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Machine Gun Kelly - Mainstream Sellout
ReviewPop-PunkRapRock

Machine Gun Kelly

Mainstream Sellout

Album

VÖ 25. März 2022Bad Boy/Interscope Recordscd · vinyl
Kevin Postir/27. März 2022
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SpotifyApple MusicYouTubeDeezerTidal
K

Kevin als das MoreCore-Nordlicht zu bezeichnen, würde wahrlich zu kurz greifen. Zwar ist der leidenschaftliche St.Pauli-Fan in Hamburg zuhause, hat aber unverkennbar sowohl rheinländische als auch italienische Wurzeln. Genau so vielfältig wie sein Stammbaum sind auch seine Aufgaben bei MoreCore. Teil des Headquarters, Feel Good Manager und Redakteur auf allen Ebenen. Wie man daneben noch Zeit für Langstreckenläufe und den Viersaiter in einer Pop Punk-Band findet, weiß wohl nur Kevin selbst. Aber egal, was er macht: Er macht es gut und mit ganz viel Herzblut.


Yes! Pop Punk ist zurück und eines der nicht unumstrittenen Zugpferde der Szene, Machine Gun Kelly veröffentlichte am vergangenen Freitag mit „mainstream sellout“ sein zweites Studioalbum in diesem Genre. Zuvor feierte der Musiker im Jahre 2020 mit „Tickets To My Downfall“ sein Pop-Punk-Debüt. Was das zweite Album nun zu bieten hat, erfahrt ihr in unserer Review.

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Der Musiker, der seine Wurzeln im Rap hat, schaffte es in der Vergangenheit durch seine Songs hohe Wellen in der Szene zu schlagen. Unterstützt von Drummer und Produzent Travis Barker (Blink-182), beginnt „mainstream sellout“ mit dem Song „born with horns“, dem ursprünglich angedachten Titel des Albums.

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Die wirbelnden Schlagzeug-Klänge, gepaart mit dem hohen Tempo, versprühen von Beginn an einen knackigen und mitreißenden Grundton. Außerdem besitzt das fulminante Ende des Songs einen Charakter, der sicherlich auch ein gelungener Abschluss des Albums insgesamt gewesen wäre.

Nicht nur ein Pop Punk Revival!

Generell ist zu sagen, dass die Songs auf „mainstream sellout“, die vollständig in eine Pop-Punk-Richtung gehen, von Produktionsseite und auch durch das erweckte Feeling durchaus zünden. So fährt der Song „maybe“ darüber hinaus eine definitiv gelungene Kollaboration mit niemand Geringerem, als Bring Me The Horizon auf.

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Die Stimme von Sänger Oli Sykes fügt sich dabei durchaus passend in das Gesamtkonzept des Tracks ein. Von inhaltlicher Seite geben die Tracks an der ein oder anderen Stelle allerdings durchaus Diskussionspotenzial, welches bereits zur Single „emo girl“ startete. Das äußerst stereotyp gehaltene Bild der Szene, in Kombination mit der Tatsache, dass Machine Gun Kelly der aufkeimenden Pop-Punk-Szene entwachsen sein könnte, stieß vielen Fans sauer auf.

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Positiv an „emo girl“ ist hingegen die Performance von Sängerin WILLOW, die dem Track eine weitere Facette bietet. Das gleiche Thema wird im Übrigen im Song „drug dealer“ besungen. Dieser kommt mit dem Feature-Gast Lil Wayne daher. Dabei handelt es sich um eine durchaus unerwartete Kombination, die in diesem Song jedoch sehr harmonisch wirkt.

Doch auch hier kommt von inhaltlicher Seite erneut der fahle Beigeschmack. Die Tatsache, dass hier die Musik eines Mid-Dreißigers gehört wird, der die Herzschmerz-Problematiken von Teenagern besingt… irgendwie mag das nicht ganz funktionieren.

Junges Blut bringt neuen Schwung!

Die Modernität und der frische Wind, wird besonders durch die Features hervorgerufen. „fake love don’t last“ wird deutlich durch Sänger und Barker-Schützling iann dior belebt, lädt sichtlich zum Tanzen ein und versprüht genau die Leichtigkeit, die man sich wünscht.

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Mit dem Song „die in california“ zeigt Machine Gun Kelly darüber hinaus, dass die Trap-Wurzeln keineswegs vergessen wurden. Der insgesamt eher ruhigere, entspanntere Song, der mit Akustikgitarren-Klängen auffährt, birgt außerdem mit der Unterstützung von Gunna, Young Thug, Landon Barker hochkarätiges Newcomer-Potenzial.

Es scheint die musikalische Mischung zu sein, die „mainstream sellout“ zu dem macht, was es ist. Sowohl der Pop-Punk, als auch Trap und ruhigere Klänge, wie in „papercuts“, oder „twin flame“ zu hören, spiegeln das Repertoire von Machine Gun Kelly wider und zeigen, dass eine Fixierung auf ein Genre definitiv aus der Mode gefallen ist.

Bild: Offizielles Cover-Artwork zu „Mainstream Sellout“

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Fazit

6.5/10
· Gut

Mit seinem neuen Album „mainstream sellout“ liefert Machine Gun Kelly eine Platte ab, das deutlich vielseitiger als seine Vorgänger ist. Darin vereint der Musiker sowohl seine Rap-Wurzeln als auch rockigere Töne. Von inhaltlicher Seite wirken einige Songs hingegen eher oberflächlich und ungewollt infantil. Es scheint so, als wäre das vergangene Album „Tickets To My Downfall“ eine Art Türöffner gewesen, um hochkarätige Features wie Bring Me The Horizon, WILLOW, oder Lil Wayne möglich zu machen, an die Qualität und die Durchschlagkraft des Vorgängers kommt „mainstream sellout“ hingegen nicht heran.

Machine Gun Kelly - Mainstream Sellout

Machine Gun Kelly

Mainstream Sellout

Album

VÖ 25. März 2022

cd · vinyl

Bad Boy/Interscope Records

▶Tracklist 16 Songs
  1. 1born with horns
  2. 2bod save me
  3. 3maybe (feat. Bring Me The Horizon)
  4. 4drug dealer (feat. Lil Wayne)
  5. 5wall of fame (interlude)
  6. 6mainstream sellout
  7. 7made up sex (feat. blackbear)
  8. 8emo girl (feat. WILLOW)
  9. 95150
  10. 10papercuts
  11. 11WW4
  12. 12ay! (feat. Lil Wayne)
  13. 13fake love don't last
  14. 14die in california [feat. Gunna & Young Thug & Landon Barker]
  15. 15sid & nancy
  16. 16twin flame
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Machine Gun Kelly

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