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Four Year Strong: Alan Day über „Brain Pain“, Social Media und die Wahl des richtigen Producers
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Interview

Four Year Strong: Alan Day über „Brain Pain“, Social Media und die Wahl des richtigen Producers

Der neue Longplayer ist heute erschienen.

Maik Krause/28. Feb. 2020· Aktualisiert 1. April/4 Min.Foto: Pure Noise Records / YouTube: "Four Year Strong "Talking Myself in Circles" Official Music Video"
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Damals noch für den eigenen Musikblog geschrieben, entschied sich Maik 2015 bei MoreCore anzuheuern und nahm unseren Jonas gleich mit. Mittlerweile kümmert er sich als Redakteur um den Bereich "Features und Interviews", legt auf unseren MoreCore Partys auf, betreibt mit Linn unseren Podcast "Kerngeschäft" und ist auch immer mal wieder vor der Kamera bei MCTV zu sehen. Im Team gilt er insgeheim als das sympathische Multitalent. In seiner Freizeit sammelt er Schallplatten, schaut so ziemlich jedes Fußballspiel und isst für sein Leben gerne Pizza.


“Wir wollten uns dieses Mal Zeit lassen!” Four Year Strong gehörten in der Vergangenheit sicher nicht zu den faulsten Bands. Bis 2015 veröffentlichte das Quartett, das sich 2001 in Worcester, Massachusetts gegründet hatte, nicht nur vier Studioalben, sondern auch diverse EPs, sowie ein Cover- und Akustik-Album.

Dann wurde es etwas ruhiger um die Jungs, sodass ganze fünf Jahre vergehen sollten bis mit “Brain Pain” endlich Album Nummer fünf präsentiert werden konnte. “In der Vergangenheit gab es immer irgendeine Deadline, weil wir zum Beispiel eine Tour anstehen hatten, aber dieses Mal wollten wir solange warten bis sich die Songs richtig anfühlen”, erklärt Sänger und Gitarrist Alan Day.

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An Ideen mangelte es der Band dabei nicht – ganz im Gegenteil: obwohl sie es auf etwa 50 Demos brachten, hatten die vier Jungs nie das Gefühl fertig mit dem Schreiben zu sein, buchten sich letztendlich dann aber mit der Gewissheit ins Studio ein, dass man genug gutes Material für das Album zusammen hätte.

In der Tat werfen Four Year Strong mit “Brain Pain” ein bärenstarkes Album ins Rennen, auf dem sie ihre gewohnten Stärken ausspielen: Wunderbare Pop-Punk Sing-a-Longs, chaotische Hardcore-Parts und über allem der mitreißende Wechsel zwischen Alan Day und Dan O’Connor, die sich wie gewohnt nicht nur am Mikro, sondern auch an der Gitarre quasi duellieren. Nicht ohne Grund zählen Four Year Strong neben A Day To Remember, Set Your Goals oder New Found Glory zu den Vorreitern des “Easycore”, quasi der Feel Good-Variante des Hardcore, die vor allem Ende der 2000er ihren Peak erreichte.

Auch bei der Wahl des Produzenten überließen Four Year Strong nichts dem Zufall und so ging die Band mit Will Putney (Fit For An Autopsy) ins Studio: “Wir wollten mit jemanden zusammenarbeiten, mit dem wir uns sowohl auf persönlicher als auch auf kreativer Ebene wohlfühlen würden und Will schien die perfekte Wahl zu sein. Er ist ein absolutes Klanggenie und hat einige der am besten klingendsten Platten der letzten Zeit produziert, was natürlich auch für ihn gesprochen hatte.” Putney, der unter anderem schon mit Knocked Loose, Northlane und Thy Art Is Murder zusammenarbeitet hatte, war auch schon bei früheren Releases der Band als Assistent beteiligt.

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Aufgrund der Fülle an Demos bestanden die ersten Studiotage zunächst daraus eine Auswahl an 16 Songs zu treffen, die aufgenommen werden sollten. Dennoch fanden nur zwölf den Weg auf die Platte. “Die Songs, die es nicht geschafft hatten, gehören nach wie vor zu meinen Favoriten. Ich denke, dass sie irgendwann auch ans Tageslicht kommen werden”, erzählt Day.

An dieses Luxusproblem musste sich die Band allerdings erst gewöhnen: “Es war wirklich schwer die Songs auszuwählen, die am Ende auf’s Album sollten. Dieses Problem hatten wir vorher nicht. Auf dem 2015er Self-Titled hatten wir lediglich zehn Songs, also mussten die alle auf die Platte. Wir mussten sogar “Go Down In History” von der vorherigen EP hinzunehmen, weil wir das Gefühl hatten nicht genug Songs zu haben. Und bei “Enemy” (= “Enemy Of The World”, Anm. d. Red.) und “RODT” (= “Rise Or Die Trying”, Anm. d. Red.) war schnell klar, nachdem wir mit den Aufnahmen fertig waren, welche Songs gut genug waren – das machte es einfacher.”

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Mit ihren mittlerweile fast 20 Jahren im Musikbusiness kennen Four Year Strong auch noch die Zeit, in der es für Musiker undenkbar war, sich mit ihren Fans über soziale Medien auszutauschen und ihr Material zu promoten. “Wir leben mittlerweile in einer ganz anderen Welt.

Social Media war nichts worüber wir uns Gedanken machen mussten, als wir die Band gegründet hatten und auch nichts, was wir uns vorstellen konnten, dass es überhaupt existieren würde als wir aufgewachsen sind.” Auch wenn er nicht glaube, dass die Leute sich darum sorgen würde, was er mittwochs zum Mittag hat, so versteht er natürlich den Sinn hinter der Maschinerie. Dennoch hätten sie damit zu kämpfen, weil sie als Künstler ja eigentlich nur wollten, dass die Leute sich ihre Musik anhören: “Wir müssen einfach besser darin werden es überhaupt zu nutzen”, so Day.

Als besonderes Gimmick halten Four Year Strong eine streng limitierte Vinyl Variante des neuen Albums mit alternativem Artwork bereit. Hier ist die Band als Simpsons-Figuren abgebildet. “Unser Label hatte die Idee eine TV Referenz zu machen und die Simpsons schienen dafür perfekt geeignet zu sein. Eigentlich war meine erste Idee The Office, aber wir wussten dann nicht genau, wie wir das umsetzen sollten”, erklärt Day, der auch verrät wer sein Lieblingscharakter der Simpsons ist: “Definitiv Ralph.”

„Brain Pain“ ist am heutigen Freitag, dem 28. Februar 2020 im Handel erschienen und zudem über sämtliche Streaming-Dienste zum Anhören verfügbar. Schon im Mai geht es für die Band auf Mini-Tour mit Grayscale und Holly Would Surrender:

27.05.2020 – Köln, Gebäude 9

28.05.2020 – Berlin, Cassiopeia

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Foto: Pure Noise Records / YouTube: „Four Year Strong „Talking Myself in Circles“ Official Music Video“

#Four Year Strong

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