Live

AlternativePop-PunkRock

Live bei: Against The Current in Frankfurt (25.11.2023)

Ein famoses Finale der deutschen Termine.

VON AM 27/11/2023

„Wir haben eine ganz besondere Verbindung zu Deutschland und deshalb spielen wir immer so viele Shows hier!“, erzählte Against The Current-Sängerin Chrissy Costanza bei ihrem Konzert in Frankfurt, das gleichzeitig auch die letzte Show ihrer „Nightmares & Daydreams Tour 2023“ in hiesigen Gefilden darstellte. Wieso sie so oft und gerne hier sind, ließ sie zunächst offen, doch die Antwort lag im Verlauf des Abends dann schon ziemlich eindeutig auf der Hand.

Ein etwas anderer Start des Against The Current-Konzertabends

Los ging’s allerdings natürlich nicht mit dem Haupt-Act des Abends, sondern mit dem Support Call Me Armour. Und was sollen wir sagen? Den haben wir verpasst. Nicht, weil wir keine Lust hatten, uns den Auftritt anzuschauen, ganz im Gegenteil. Vielmehr lag es an den fehlerhaften Angaben des Konzertbeginns auf den Kanälen der Venue und sogar Eventim. Ziemlich doof, liebe Leute. So gerne wir an dieser Stelle auch würden, können wir nichts zum Auftritt der noch jungen Kombo sagen. Wer sich dennoch mal anhören möchte, was die Band so kann, dem legen wir die Debüt-EP „Revolution“ ans Herz, die erst dieses Jahr das Licht der Welt erblickte.

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LØLØ

Immer noch früher als überhaupt der Beginn des Konzerts angegeben wurde, begann der Special Guest LØLØ um 18:50 Uhr. Immerhin hierfür waren wir pünktlich, wenn auch beim Reingehen in den Club überrascht, dass es so früh losging. Die kanadische Musikerin beehrt die Pop-Punk-Szene seit 2019 regelmäßig mit frischen Tunes und kann auf einige EPs und noch mehr Singles zurückblicken, von denen sie im Vorprogramm für Against The Current viele in ihrem gut 40-minütigen Set zum Besten gab.

LØLØ
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LØLØFotos im Auftrag von MoreCore.de: Sarah Soria-Galvarro (soga.focus)

Mit ihrer Musik schlägt die 29-jährige in eine Kerbe mit vielen Acts der „new wave of Pop-Punk“ (falls es die so gibt; wenn nicht, haben wir sie jetzt erfunden). Das ist per se erstmal nicht schlecht, ein bisschen fehlt jedoch auch der Wiedererkennungswert. Sympathisch ist LØLØ und holte auch entsprechend das Publikum ab (mittlerweile war der Zoom Club auch recht voll, wollten die pünktlichen Frankfurter ja den offiziellen Beginn um 19 Uhr miterleben!). Der Auftritt war solide, gesanglich allerdings etwas irritierend – manchmal waren die Vocals nämlich sehr glatt und auch lautstärkentechnisch etwas zu monoton, sodass man die Vermutung haben könnte, hier kommt (zumindest ein Teil) des Gesangs vom Band. In ruhigen Passagen hingegen hörte man LØLØs Stimme klar und deutlich in all ihren Facetten. Es bleibt ein Rätsel, das wir an dieser Stelle nicht lösen können.

LØLØ
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LØLØFotos im Auftrag von MoreCore.de: Sarah Soria-Galvarro (soga.focus)

Against The Current

Ein Rätsel, das wir ebenfalls nicht lösen können, ist das um die Ausstrahlung und Stimmgewalt von Against The Current-Sängerin Chrissy Costanza. Ab Sekunde 1 des Sets, das die die US-Band aus Poughkeepsie, New York an diesem Abend auf die Bühne legte, war die Musikerin gemeinsam mit ihren beiden Kollegen Dan Gow und Will Ferri da und nahm den kompletten Saal ein. Zwei Alben, drei EPs (davon der aktuellste Output „Fever“ von 2021) und noch mehr Singles hat die Truppe in ihrem Backlog und kramte für ihre Setlist am Samstagabend ganze 19 Stücke heraus. Das Publikum war bei allen Songs textsicher dabei und das zeugt einmal mehr von dem Standing, das die 2011 gegründete Band bei uns in Deutschland genießt und was wiederum die eingangs erwähnte These beantwortet, die Chrissy Costanza in den Raum warf.

Against The Current
Against The Current
Against The Current
Against The Current
Against The Current
Against The CurrentFotos im Auftrag von MoreCore.de: Sarah Soria-Galvarro (soga.focus)

Egal, ob die Band ältere Stücke vom Debütalbum anspielte („Wasteland“, „Chasing Ghosts“ vom Debütalbum „In Our Bones“ (2016)) oder die aktuellen Tracks zum Besten gab („Blindfolded“, „silent stranger“) – alles funktionierte hervorragend.

Against The Current
Against The Current
Against The Current
Against The Current
Against The CurrentFotos im Auftrag von MoreCore.de: Sarah Soria-Galvarro (soga.focus)

Müde Menschen-gerecht war die Show dann auch schon um 21:20 Uhr vorbei, nachdem es als Zugabe noch die mitunter bekanntesten Stücke „Legends Never Die“ und „weapon“ zum Tanzbein-Schwingen gab. Und ohne das Können von Dan Gow und Will Ferri damit abwerten zu wollen, soll die Leistung und Präsenz von Chrissy Costanza an dieser Stelle noch mal hervorgehoben werden. Denn diese sucht auf sehr vielen Ebenen ihresgleichen.

Against The Current
Against The Current
Against The Current
Against The CurrentFotos im Auftrag von MoreCore.de: Sarah Soria-Galvarro (soga.focus)

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