
Dana Chojetzki
Mit ihrer neuen EP „E.P. Phone Home“, die am 24.10.25 unter eigenem Bandlabel veröffentlicht wird, melden sich die maskierten Nu Metal-Krieger von BLACKGOLD eindrucksvoll zurück und zementieren ihren Ruf als einer der heißesten Acts der modernen Rock-Szene.
Aus dem britischen Underground kommend, hat die Band schnell Aufmerksamkeit für ihren kompromisslosen Sound, ihre Hip-Hop-Attitüde und die gnadenlose Live-Energie gewonnen. Nach einer bereits ausverkauften UK-Headliner-Tour ist klar: BLACKGOLD rücken ins globale Scheinwerferlicht und beweisen mit Nachdruck, dass Nu Metal nicht nur überlebt, sondern gerade ein vitales Comeback feiert.
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Die Band, die bereits Bühnen mit Schwergewichten wie Limp Bizkit und Skindred teilte, hält an ihrer anonymen Ästhetik fest. Diese Haltung, gepaart mit einem Sound, der sowohl die 90er-Jahre-Nostalgie bedient als auch moderne Härte liefert, ist das ultimative Erfolgsrezept.
BLACKGOLD liefern ein regelrechtes Sound-Inferno
Die EP ist eine pure Demonstration genreübergreifender Wucht und bietet sofort einen Adrenalinstoß. Sie startet mit „Crazy World“, dessen Spoken-Words-Intro unmittelbar in einen starken, aufbauenden Sound mündet, der sofort Fever 333-Referenzen auf den Plan ruft. Der Track vereint knallhart Nu Metal und Rap, welcher in einer catchy Hook kulminiert.
Mit dem bereits veröffentlichten Highlight „Wake Up“ gelang es BLACKGOLD, die globale Reichweite auf einigen Plattformen organisch zu verdoppeln, teils sogar zu verdreifachen. Nach einem harten Riff-Einstieg entwickelt sich der Song zu einem mitreißenden, sehr Nu-Metal-lastigen Groove-Monster (Limp Bizkit lässt grüßen). Der unerwartete, aber geniale Breakdown zementiert den Track als Hit.
Die Härte und das Tempo werden in „Cash Rules“ gnadenlos beibehalten. Hier zeigen die Maskenträger ihr instrumentelles Können mit viel Abwechslung und dem gezielten Einsatz von Turntables, die wir auf der gesamten EP immer mal wieder zu hören bekommen. Trotz einer leichten Eintönigkeit im Hauptteil zieht der Song zum Ende hin mit einem extrem wuchtigen Breakdown und druckvollen Shouts noch einmal an – eine feurige Fusion von Nu Metal und Hip-Hop.
Einen stetigen und frenetischen Aufbau hält „Bring Noise“ bereit, der mit pfeilspitzen Shouts gespickt ist, aber im direkten Vergleich etwas weniger Finesse als seine Vorgänger bringt. Doch genau diesen Track nutzen BLACKGOLD für einen meisterhaften Kniff: Statt im Chaos zu enden, nimmt der Song Geschwindigkeit und Dichte langsam zurück und klingt ruhig und kontrolliert aus.
„Can’t Stop – Won’t Stop“
Gleiches gilt für den letzten und die EP einrahmenden Track „Dance Like That“. Der Einsatz von Spoken-Words, die uns bereits im Intro des ersten Songs begegneten, bringt echtes Hip-Hop-Flair und schließt das Gesamtpaket stimmig und rund ab. Der Song ist eine unmissverständliche Dance-Ansage und wird live zweifellos das Publikum zum Bouncen bringen, indem er die alte Nu Metal-Schule der 90er mit einem frischen, modernen Twist vereint.
Foto: Nevermore Visuals / Offizielles Pressebild
Fazit
"E.P. Phone Home" ist eine starke, energiegeladene EP, die eindrücklich beweist, dass Nu Metal noch immer relevant ist. BLACKGOLD erfinden das Rad des Genres zwar nicht neu, aber sie tun dies mit einer solchen Talentdichte und Überzeugung, dass es sich frisch und aufregend anfühlt. Was früher Baggy Jeans und Baseball Cap waren, sind heute die Masken und Anonymität – eine moderne Inszenierung. Die EP ist laut, unberechenbar und ein klares Statement: BLACKGOLD sind hier, um zu bleiben und der Soundtrack der Nu Metal-Renaissance zu sein.

▶Tracklist 5 Songs
- 1Crazy World
- 2Wake Up
- 3Cash Rules
- 4Bring Noise
- 5Dance Like That