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Foto: Lisa Scholz
Music Monday: Das sind die besten Songs der letzten Woche (KW44/2023)
Music Monday

Music Monday: Das sind die besten Songs der letzten Woche (KW44/2023)

Zurück zum alltäglichen Horror.

Malin Jerome Weber/6. November 2023· Aktualisiert 6. April/5 Min.
M

Musiker durch und durch. Ein Leben ohne Mucke machen, hören und live erleben, gibt es für Malin nicht. Dementsprechend ist Musik auch Malins Lieblings-Gesprächsthema. Und damit er seinem Umfeld damit nicht zu sehr auf die Nerven geht, schreibt er einfach für MoreCore. Die neuesten Alben von altbekannten und gefeierten Artists, vom Underdog aus dem Nischengenre, von lokalen Konzerten oder den großen Festivals – you name it – Malin wird euch etwas dazu erzählen. Als Schlagzeuger, Musiklehrer und Student der sozialen Arbeit findet er, dass man Musik und Menschen nicht trennen kann oder sollte, denn nichts macht Musik schöner, als die Gemeinschaft und das Miteinander. Wenn er euch nicht gerade von seiner Plattensammlung berichtet, probt und schreibt er wahrscheinlich mit seiner Band Small Strides, stopft sich den Bauch mit Guacamole voll oder steht am Fenster und beobachtet die Hunde in der Nachbarschaft.


Green Day/Music Monday·#Music Monday
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Halloween ist rum und entsendet knapp eine Woche später die gruseligste Inkarnation allen Übels auf uns zu: Den darauffolgenden Montag. Ähnlich wie Stephen King’s “Es” kann dieser ganz verschiedene Formen des Horrors annehmen. Sei es der um 6 Uhr klingelnde Wecker, der meterhohe Stapel an unsortierten Akten, sowie die mit Verspätungsmeldungen durchtränkte Anzeigetafel des Hauptbahnhofs. Okay, wem läuft es gerade kalt den Rücken runter? Da hilft nur eins: Folgende zehn Banger aus der vergangenen Woche anzuschmeißen um ordentlich gegen den Montagsblues abzumeddln:

Green Day – Look Ma, No Brains!

Green Day steuern mit großen Schritten auf das 20-jährige Jubiläum ihres Magnum Opus “American Idiot” (2004) zu. Ein Album, das eine ganze Generation geprägt und für viele den Weg zur Rockmusik geebnet hat. Pünktlich zu diesem Anlass erwartet uns auch das sage und schreibe vierzehnte Studioalbum der Kalifornier. “Saviors” wird am 19. Januar des nächsten Jahres erscheinen und könnte – wenn man dem Eindruck der ersten beiden Singles vertraut – auch musikalisch wieder ein wenig zurück in jene Zeit der Band führen. Dementsprechend sollte auch “Look Ma, No Brains” aufgebrachte Gemüter besänftigen, die noch immer “Father of All…” (2020) verdauen müssen.

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Spiritbox – Too Close / Too Late

Spiritbox haben vergangenen Freitag ihre neue EP “The Fear Of Fear” veröffentlicht. Zusätzlich zu den drei bisherigen Single-Auskopplungen gibt es drei neue Songs auf die Ohren – darunter auch das atmosphärische Sahnestück “Too Close / Too Late”. Einmal mehr ist es Sängerin Courtney LaPlante, die sich mit ihrer bedächtigen Vocal Performance auf ein starkes instrumentales Gerüst drauflegt, das auf dem schmalen Grat zwischen Groove und Atmosphäre balanciert. Abgerundet wird das Ganze auf visueller Ebene durch ein eindrucksvolles Schwarz-Weiß-Video mit leichten “Inception”-Vibes.

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Paleface Swiss – The Gallow

Paleface Swiss haben sich für den Release einer neuen Single pünktlich zu Halloween entschieden. Dass es bei einem knapp fünf-minütigen Song – der zudem auf den Namen “The Gallow” hört – ordentlich zur Sache gehen wird, müsste eigentlich schon klar sein, bevor man sich das gute Stück genehmigt. Aber die Schweizer wissen definitiv zu überraschen und bringen uns nicht nur die gewohnten Doubletime-Passagen und Beatdown-artige Breakdowns. So erweitern sie ihren Sound um metalcorige Riffs und bringen uns sogar einen starken, hymnischen Chorus inklusive Clean Vocals, der absolut ins Ohr geht.

