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Metalcore & Hardcore: Das sind die besten Alben 2021

Es wird deftig.

VON AM 24/12/2021

Im letzten Teil unseres Jahresrückblicks widmen wir uns – im wahrsten Sinne des Wortes – dem namentlichen Kern unseres Business. Mit den Best Of Metalcore– und Hardcore-Platten des Jahres 2021 beenden wir pünktlich zum Fest unsere Rückblicksreihe.

Metalcore und Hardcore – das sind die besten Alben und EPs 2021

Die Vertreter der beiden großen Genre lieferten dieses Jahr aber auch wirklich ab, was das Zeug hielt. Aus diesem Grund haben wir die besten zehn Platten herausgepickt und ein kleines Potpourri unsere Favorites zusammengestellt. Ihr findet nachfolgend die Top 10 Metalcore- und Hardcore-Alben des Jahres unserer Redaktion.

Ice Nine Kills – The Silver Scream 2: Welcome To Horrorwood

Dass sich Ice Nine Kills seit dem Release von „The Silver Scream“ perfekt in die Welt des Metalcore integriert haben, kann euch wohl mittlerweile jeder Liebhaber des Genres bestätigen. Dass die Jungs rund um Sänger Spencer Charnas mit ihrem neuen Album „The Silver Scream 2: Welcome To Horrorwood“ dem Ganzen nochmal eine Schippe obendrauf knallen, hätte wohl niemand für möglich gehalten. Mit „Wurst Vacation“ dürften sich wohl auch deutsche Fans sowie treue Rammstein-Anhänger abgeholt fühlen. Klassiker wie „Friedhof der Kuscheltiere“, „American Psycho“ oder „Resident Evil“ wurden hier in musikalischer Form ein neuer Anstrich verpasst. Die Musikvideos können sich aber auf jedenfalls ebenso sehen lassen, denn hier wurde sehr viel Herzblut reingesteckt.

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Dying Wish – Fragments Of A Bitter Memory

2021 war ein fantastisches Jahr für das Metal-Genre und brachte viele neue frische Künstler zum Vorschein. Dass diese Youngbloods aber auch wieder einen Sound mit sich brachten, der so schon mindestens 15 Jahre auf dem Buckel hat, ließ auch sicherlich einige eingefleischte Metalcore– und Hardcore-Fans aufhorchen. Mit ihrem Debütalbum „Fragments Of A Bitter Memory“ standen Dying Wish an der vordersten Front dieses 2000er-Metalcore-Revivals. Eine zünftige Mischung von Metal und Hardcore garniert mit einer Note von Emotionalität und Gesellschaftskritik. Dieser Longplayer brachte genug Ecken und Kanten mit, um den etwas eingestaubten Sound von Genre-Urgesteinen wie Killswitch Engage und All That Remains wieder zu revitalisieren. Kein Wunder also, dass die Amerikaner um Sängerin Emma Boster in USA nun nicht mehr aus dem Touren herauskommen. Wir hoffen, dass sie in 2022 auch irgendwie den Weg nach Deutschland finden und hier die Bühnen zerstören.

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Wristmeetrazor – Replica Of A Strange Love

Und wenn wir schon so schön über den wiederkehrenden Sound der frühen 2000er reden, dann knüpfen wir natürlich direkt an eine weitere Band an, die dies im Jahr 2021 ebenfalls geliefert hat. Wo Dying Wish die Metal- und Hardcore-Fans in einem Lager vereinten, bedienen sich Wristmeetrazor dem eher Post-Hardcore und Emo beeinflussten Metalcore-Sound der frühen 2000er. Mit ihrem aktuellen Album „Replica Of A Strange Love“ orientierten sich die Jungs an Bands wie Eighteen Visions, Poison The Well oder It Dies Today und packen einen ordentlichen Schuss Dramatik und Melancholie in ihr Auftreten als Band. So umgibt das ganze Album ein kleines Gefühl von Nostalgie samt Glätteisen und Nietengürtel und liefert Songs für das eigene MySpace-Profil. Wer sich deswegen vom Image der Band abschrecken lässt, verpasst zwölf wirklich gut geschriebene Metalcore-Songs, die zusammen mit einer hervorragenden Produktion eigentlich keine Wünsche mehr offen lassen dürften.

