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Stillstand?! – Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf deutsche und US-Bands
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Feature

Stillstand?! – Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf deutsche und US-Bands

Wie schreibt und probt man während einer Pandemie?

Kevin Postir/27. Jul. 2021· Aktualisiert 1. April/3 Min.Foto: Karoline Schaefer (Cat Eye Photography)
K

Kevin als das MoreCore-Nordlicht zu bezeichnen, würde wahrlich zu kurz greifen. Zwar ist der leidenschaftliche St.Pauli-Fan in Hamburg zuhause, hat aber unverkennbar sowohl rheinländische als auch italienische Wurzeln. Genau so vielfältig wie sein Stammbaum sind auch seine Aufgaben bei MoreCore. Teil des Headquarters, Feel Good Manager und Redakteur auf allen Ebenen. Wie man daneben noch Zeit für Langstreckenläufe und den Viersaiter in einer Pop Punk-Band findet, weiß wohl nur Kevin selbst. Aber egal, was er macht: Er macht es gut und mit ganz viel Herzblut.


In der aktuellen Zeit lebt die Musikszene besonders aus finanzieller Sicht von Live-Auftritten. Diese unterstützen zum einen bei der Promotion der neuen Veröffentlichungen von Bands, stellen aber auch durch Ticket- und Merchverkäufe eine zentrale Einnahmesäule dar. Im Rahmen unserer Reihe Stillstand?! Eine Pandemie und die Szene wollen wir unterschiedliche Bereiche der Musikbranche beleuchten. Selbstverständlich haben wir in diesem Zuge auch die Bands nicht vergessen.

Dabei stellt sich die Frage, ob es im vergangenen Jahr unterschiedliche Verläufe für Bands gegeben hat. Wie gestaltet sich das Schreiben und Proben für US-Bands? Wie sieht das in Deutschland aus? Und wie versuchen Bands ihrem Beruf trotzdem nachzukommen? Fragen, die wir in diesem Artikel klären wollen.

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Auswirkungen in Deutschland

Wie waren die vergangenen 1,5 Jahre denn nun für hiesige Bands? Durch die zwischenzeitliche Schließung zahlreicher Proberäume war ein Proben mit der gesamten Band kaum möglich. Dies bestätigte uns auch Fabio, Mitglied der Band Slope.

Darüber hinaus verliefen Aufnahmen für neue Releases teilweise im Home-Studio, teilweise gestaffelt im Studio. Dies war nötig, da auch bei eigenen Studioräumen die entsprechende Obergrenze für Personen unterschiedlicher Haushalte eingehalten werden musste. Eine Erfahrung, die auch die Jungs von Blackout Problems machen mussten. Erste Stream-Shows wurden daher auch im reduzierten Band-Plenum gespielt, mündeten dann letztendlich allerdings in einem kompletten Proberaum-Konzert.

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Aktuell hat sich die Lage ein Stück entspannt. So berichtet Walle Etzel (Fallbrawl), dass die Aufnahmen zur kommenden Scheibe wie gewohnt stattfinden können und man für zusätzlichen Content die Fans mit einem Studio-Tagebuch auf dem Laufenden halten würde. Doch den Musiker trifft die Pandemie auf eine weitere Weise.

Zusätzlich zu seinem Wirken bei Fallbrawl ist Walle außerdem Bassist der US-amerikanischen Band Lionheart. Dass das Proben auf zwei unterschiedlichen Kontinenten herausfordernd ist, kann sich sicher jeder vorstellen. Proben laufen daher häufig alleine zu Hause ab. Doch hat die Corona-Pandemie hierauf weiteren Einfluss?

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Auswirkungen in den USA

Hat sie! So berichtet Walle, dass für ihn eine Einreise in die Vereinigten Staaten zwischenzeitlich nicht möglich war. Es bestand zwischenzeitlich die Überlegung, sich gemeinsam in Mexiko zu treffen, da dort eine Einreise möglich war. Dieser Plan wurde im Laufe der Zeit allerdings verworfen. Die Herren von Hollywood Undead gingen anders vor. Dadurch, dass sich alle Bandmitglieder in den Vereinigten Staaten befanden, reiste die Band kurzerhand von Bundesstaat zu Bundesstaat, da auch hier (ähnlich, wie in Deutschland) die Bestimmungen variierten.

Doch auch in den USA zeichneten sich Bilder ab, wie wir sie von Bands aus Deutschland kennen. Die Proben zum Online-Stream von Lamb of God fanden in vollständiger Isolation statt, ähnlich wie die Aufnahmen zur 2020 veröffentlichten EP „Nightmares Of The West“ von Strike Anywhere. Auswirkungen, die sich nicht nur auf den Output der Bands auswirkte, sondern auch auf die Psyche einiger Künstler*innen.

Und was bleibt am Ende?

Selbstverständlich bleibt abzuwarten, wie sich die Gesamtsituation in Deutschland, aber auch weltweit, entwickelt. Trotz einiger Überschneidungen der Konsequenzen für Bands in Europa und Nordamerika gab und gibt es Unterschiede.

So scheint es aktuell so, als wäre der Verlauf in den USA rund 2 Monate dem europäischen voraus. Drücken wir die Daumen, dass eine Rückkehr zur Normalität in naher Zukunft liegt. Den Bands wäre es definitiv zu wünschen.

Beitragsfoto im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schaefer (Cat Eye Photography)

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