also nichts mehr im Weg stehen.


Trivium are back! Dabei waren sie gar nicht all zu lange weg. Erst im April letzten Jahres gab es neues Material von der amerikanischen Metalcore-Kombo im Rahmen ihres Albums „What The Dead Men Say“. Wenig später wurden die Arbeiten an einem nächsten Langspieler angekündigt. Nun erreicht uns am 08. Oktober das zehnte Studioalbum der Band welches auf den Namen „In The Court Of The Dragon“ hört.

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Trivium ist eine Band, die sich schon lange nicht mehr aus dem gegenwärtigen Metalcore-Geschehen wegdenken lässt. Seit Jahren durchgängig erfolgreich steigt die junge Band seit ihrer Gründung 1999 immer weiter in den Olymp der melodischen und harten Klänge auf. Bezeichnend ist vor allem das massive Können von Sänger und dem letzten verbliebenen Gründungsmitglied Matt Heafy, welcher sowohl mit seiner einzigartigen Stimme in den cleanen Parts überzeugen kann, als auch wenn es um brutalen Schreigesang geht. Dies bewies er bereits auf dem letzten Album “What The Dead Men Say” welches schon bereits an Perfektion praktisch nicht mehr zu übertreffen war.

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Leider konnten die Mannen davon bisher live noch nichts demonstrieren. Um die Wartezeit für ihre Fans bis zur Europa-Livetournee dieses Jahr zu verkürzen, haben Trivium bereits ihr nächstes Werk im Gepäck. “In The Court Of The Dragon” schließt sich musikalisch direkt an alte Erfolge an und klingt so, wie es sein muss – nach 100% griffiger, schneller und dynamischer Metalcore-Sause!

Im Zeichen des Drachen fackeln Trivium mal wieder erfolgreich die Hütte ab

Mit zehn Tracks und einer Spielzeit von etwas über 50 Minuten bietet uns der Longplayer einen brutal-melodischen Mix aus dynamischem E-Gitarreneinsatz, mythologisch angehauchten Tiefgang in den Lyrics und treibendem Drumspiel. Jeder Track erzählt musikalisch wie lyrisch eine eigene Geschichte und bietet Hit- sowie Ohrwurm-Potential.

Das Album startet mit dem Intro “X”, welches das Album mit epischen Klangwelten und Mönchgesängen eröffnet. Die Klänge werden lauter und gehen direkt über in “In The Court Of The Dragon”, ähnlich wie in dem bereits im Juli erschienenen Musikvideo. Bereits hier manifestiert sich wieder das typische Trivium-Erfolgskonzept: Hartes, schnelles Gitarrenspiel, melodische, dröhnende Soli und der Wechsel aus geshouteten Strophen und cleanen Vocals im Refrain.

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“Like A Sword Over Damocles” folgt auf ähnliche Art und Weise diesem Konzept und besticht mit Tempo und einem Refrain mit Ohrwurmpotential. Das Album steigert sich weiter und präsentiert als dritten Track das bereits ausgekoppelte “Feast of Fire”. Dynamik, mittelschnelles Tempo und Shouts paaren sich mit emotionalen Lyrics und machen ihn zu dem Song mit dem größten Ohrwurmpotential des Longplayers.

Ähnlich verhält es sich mit den Tracks “A Crisis Of Revalation” und “No Way Back Just Through”, wobei diese noch etwas härter und schneller daherkommen und dadurch zum Headbangen und Mitschmettern einladen. “No Way Back Just Through” überzeugt außerdem mit seinem motivierenden und hoffnungsvollen Lyrics, die durch die Clean Vocals von Heafy zusätzliche Verstärkung erfahren. Musikalisch bewegt sich das Album nicht weit weg von seinem Vorgänger “What The Dead Men Say”.

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“The Shadow Of Abattior” und “Fall Into Your Hands” sind die eher langsamen und gefühlvollen Nummern. Während der “Abattior” allerdings dabei eher eine dämonische und paranoide Atmosphäre erzeugt, klingt “Fall Into your Hands” mit über sieben Minuten Laufzeit und orchestrierten Parts sehnsüchtig und klassisch.

Ein episches Ende schafft “The Phalanx” und schließt so die mythologisch-thematisierte Klammer. Auch dieser Track ist ein Siebenminüter und klingt zu Beginn düster und doomig, fast deathig, ist aber schneller und geht schnell ins Rhythmische über. Wie bei “Fall Into Your Hands” sorgen Saiteninstrumente für eine opernhafte und epische Stimmung, welche dann in einen Schlagzeugmarsch über geht und einen Spannungsbogen aufbaut, welcher sich im finalen Ende des Tracks entlädt.

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Auf “In The Court Of The Dragon” gibt es keine Überraschungen, alle Songs folgen fast ausnahmslos dem gewissen Trivium-Erfolgskonzept: Das Spiel aus Shouting und klarem Gesang, aus Härte und Softness, bahnbrechende Riffs, E-Guitar-Soli und ein treibendes Drumspiel in mittelschnellem bis schnellem Tempo.

Wer Trivium und ihre neuen Alben übrigens live erleben möchte, hat dieses und nächstes Jahr noch die Chance dazu! Zusammen mit Heaven Shall Burn, Tesseract und Fit For An Autopsy sind die Metalcore-Helden von November bis Dezember in Deutschland unterwegs.

Foto: Mike Dunn / Offizielles Pressebild

Fazit

9/10
· Hervorragend

Trivium bleiben sich treu und schaffen ein neues Werk, das zwar durch und durch wie sie klingt, dennoch von Entwicklung und Progressivität gezeichnet ist. Auch schaffen sie erneut die perfekte Balance zwischen Härte und Emotion zu halten. Die Tracks laden auf der einen Seite zum Headbangen ein, auf der anderen erschaudert der Zuhörer und wird mit aufgestellten Nackenhaaren zurückgelassen. Über alles hinweg trägt sich der melodische E-Gitarreneinsatz mit starken, einprägsamen Soli, welche sich um cleane Chori oder gutturalen Bridges von Heafy anschmiegen. Das mythologische Thema angehaucht von der japanischen Kultur sorgt sowohl für lyrische Tiefgänge, sie wird auch durch Parts wie das epische Intro, das melodische Outro von “The Phalanx” sowie durch einige klassische Streicher-Momente untermalt. Insgesamt also ein weiterer erfolgreicher Meilenstein auf Triviums Weg. Lediglich etwas Diversität fehlt diesem Konzeptalbum vielleicht, da sich das “Rezept” des typischen Trivium-Tracks durchzieht und es etwas an Abwechslung fehlt.

Trivium - In The Court Of The Dragon

Trivium

In The Court Of The Dragon

Album

VÖ 08. Oktober 2021

cd · vinyl

Roadrunner Records

▶Tracklist 10 Songs
  1. 1X
  2. 2In The Court Of The Dragon
  3. 3Like A Sword Over Damocles
  4. 4Feast Of Fire
  5. 5A Crisis Of Revelation
  6. 6The Shadow Of The Abattoir
  7. 7No Way Back Just Through
  8. 8Fall Into Your Hands
  9. 9From Dawn To Decadence
  10. 10The Phalanx
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Trivium·Groove Metal·Metalcore·Modern Metal

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Trivium
Foto: Peter Detje (lostrealistphotography)

Trivium

USASeit 1999

Trivium ist eine 1999 gegründete Band aus Orlando, Florida. Sänger Matt Heafy ist das einzige verbliebene Gründungsmitglied. Seit 2003 ist Corey Beaulieu Gitarrist sowie seit 2004 Paolo Gregoletto Bas…

170 Artikel auf MoreCore

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