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SeeYouSpaceCowboy – The Romance Of Affliction

Das „Trio Infernale 2000er“ für dieses Jahr komplettieren die Amerikaner*innen von SeeYouSpaceCowboy mit ihrem erschienenen Album „The Romance Of Affliction“. Der dritte Longplayer der Band überzeugt mit seinem Spagat zwischen kalkuliertem Chaos und den melodisch-melancholischen Hooks. Diese Mischung schafft keine eingängigen Club-Hits, aber auch hier eine gute Portion Nostalgie für alles, was damals in der öffentlichen Wahrnehmung als „Screamo“ betitelt wurde. Vergleiche mit Bands wie From First To Last, Drop Dead, Gorgeous und Underoath liegen absolut nicht fern. Vor allem dann, wenn Underoath-Drummer Aaron Gilespie neben Every Time I Die-Frontmann Keith Buckley als Feature-Gast auf Album erscheint. „The Romance Of Affliction“ zieht mit den Erscheinungen von Dying Wish und Wristmeetrazor gleich und präsentiert eine altbekannte Formel in einer hervorragenden Produktion und ansprechendem Songwriting. Eine Tour der drei Bands liegt quasi auf der Hand und schafft es 2022 hoffentlich auch in unsere Gefilde.

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SION – SION

Mit SION formierte sich ein besonderes Projekt. Die Kombo besteht nämlich aus niemand Geringeren als Gitarrenvirtuose und YouTuber Jared Dines sowie Light The Torch-Frontmann Howard Jones. Wie diese Kombi zusammenkam? Ganz einfach: Die Liebe zum Metal. Und so machte man mit SION auch genau das – modernen Metal(core), der vor allem eins ist: Gut produziert. Auf insgesamt zwölf Songs zeigen Jared Dines und Howard Jones, was sie können. Dabei matcht das Gitarrenspiel von Dines hervorragend mit Jones’ eingängiger Stimme, die in der Szene sicherlich nicht nur eine der bekanntesten, sondern auch eine der besondersten ist. Von hymnenhaften Metalcore-Stücken (“Skyfall”) über wilden Metal (“Something To Live For”) bis hin zu straightem Sound (“The Blade”) kommen Freunde moderner Musik hier auf den metallischen Geschmack.

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Architects – For Those That Wish To Exist

Architects sind in der Metalcore-Szene schon längst ein wichtiger Bestandteil. Umso erfreulicher war dieses Jahr der Release des aktuellen Alums „For Those That Wish To Exist“. Die Platte erschien im Februar, doch geteasert wurde schon 2020 mit Songs wie „Animals“ oder „Black Lungs“. Dass dieses Werk trotz seiner eher ruhigen, für Architects ungewohnten Art, sehr gut ankam, zeigt die große Beliebtheit der Orchester-Versionen.

Am Meisten besticht das Album mit dem Zusammenspiel aus tiefen Gitarrenriffs, harmonischen Drums und natürlich Sams Vocals. Hier wird eine ganz spezielle Atmosphäre geschaffen die sich einfach wunderbar in das Genre einfügt. Das Album überzeugt mit seinem ganz eigenen Charakter und wird uns noch länger als Ohrwurm begleiten.

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Beartooth – Below

Wer die Platte „Below“ von Beartooth noch nicht ausgecheckt hat, sollte dies dringend nachholen. Mit der zweiten Auskopplung „The Past Is Dead“ hat die aus Ohio stammende Gruppe eine Hymne kreiert, welche einfach alles und jeden mitreißt. Der typische Klang von Caleb Shomos Stimme kommt hier besser denn je zum Ausdruck, denn auch an Screams wurde kaum gespart. Die Riffs der Gitarren und die harten Drums bringen die Aggression, die man von der Truppe ja schon seither gewohnt ist, aufs Neue wunderbar zum Ausdruck. Dass auch die Band selbst sehr begeistert von ihrem Werk ist zeigt, sich durch die baldige Veröffentlichung der Novel „A Journey Below“. Mit „The Last Riff“ wurde dieses Mal sogar ein absolut perfekter Album-Closer geschrieben.