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Atreyu – Forevermore

Atreyu haben sich für ihr neuntes Studioalbum “The Beautiful Dark of Life” (VÖ: 08.12.2023) eine besondere Veröffentlichungsweise ausgedacht. So besteht das satte 16 Songs umfassende Werk aus vier EPs à vier Songs, von denen mit “A Torch In The Dark” am Freitag bereits die dritte veröffentlicht wurde. Die Metalcore/Post-Hardcore-Veteranen zeigen sich auf diesem Zwischenstopp der Reise auch etwas dramatischer – wie im Falle von “Forevermore”. Das dazugehörige Video beginnt mit der Einblendung “Being in a band is much like being in marriage”. Seht selbst, wie die Band diese Hypothese weiter ausführt:

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Kid Kapichi – Tamagotchi

Als Kind der Mittneunziger, das nun langsam aber sicher auf die 30 zusteuert, wird es zunehmend wichtiger, hin und wieder das ein oder andere Nostalgiebad zu nehmen. Da kommt die neue Single von Kid Kapichi gerade rechtzeitig. “Tamagotchi” heißt das gute Stück und schließt sich glücklicherweise musikalisch nicht dem Abklang des Pop-Punk-Revivals an. Die Briten verpacken Kindheitserinnerungen und Popkultur-Referenzen in Video und Lyrics, während sie das Ganze musikalisch in ihren groovigen Crossover-Mix aus Alternative, Post-Punk und Hip-Hop einbetten. Das lässt die Vorfreude auf ihre kommende Platte “There Goes The Neighbourhood” (VÖ: 15.03.2024) in die Höhe steigen.

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Pendulum & Scarlxrd – Mercy Killing

Pendulum gehen es seit ihrer Reunion immer noch relativ gemächlich mit uns an. Aber immerhin geben sie uns immer wieder ein wenig neue Musik und lassen uns nicht zu verzweifelt auf den ersten Longplayer seit “Immersion” (2010) hoffen. Mit “Anima” erschien vergangenen Freitag ihre zweite EP nach “Elemental” (2021). Darauf enthalten ist neben dem fantastischen “Halo” mit Bullet for my Valentine gleich die nächste große Kollaboration. So haben sich Rob Swire & Co. für “Mercy Killing” den britischen Trap-Metal-Artist Scarlxrd an Bord geholt, der auf beeindruckende Weise seinen Platz zwischen den zackigen D’n’B-Beats einnimmt.

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Silent Planet – Offworlder

Eigentlich hat es die Lead-Single “Antimatter” im Juli schon angekündigt. Silent Planet haben in diesem Jahr Großes mit uns vor und nun endlich das Ausmaß davon offengelegt. Ihr fünftes Album “SUPERBLOOM” hat das Licht der Welt erblickt und nimmt uns mit in düstere Territorien. Mit ihrem gelungenen Mix aus Metalcore, Nu Metal, Djent und Industrial wandelt die Band definitiv auf ähnlichen Pfaden wie ihre australischen Kollegen von Northlane. Songs wie das brachiale “Offworlder” zeigen aber auch, dass die US-Amerikaner dabei ein ganze Spur gnadenloser und nicht ganz so elektronisch vorgehen.

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Cloud Nothings – Final Summer

Knapp zwei Jahre ist es her, dass wir mit ihrem Album “The Shadow I Remember” (2021) zuletzt etwas von den Cloud Nothings gehört haben. Die aus Ohio stammende Emo-/Punkband ist definitiv für ihren ruppigen und unperfekten Sound bekannt, den sie aber auf ihrer neuen Single “Final Summer” zumindest ein kleines Stück weit gezügelt haben. Der kurze und knackige Song kommt mit einem gesunden 2000er Indie Rock-Vibe daher und könnte auch problemlos am Ende einer How I Met Your Mother-Episode ihren Platz finden. Ist es an der Stelle Zufall, dass die Band aus der gleichen Stadt stammt wie Hauptcharakter Ted Mosby?

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The Beatles – Now And Then

Auch wenn sich folgender Pick nicht zwischen Breakdowns und Riffs abspielt, kommen wir nicht um diesen besonderen Moment der Musikgeschichte herum. Fünf Jahrzehnte nach ihrer Auflösung gibt es einen neuen Song der Beatles – auf dem sogar alle vier Hauptmitglieder der Band zu hören sind. Wie ist das möglich, wenn doch nur noch Ringo Starr und Paul McCartney am Leben sind? “Now And Then” baut auf einer alten John Lennon-Demo aus dem Jahr 1977 auf, aus der seine Stimme mit Hilfe einer KI-Software erst vor Kurzem extrahiert werden konnte. 1995 hatten die verbliebenen Mitglieder (noch mit George Harrison) bereits am Song gearbeitet, diesen aber erst jetzt durch den technischen Fortschritt zufriedenstellend fertigstellen können. Und nun haben wir ihn also: Den vermutlich letzten Beatles-Track aller Zeiten.

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