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A Day To Remember im Albumranking: "People are going to be pissed of"
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Feature

A Day To Remember im Albumranking: "People are going to be pissed of"

Für Jeremy und Neil ist jedes ihrer acht Alben ihr Baby. Favoriten gibt's trotzdem.

Vanessa Wobb/2. Jun./5 Min.
V

Vanessa schreibt am liebsten über Geschichten, die mehr Hintergrund verdienen als nur eine Schlagzeile. Besonders zuhause fühlt sie sich zwischen modernem Metalcore und Alternative Metal.


Acht Alben in über 20 Jahren Bandgeschichte. Wie soll man sich da entscheiden? A Day To Remember–Frontmann Jeremy McKinnon und Gitarrist Neil Westfall haben sich trotzdem der harten Aufgabe gestellt und plaudern im MoreCore-Studio bei Rock am Ring dabei ordentlich aus dem Nähkästchen: Welches Album landet auf dem Thron und welches hat die Band rückwirkend hart enttäuscht? 

Platz 8: „And Their Name Was Treason“ (2005)

Ehrlich und schamlos setzen die Jungs ihr Debüt „And Their Name Was Treason“ auf den letzten Platz. „Wir haben da gerade erst angefangen“, erinnert sich Neil. „Das Label wollte, dass wir unserer EP zu einem ‚richtigen‘ Album ausbauen. Dabei mochten wir die EP so, wie sie war. Das hat es am Ende einfach alles gezwungen wirken lassen.“

Aber es war der Anfang von allem und damit eine wertvolle Lektion: „Wir sind seitdem besser geworden“, lacht Neil.

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Platz 7: „Bad Vibrations“ (2016)

Nur knapp einen Platz darüber landet mit „Bad Vibrations“ ein Album, das der Band einiges abverlangt habe. „Es hat zwar mega Spaß gemacht, die Platte aufzunehmen, trotzdem musste ich beim Schreiben oft aus meiner Komfortzone raus“, erzählt Jeremy.

Der Entstehungsprozess sei alles andere als easy gewesen: viel Selbstreflexion, viel Selbstfindung – und noch mehr Situationen, die sie zwangen, tief in sich zu gehen. „Es war cool“, so Neil, „aber verdammt hart.“

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Platz 6: „For Those Who Have A Heart“ (2007)

„Ich weiß, dass viele Leute pissed sein werden, wenn ich das so niedrig setze,“ gibt Jeremy zu und grinst. Genau deshalb tut er es.

Doch hinter dieser Entscheidung steckt auch etwas Ernsthaftes: „For Those Who Have A Heart“ war das Album, bei dem ADTR lernten, wie man eine Platte macht. Oder besser gesagt: wie man’s nicht macht. „Wir dachten, wenn die Platte fertig ist, sind wir alle happy. Waren wir aber nicht.“

Hinter den Kulissen lief nämlich einiges schief. „Das Studio hat uns angelogen.“ Das habe der Band nämlich zugesichert, dass Adam Dutkiewicz (u.a. Killswitch Engage, All That Remains oder Underoath) ihre Platte produzieren würde. Passiert ist es nie. „Wir haben einfach etwas ganz anderes erwartet“, so Jeremy.

Naiv herangegangen und trotzdem: Die Songs bedeuten der Band und ihren Fans heute unglaublich viel. Ohne „For Those Who Have A Heart“ – da sind sich die Jungs sicher – gäbe es kein ADTR, wie wir es heute kennen.

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Platz 5: „You’re Welcome“ (2021)

Deutlich positiver ist ihre Erinnerung an „You’re Welcome“: „Es hat so viel Spaß gemacht, diese Platte aufzunehmen“, erzählt Jeremy. Statt in der eigenen Bubble zu bleiben, habe sich die Band bewusst geöffnet: „Wir haben mit vielen Produzenten und Sound Mixern zusammengearbeitet. Das war eine besondere Erfahrung“ – und genau deshalb landet die Platte im soliden Mittelfeld.

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Platz 4: „Common Courtesy“ (2013)

Ganz anders war die Stimmung bei ihrem fünften Studioalbum „Common Courtesy“. „It took a long ass time“, fasst Jeremy trocken zusammen. Die Band war mitten in einem Rechtsstreit, broke und auf Tour, um Geld reinzuholen. „Wir lieben das Album“, so der Frontmann weiter. „Aber es eine verdammt harte Zeit.“

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Platz 3: „Whats Seperates Me From You“ (2010)

Im Vergleich zum Chaos rund um „Common Courtesy“ (wenn auch zeitlich davor erschienen) war „What Separates Me From You“ fast schon ein Spaziergang. „Wir haben in einem nicen Studio mit unserer Crew zusammengearbeitet“, erinnert sich Neil. „Es hat einfach Spaß gemacht.“ Das Resultat: Für das vierte Studioalbum geht es aufs Siegertreppchen.

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Platz 2: „Homesick“ (2009)

Als A Day To Remember an „Homesick“ arbeiteten, hatten sie – so erzählen die Jungs – zum ersten Mal ein richtiges Budget, und im Vergleich zu früheren Produktionen lief hier alles wie geschmiert.

Doch „Homesick“ ist für die Band mehr als nur ein professioneller Sprung nach vorne: „Ich mag die Geschichte dahinter sehr“, erzählt Jeremy. „Es war eine Zeit in unserem Leben, in der wir voller Angst waren: Wir haben unsere Heimat verlassen, um’s zu schaffen, während alle Leute um uns herum meinten, das wird nix.“ Und genau dieses Gefühl zwischen Zweifel und Durchbruch hätten die Jungs in der Platte eingefangen – und sind darauf mächtig stolz.

Kleine Randnotiz: Für Jeremy ist „Homesick“ sein persönlicher Platz eins. Doch den belegt… Trommelwirbel…

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Platz 1: „Big Ole Album Vol. 1“ (2025)

„The Big Ole Album Vol. 1“ – das jüngste ADTR-Album – steht ganz oben. „Es sind einfach so viele Songs auf dem Album, die ich liebe“, schwärmt Jeremy. Zum ersten Mal seit langer Zeit hatte er nicht das Gefühl, Dinge nur zu tun, weil man sie eben tun muss. „Die Breakdowns fühlten sich nicht so vorhersehbar an wie auf einigen der anderen Platten“, schmunzelt der Frontmann. „Big Ole Album Vol. 1“ ist im März 2025 erschienen.

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Egal wie man’s dreht und wendet: Jedes dieser acht ADTR-Alben erzählt Bandgeschichte – ob die Band die Erinnerung daran liebt oder hasst. Oder wie Neil trocken resümiert: „They’re all still our Albums – whatever, I don’t care.“

Das ganze Album-Ranking seht ihr auf YouTube Shorts. Teil 4 und 5 folgen in den kommenden Tagen.

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