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Turnstile – GLOW ON

Kaum ein Hardcore-Album wurde dieses Jahr so sehnsüchtig erwartet, wie die neue Scheibe von Turnstile. Mit “GLOW ON” erschien das Stück dann auch endlich und kam daher wie ein Paukenschlag. Ob das wohl der Grund ist, dass alle Titel IN GROSSBUCHSTABEN GESCHRIEBEN SIND? ODER WIESO WERDEN WIR HIER SO ANGESCHRIEN? Ganz einfach – weil die Platte einfach vorwärts geht. Immer in Hinterkopf hängt bei den Songs von Turnstile der Gedanke, wie der Spaß wohl live abgehen wird, denn wer die Band aus Baltimore schon mal in Aktion erlebt hat, der weiß, dass er danach auf jeden Fall ordentlich duschen muss. Egal, ob er im Moshpit steht oder nicht. “GLOW ON” bietet dann von altbewährtem und treibendem Turnstile-Sound (“Blackout”) auch neue Ansätze, wie beispielsweise in den Stücken mit R&B-Musiker Blood Orange (nicht zu verwechseln mit Code Orange!). Übrigens: Die Scheibe umfasst auch die Stücke der zuvor erschienenen EP “T.L.C. (Turnstile Love Connection)” und ist somit nur zu Teilen neu. Doch wie gut, dass auch besagte EP vollends überzeugen konnte. “GLOW ON” fasst das Turnstile-Jahr somit perfekt zusammen.

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While She Sleeps – Sleeps Society

Mit ihrer neuen Platte „Sleeps Society“ haben While She Sleeps nach zwei Jahren Pause endlich wieder von sich hören lassen. Das Album kommt im unverkennbaren WSS-Stil daher, auch wenn hier wohl viel mit anderen Stilen herumgetüftelt wurde. Des Weiteren gibt’s hier das ein oder andere Feature, das sich definitiv hören lassen kann. Das Album hat den Weg für eine neue While She Sleeps-Ära geebnet, denn neben der Produktion der Platte haben sie Jungs aus Sheffield sogar ihre eigene Fan-Society gegründet, die, wer hätte es gedacht, „Sleeps Society“ heißt. Beitreten sowie unterstützen kann man über die Band-Website und gefeatured wurde die Fan-Base bei „Call Of The Void“ ebenso. Alles in allem eine schöne Erweiterung für den Metalcore-Horizont.

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Wage War – Manic

Auch Wage War haben sich dieses Jahr getraut und ihre Corona-Platte “Manic” an den Start gebracht. Corona-Platte deshalb, weil sich die Mannen während der Downtime an das neue Material gesetzt haben, was sicherlich nicht der Fall gewesen wäre, wenn Konzerte HÄTTEN stattfinden können, ist man mit dem Vorgänger “Pressure” doch gerade erst auf Tour gegangen. Herausgekommen ist ein Longplayer, der kaum mehr nach Wage War hätte klingen können. Nur etwas moderner. Und das ist in keinster Weise negativ gemeint. Während sich die meisten Songs im Stil “vorwärts in den Strophen und melodisch im Refrain” (“Relapse”) einpendeln, gibt es auch Ausreißer in Sachen Härte (“High Horse”) sowie melodischere Stücke (“Godspeed”, “Slow Burn”). Interessante Neuerungen begrüßen wir zum Beispiel im Titeltrack, doch alles in allem bleiben sich Wage War treu. Das jedoch auf einem neuen Professionalitäts-Level. Chapeau!

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Foto: Scott F. Schafer / Offizielles Pressebild

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