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Pop-Punk, Punkrock & Emo: Das sind die besten Alben 2022

Es ist soweit.

VON AM 14/12/2022

Pop-Punk-, Punkrock– und Emo-Fans können 2022 definitiv auf so einige einprägsame Ereignisse zurückblicken. Wer könnte beispielsweise die Spannung um den Verlauf des When We Were Young Festivals mit dem too-good-to-be-true Line-Up in Las Vegas vergessen. Dann wäre da natürlich noch das Comeback von Blink-182 und die damit verbundene Schlacht um Tickets, für die man teils sicher eine Niere verkaufen musste.

Punk, Pop-Punk und Emo – das sind die besten Alben und EPs 2022

Schließlich wird so manch eine:r unter uns das Gefühl, nach ewigem Warten endlich My Chemical Romance auf der Bühne zu sehen, unabdingbar mit 2022 verbinden.

Doch welche Punkrock- und Emo- sowie Pop-Punk-Platten haben sich dieses Jahr einen Platz in unserer Bestenliste erkämpft? Let’s get into it – hier die Top-Picks der Redaktion.

Avril Lavigne – Love Sux

Attention, Attention: Die Prinzessin des Pop-Punk ist zurück. Nachdem Avril Lavigne in den vergangenen Jahren eher ein bisschen im Pop unterwegs war, dürfen wir sie endlich wieder in “unseren Reihen” begrüßen. “Love Sux” heißt der neuste Streich der Kanadierin, der auf jeden Fall und unbestreitbar back to the roots geht. Mit an Bord waren für die Platte nicht nur Produzent John Feldmann, sondern auch Szenegrößen wie Travis Barker, Avrils Herzblatt Mod Sun sowie Machine Gun Kelly, Mark Hoppus oder blackbear als Gastmusiker. Klar, dass da etwas Gutes bei rauskommen musste. Und wir haben den Eindruck, dass Avril Lavigne sich mit dem Schritt in “ihr altes Genre” sehr wohl fühlt.

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Kraftklub – KARGO

Kraftklub meldeten sich dieses Jahr lautstark zurück und servierten Fans und allen, die es noch werden wollen, ihr brandneues Album “KARGO”. Und natürlich schafften es Felix Brummer und Konsorten auch mit ihrem nunmehr vierten Studio-Album wieder an die Spitze der deutschen Albumcharts, zeitgleich allerdings auch neuerlich in die Herzen ihrer Fans. Die Truppe bleibt sich seit jeher treu und auch wenn sich der Fokus der Mitglieder in den vergangenen Jahren ein wenig von der Band wegbewegt hatte (z.B. durch Soloprojekte und mehr), so scheint es mit Release von “KARGO” so, als sei die Band eigentlich nie weg gewesen. Eine ausverkaufte Tour zum Album (und dabei wurde die Scheibe auch wirklich bei jedem einzelnen Konzert in voller Länge gespielt) beendete das Kraftklub-Jahr und bewies einmal mehr, dass die Chemnitzer aus der Alternativen Punk- und Rap-Szene nicht mehr gemisst werden möchten.

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Maggie Lindemann – Suckerpunch

Maggie Lindemann durchlebte den musikalischen Glow-Up der etwas anderen Art – und we are here for it. 2016 gelang der gebürtigen Texanerin und Ex-Tumblr-Ikone mit ihrem Radiohit „Pretty Girl” der internationale Durchbruch. Für ihre EP „Paranoia” jedoch wandte sie dem Pop erstmals den Rücken zu und widmete sich schließlich der Musik, die sie seit jeher wirklich inspirierte. Mit „Suckerpunch” setzt Maggie ihre Reise in die punkig-rockigen Sphären fort und präsentiert in ihrer Debüt-LP fünfzehn abwechslungsreiche Tracks, die nostalgische Grunge-Vibes mit modernen Elementen verbinden. Darunter befindet sich auch das Feature „how could you do this to me?“ mit Sleeping With Sirens-Fronter Kellin Quinn, womit für die Sängerin ein Traum wahr wurde. Alles in allem ein Album, mit dem sie sich klar in der Szene behauptet und sich u.a. Slots in den hiesigen Line-Ups von Rock am Ring und Rock im Park gesichert hat.

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Stand Atlantic – F.E.A.R.

