Julia L. ist die zweite Julia im MoreCore-Bunde und ergänzt das Team gerne mit Rezensionen, News, Live-Berichten sowie kleineren und größeren Schreibarbeiten. Als Germanistin aus dem schönen Hessen ist sie ständig hin- und hergerissen zwischen “da ist ein grammatikalischer Fehler im Satz!” und “am liebste tät isch de ganze Tach nur hessisch babbele”. Tippt sie nicht gerade wie wild auf der Tastatur rum, um irgendetwas zu Papier zu bringen, findet man sie gerne mit ihrem Hund im Feld oder auf Shows und Konzerten im Rhein-Main-Gebiet. Für einige Bands fährt sie aber auch gerne mal nach NRW, Rheinland-Pfalz, Bayern oder Baden-Württemberg. Autofahren tut sie auch besonders gerne und hat dabei am liebsten gute Musik laufen. Leider will wegen der bei ihren Freunden verhassten “Schreimusik” kaum jemand mitfahren. Umso besser, denn dann hört niemand, wie schief sie mitsingt!
Keine News über Rage Against The Machine ohne Drama. Und das irgendwie schon seit Jahren. Nachdem sich das Quartett 2019 zum insgesamt dritten Mal in ihrer Bandkarriere wieder zusammenraufte und erste Reunion-Konzerte für 2020 verkündete… meinte das Schicksal es nicht gut mit ihnen und den Fans, denn die Pandemie verhagelte das perfekte Live-Comeback gewaltig.
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Es vergingen nun also vier Jahre, die geprägt waren von mehr schlechten als guten Nachrichten: Verschiebungen, Absagen, eine Verletzung von Sänger Zack de la Rocha und eine Krebserkrankung von Bassist Tim Commerford. Zuletzt wurde die Band dann in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen, eine endlich mal wieder freudige Nachricht – könnte man meinen.
Auflösung von Rage Against The Machine scheint besiegelt
Erst diese Woche wurde nun bekannt, dass RATM ab sofort keine weiteren Reunion-Konzerte mehr spielen werden. Schlagzeuger Brad Wilk ließ demnach wissen, dass man nicht mehr gemeinsam live auftreten werde. Da es auch um neue Musik schon seit Jahren schlecht steht (das letzte Album „Renegades“ erschien 2000), besiegelt das einmal mehr das Ende der Crossover-Kombo.
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Gitarrist Tom Morello meldete sich nun mit einem neuerlichen „Statement“ zu Wort und teilte auf seinen Socials seine Rede bei der Zeremonie der Aufnahme der Band in die Rock And Roll Hall Of Fame letzten November. Er war damals der einzige, der an dem Event teilnahm und ließ in seiner Accpetance Speech wissen:
„Wie die meisten Bands haben wir unterschiedliche Ansichten über viele Dinge, auch über die Aufnahme in die Rock Hall. Meine Sichtweise ist, dass der heutige Abend eine großartige Gelegenheit ist, die Musik und die Mission der Band zu feiern; mit dem fünften Mitglied der Band zu feiern, und das sind die unglaublichen Fans von Rage Against The Machine. Ihr seid der Grund, warum wir hier sind. Und die beste Art und Weise, diese Musik zu feiern, ist, wenn ihr diese Mission und diese Botschaft weitertragt.
[…] Wartet nicht auf uns. Rage ist nicht hier, aber ihr seid hier. Die Aufgabe, die wir uns gestellt haben, ist noch nicht vorbei. Ihr seid diejenigen, die jetzt aussagen müssen.“
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Manchmal sagen (Bewegt-)Bilder mehr als tausend Worte.
Eine Karriere mit einigen Auf’s und Ab’s
Rage Against The Machine wurden 1991 in Los Angeles gegründet von den vier Mitgliedern Zack de la Rocha (Gesang), Tom Morello (Gitarre), Tim Commerford (Bass) und Brad Wilk (Schlagzeug) gegründet, die bis heute Teil des Line-Ups waren. Mit „Rage Against the Machine“ (1992), „Evil Empire“ (1996), „The Battle of Los Angeles“ (1999) und „Renegades“ (2000) brachte die Truppe insgesamt vier Longplayer mit einigen Hits auf den Markt. Songs wie „Killing in the Name“, „Bulls on Parade“ und „Guerrilla Radio“ gehören zu ihren bekanntesten und haben dazu beigetragen, die Band zu einer der einflussreichsten politischen Bands der 1990er Jahre zu machen.
Während ihrer Auflösungen waren die Bandmitglieder allesamt in anderen Projekten aktiv – mitunter auch zusammen. So waren beispielsweise Tom Morello, Tim Commerford und Brad Wilk Teil von Prophets Of Rage, die sich mit der Reunion von RATM 2019 wieder auflösten. Wer weiß… vielleicht steht uns ja hier bald ein Comeback bevor.