Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Jeanine Ehlers (Frau Ninington)
Coldrain
Um 21:25 Uhr schließlich schürte ein epischer Einspieler die ohnehin bereits große Vorfreude auf den Hauptact des Abends. „Was geht ab, Berlin?“, ertönte es endlich in liebevollem Touri-Deutsch, und mit „Envy“ stürmte die Band – all the way aus Nagoya – die Bühne. Ab Minute eins tobte die Menge, die zum Großteil wirklich Jahre darauf gewartet hat, dass die Jungs wieder aufs europäische Festland zurückkehren. Euphorische Pits und leidenschaftlich textsichere Gesangseinlagen erfüllten die Berliner Kultlocation und zeigten, dass nicht nur Anime-Fans für die Opening-Tracks der Setlist am Start waren.
Denn die Reise führte uns durch stolze fünfzehn Jahre Bandgeschichte. Von der neuesten Single „Vengeance“ über Must-Haves wie „The Side Effects“ oder „Feed The Fire“ bis hin zu den Deep-Cuts herrschte grandiose Stimmung. Dabei legten die Jungs eine durchweg starke, mitreißende Performance an den Tag, im Rahmen derer Masatos facettenreiche Vocals ordentlich strahlen konnten. Ob das wohl an der ominösen „Ramen-Energy“ lag, die die Jungs nach einer Portion Nudelsuppe angeblich anspornte? So oder so: Eine fette Show! „Wir kommen nächstes Jahr hundertprozentig wieder!“, droppten sie zur großen Freude aller. „Es ist schwer, als japanische Band in all diese Länder wie Deutschland zu kommen – aber wir versuchen es.“