Julia L. ist die zweite Julia im MoreCore-Bunde und ergänzt das Team gerne mit Rezensionen, News, Live-Berichten sowie kleineren und größeren Schreibarbeiten. Als Germanistin aus dem schönen Hessen ist sie ständig hin- und hergerissen zwischen “da ist ein grammatikalischer Fehler im Satz!” und “am liebste tät isch de ganze Tach nur hessisch babbele”. Tippt sie nicht gerade wie wild auf der Tastatur rum, um irgendetwas zu Papier zu bringen, findet man sie gerne mit ihrem Hund im Feld oder auf Shows und Konzerten im Rhein-Main-Gebiet. Für einige Bands fährt sie aber auch gerne mal nach NRW, Rheinland-Pfalz, Bayern oder Baden-Württemberg. Autofahren tut sie auch besonders gerne und hat dabei am liebsten gute Musik laufen. Leider will wegen der bei ihren Freunden verhassten “Schreimusik” kaum jemand mitfahren. Umso besser, denn dann hört niemand, wie schief sie mitsingt!
Gestern Abend ließen Thy Art Is Murder wissen, dass sie ihren Sänger CJ McMahonaus der Band geworfen haben. Die Kontroverse rund um transfeindliche Äußerungen auf seinen Kanälen sowie wohl auch Vorfälle aus der Vergangenheit, die mit der grundsätzlichen Gesinnung des Musikers zu tun haben, haben zu der Entscheidung geführt, wie es in einem Statement hieß. Darüber hinaus ist die seit gestern verfügbare Version des aktuellen Albums „Godlike“ bereits mit einem neuen Sänger re-recorded worden, der spätestens bei der anstehenden EU-Tour offiziell vorgestellt werden soll.
CJ McMahon mit Statement zu seinem Rauswurf bei Thy Art Is Murder
Kurz nach Bekanntwerden der Neuigkeiten meldete sich auch CJ selbst auf seinen Kanälen zu Wort. Demnach habe er von der Entscheidung seiner ehemaligen Bandkollegen ebenfalls erst mit der Veröffentlichung des entsprechenden Statements erfahren und äußert sich sehr diskutabel dazu: „Ich bin gerade aufgewacht und habe die Nachrichten gesehen. Ja, so habe ich es erfahren. Und ja, das ist nicht die ganze Geschichte. Ich werde morgen um 17 Uhr australischer Zeit live auf Sendung gehen. Verbrennt alle zu Tode.“ (via ThePRP)
Kurz später postet er ein Video, das er anstelle des Entschuldigungsvideos teilen wollte, das nach Aufkeimen der Kontroversen auf den Kanälen der Band veröffentlicht wurde. Er betont, dass er sich eigentlich nicht entschuldigen wollte, da es für ihn nichts gäbe, wofür er sich entschuldigen müsste. Auf Druck der Band habe er es dennoch gemacht, sein eigentliches „Erklärungsvideo“ habe er allerdings anders aufgezogen.
Die Weltansicht des CJ McMahon
In besagtem Clip betont er, dass es ihm lediglich darum ginge, Kinder zu beschützen, da diese noch nicht selbst für sich einstehen könnten. Das habe nichts mit der LGBTQ+-Gemeinschaft an sich zu tun, sondern mit grundsätzlichen Glaubensfragen in noch anderen Lebensbereichen, in denen Kinder „indoktriniert“ und mit „Idealen gefüttert“ würden, noch bevor diese sich geistig damit auseinandersetzen könnten.
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„Ich denke, dass auf der ganzen Welt das Gespräch über Sexualerziehung zwischen Schule und Kindern und zwischen Eltern und Kindern im Alter von 10, 11 oder 12 Jahren stattfindet. Und ich denke, das ist ein angemessenes Alter, um diese Diskussionen über Sex und Geschlecht zu führen und darüber, wie die Vögel und die Bienen und all diese Dinge funktionieren. Und ich bin der Meinung, dass Kinder bis zu diesem Alter vor all diesen Dingen geschützt werden sollten.
Und ich bin sicher, dass es einen sehr, sehr kleinen Prozentsatz von Kindern gibt, die diese Gefühle haben, schwul oder trans zu sein, bevor sie 10, 11 oder 12 Jahre alt sind. Und ich denke, dass diese Kinder geschützt, erzogen, geliebt, respektiert und betreut werden sollten. Wenn sie diese Ansichten haben. Ich stehe zu 100 % hinter all dem.“
Er wiederholt sich in seinem Video diverse Male und betont, dass sich seine Aussage „verbrennt sie“ nicht gegen die LGBTQ+-Gemeinschaft richtete und dass seine Wortwahl unangemessen gewesen sei. Es ginge ihm lediglich darum, für Kinder einzustehen.
„Aber alles, was ich tun wollte, war, Kinder um jeden Preis vor allem zu schützen, auch Transkinder. Ich würde jedes Kind schützen, schwarz, weiß, trans, hetero, schwul, arm, reich, ungebildet, gebildet, was auch immer es ist. Das ist mir egal. Ich stehe zu den verdammten Kindern. Und ich werde sie um jeden Preis beschützen.“
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Die „Unterstützer“ von McMahon melden sich zu Wort
Ebenfalls aus den Tiefen des Internets kamen einige „Unterstützer“ von CJ McMahon, die sich zum Rauswurf ihres „Kollegen“ bei Thy Art Is Murder äußerten, darunter Ronnie Radke (Falling In Reverse), der dazu aufrief, TAIM zu boykottieren und betonte, dass er CJ gönnerhaft eine Menge Geld überwiesen hat.
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Dass Ronnie Radke dabei nicht der einzige ist, der sich hinter CJ McMahon stellt, wird in einer „Danksagung“ des ehemaligen TAIM-Frontmanns in einem weiteren Statement klar. Darin bedankt er sich bei Radke sowie auch Tommy Vext und Alex Terrible für den Support, das offene Ohr und die „Ratschläge“, die sie ihm gegeben haben.
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„Die Jungs, Tommy Vext, Alex Terrible und Ronnie Radke, die mir die Hand gereicht haben, es bedeutet mir sehr viel, dass ihr mir die Hand gereicht habt und mir einen kleinen Ratschlag für die Zukunft gegeben habt. Ich danke euch für alles. Wie ihr sehen könnt, habe ich meine beiden Kleinen hier, die keine Ahnung haben, was ein Rockstar ist, sie wissen nur, was ihr Vater ist, also versuche ich, mich um meine Kinder zu kümmern. Vielen Dank an alle, und an die drei Jungs, die ich erwähnt habe, danke.“
Nun denn, wir sind uns sicher, der Kreis der Ratschlaggeber am Ende der (für sie vermutlich sehr flachen und mit Alu umwickelten) Welt ist ein sehr guter und sicherer Ort. *Ironie off*
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CJ McMahon will sich jetzt eine „Auszeit“ von Social Media nehmen, um sich auf sich und seine Familie zu konzentrieren.
Bild: Offizielles Instagram-Profil von CJ McMahon (https://www.instagram.com/cj_bigpapa/)
Thy Art Is Murder werden kommende Woche mit ihrem Album „Godlike“ in Europa auf Tour gehen. Dort stellen sie ihren neuen Sänger dann auch offiziell vor. Es bleibt spannend.