Es ist einfach so ein richtig klassischer Stand Atlantic Move, ihren bis dato dritten Longplayer mit dem Titel „F.E.A.R.” als Akronym für „Fuck Everything And Run” zu versehen. Wie sie mit dieser Platte erneut unter Beweis stellen, kann die australische Kombo jedoch mehr als nur durch ihre lockere, alberne Art unterhalten. Während sie sich durch ihren ganz eigenen Pop Punk Sound und etliche Live-Shows einen Namen in der Szene hart erarbeitet hat, wagt die Band aus Down Under auf „F.E.A.R.” ausufernde Ausflüge aus der Genre-Box hinaus. Hier treffen unterschwellige Trap-Beats, hochpolierte Produktion und knackige Synthies („deathwish” feat. nothing, nowhere) auf herrlich geladene Rage und Pit-Energie vom Feinsten („molotov [OK]”). Sängerin Bonnie Fraser und ihre Freunde schaffen es hiermit, die Brücke zwischen musikalischer Weiterentwicklung und heimischen Signature-Sound zu schlagen und wurden hierfür sogar für den Triple J Award in der Kategorie „Australian Album of the Year” nominiert.

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Anxious – Little Green House

Anxious laden uns ein in ihr “Little Green House”: Eine mit zehn Songs gespickte Wundertüte, die Emo-Herzen höher schlagen lässt. Die junge Band aus Connecticut schafft es im besten Sinne, sehr klassisch zu überzeugen und legt primär gutes Songwriting und starke Instrumentalperformances an den Tag. Hits wie “In April”, “Growing Up Song” oder “Call From You” bieten große Refrains, während das verträumte “Wayne” mittendrin einen erfrischenden, akustischen Moment bietet. Abgerundet wird “Little Green House” durch die fantastische Produktion und die liebevolle, visuelle Aufmachung. Noch hatten wir nicht das Vergnügen, Anxious hier in Deutschland zu begrüßen, aber vielleicht dürfen wir uns 2023 endlich auf einen Besuch der US-Amerikaner freuen?

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Casper – Alles War Schön Und Nichts Tat Weh

Auch Casper meldete sich 2022 mit einer neuen Platte zurück. Ganze fünf Jahre mussten Fans auf den Nachfolger von “Lang Lebe Der Tod” warten und waren anfangs vielleicht nicht vollends von Songs wie dem Titel-Track überzeugt. Und tatsächlich: “Alles War Schön Und Nichts Tat Weh” ist alles andere als ein Feel Good-Album, das sich aufdrängt. Es ist eine unangenehme Reise an Orte, die realer sind als einem lieb ist. Ob “Das bisschen Regen (Die Vergessenen Pt 4)” mit seinem Blick auf Hurricane Katrina, der aber auch zur Hochwasserkatastrophe 2021 passen könnte. “Billie Jo”, angelehnt an die Tragödie, die sich in Caspers US-amerikanischen Familie zugetragen hat und vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges noch eindringlicher daherkommt. “Fabian” als Hymne an das Leben und die Freundschaft. Casper gelingt mit “Alles War Schön Und Nichts Tat Weh” ein beeindruckendes Album, das auch La Dispute-Fans gefallen müsste und dass vor allem live die Gänsehaut strapaziert.

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Press Club – Endless Motion

16.10.2022. Köln. MTC. Ausverkauft. Press Club sind endgültig in Deutschland angekommen. Nach zwei fantastischen Platten folgte in diesem Jahr mit “Endless Motion” nun endlich der dritte Longplayer der australischen Band rund um die energiegeladene Sängerin Natalie Forster. Von Selbstzweifeln (“Afraid of Everything”), über den Willen zur Veränderung (“I Can Change”) bis zur Situation im eigenen Heimatland (“Untitled Wildlife”) lässt das Quartett hier einer Menge an Emotionen freien Lauf. Getrieben von unermüdlichen Punkbeats, knatternden Bassläufen und charaktervollen Gitarren liefern uns Press Club hier Punkrock-musik, die das Herz einfach am rechten Fleck hat. Jede Note und jede Zeile kauft man diesen vier Menschen ohne jegliche Zweifel ab.

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Between Bodies – Electric Sleep

Between Bodies aus Köln haben mit ihrem Debütalbum “Electric Sleep” einen regelrechten Hype in der Emo-Szene ausgelöst. Irgendwo zwischen morbiden Lyrics, eindringlichen Gitarrenmelodien und verspielten Orgelsounds schafft die Band hier ihren ganz eigenen Ansatz einer Platte, die sich rund um das Abschiednehmen dreht. Immer wieder stellen sie ihr Wechselspiel zwischen lauten und leisen Momenten in den Vordergrund und legen dabei eine solche emotionale Intensität an den Tag, die einfach nur noch fesselnd ist. Und der Erfolg von “Electric Sleep” gibt ihnen Recht: So durften Between Bodies in diesem Jahr unter anderem als Supportband für Deaf Havana und Press Club, als auch auf dem Booze Cruise Festival in Hamburg auftreten.

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Ein Artikel von Dang Phuong Ly Dao, Malin Jerome Weber, Maik Krause und Julia Lotz.

Foto: Maggie Lindemann / Offizielles Pressebild

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