
Text: Natascha ist das Hufflepuff-Mädchen mit dem Slytherin Gesicht - und wenn ihr nicht so nerdig seid, auch nicht schlimm. Auf den ersten Blick sieht unsere Natascha zwar aus wie ein typisches süßes Girly, kann aber ein mindestens genauso guter Bro sein. Sie ist fester Bestandteil des MorecoreTV Teams und unser weiblicher Host der MorecoreTV Show. In Interviews fühlt sie gerne Musikern auf den Zahn und möchte den Menschen hinter dem Künstler hervorlocken. Die charmante brasilianische Art hilft dabei an der ein oder anderen Stelle. Man könnte fast behaupten, dass sie die Palina Rojinski der Core Szene ist, ...oder wird - die Maße stimmen, weitestgehend.
Fotos: Julia, genannt "Strückerli", gewann 2015 unser Meet And Greet mit Beartooth. Nur ca. ein halbes Jahr später wurde sie bereits fester Bestandteil des MoreCore Teams und fungiert seitdem als Fotografin mit eindrucksvollem Talent. Julia packt an wo Not am Mann ist und führt auch gern mal die Kamera bei Interviews oder verschiebt Pixel und Pfade, um uns mit diversen Grafiken zu versorgen. Sie hat immer ein Lachen und ist ein Garant für gute Laune und allerhand Dad Jokes. Wenn sie nicht gerade in irgendeinem Bühnengraben herumflitzt, hosten sie und ihr Freund Jan in ihrer gemeinsamen Wohnung Bands aus der ganzen Welt, die gerade auf Tour sind und einen Schlafplatz benötigen. Auch abseits der Musik arbeitet Julia selbstständig als Fotografin und Grafikerin und verbringt möglichst viel Zeit mit ihren Freunden.
Eine Prise Rap, eine Portion Pop-Punk und viel moderner Metalcore.
Der Frühling ist (endlich) bei uns angekommen und auch der (Festival)-Sommer steht schon vor der Tür. Nicht nur heißen wir die warmen Temperaturen an diesem Samstag willkommen, sondern auch ganz besondere Gäste aus Übersee: I Prevail sind in der Stadt und haben uns zwei weitere tolle Acts mitgebracht, nämlich die Jungs von Set It Off und Kid Bookie. Eine ausverkaufte Mitsubishi Electric Halle in Düsseldorf und 7.500 motivierte Fans, das verheißt einen vielversprechenden Samstagabend!
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Vorspeise: Kid Bookie
Pünktlich um 19:30 wird das Licht gelöscht und Kid Bookie betritt zusammen mit seiner Band die Bühne. Bevor er seinen ersten Song des Abends „AI (Save Yourself)“ vom Stapel lässt, gibt es erstmal ein kleines Crowd-Warm Up. Als nächstes folgt der erst kürzlich veröffentlichte Song „Scars“ und nach den ersten beiden Stücken muss man wirklich sagen: Wow! Wahnsinn, was Kid Bookie für ein kleines Multitalent ist. Neben seinen flinken Raps haut der Brite auch mal eben saubere Cleans und schnittige Shouts raus.
Mit insgesamt acht Songs gibt er wirklich alles und spätestens mit „Stuck In My Ways“, den er zusammen mit Slipknot-Fronter Corey Taylor aufgenommen hat, holt er sich hier und da nochmal ein paar Leute mehr ab.
Die Menge ist dennoch recht verhalten und wusste an vielen Stellen nicht so richtig, wie sie mit dem Powerhouse umzugehen soll, da man sich anfangs doch die Frage stellt „Okay, aber passt das hier wirklich alles so zusammen?“ Und die Antwort lautet klar: „Trust the process.“
Zwei noch unveröffentlichte Songs gab es für uns auch auf die Ohren: „Love Me When You’re Angry“ und „You Only See“. Kid Bookie gibt Vollgas und genau mit dieser Energie, dieser Wut und diesem Talent könnte man sich ihn auch super auf einer Festivalbühne ala Rock am Ring vorstellen.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Julia_Rocknrolla)
Zwischengang: Set It Off
Nach einer kleinen Umbaupause gehts auch schon direkt weiter im Programm. Mit Ding-Dong beginnt der Walk on stage von Set It Off und los geht die Show. Im Flickenmantel und mit seinem typischen Facepaint betritt Frontmann Cody Carson die Bühne und Stimmung ist schon beim ersten Song „Parasite“ am kochen. Die Menge ist von Sekunde 1 da, motiviert und auch das Trio aus Florida hat sichtlich Spaß.
Neben zehn eigenen Songs haben sie auch ein Cover auf die Setlist gepackt und zwar „Points of Authority“ von Linkin Park. Und was soll man sagen, die Menge ist ausgerastet. Set It Off haben ihren Job als Vorband wirklich mit Bravour getan und man hat das Gefühl bekommen, dass die Band gar nicht so richtig von der Bühne wollte, nachdem der letzte Song vorbei ging. Aber keine Sorge, sie kommen wieder! „We will be back headlining in 2025 Düsseldorf. Dankeschön.“ Wer also Lust auf mehr bekommen hat, hält am besten die Äuglein offen.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Julia_Rocknrolla)
Hauptspeise: I Prevail
Erneut löscht sich das Hallenlicht und auf der LED-Leinwand sieht man Clips von Endzeit- und Katastrophen-Szenarien, passend zum Albumcover von „True Power“. Obwohl Sänger Brian Burkheiser aufgrund gesundheitlicher Probleme diese Tour leider aussetzen musste, und die Band dezimiert auf der Bühne steht, heißen die Fans die übrigen Vier lauthals willkommen. Mit vollem Karacho starten I Prevail ihr Set mit „There’s Fear in Letting Go“. Eric und Dylan geben dabei ihr Bestes, um Bandkollegen Brian zu vertreten und auch das Publikum hilft eifrig mit und singt so laut mit, wie sie nur können.
Eins lässt sich sagen, die Setlist hat es in sich. Ein Klopper folgt dem nächsten und natürlich darf auch das Taylor Swift-Cover nicht fehlen. Auch die Letzten haben sich von ihrem Sitzplatz erhoben und feiern – die Abwesenheit von Brian merkt man der Stimmung in der Halle kaum an. Erstaunlich, was für eine Stimmgewalt Eric an den Tag legt. Als die Band ihren Song „Deep End“ anstimmt, erstrahlt die Halle in einem Lichtermeer. Und weil nur ein Cover ja auch irgendwie doof ist, haben uns I Prevail direkt ein zweites mitgebracht, nämlich den Song „Head Like A Hole“ von Nine Inch Nails.
Ob das zweite Cover wirklich sein musste? Schwierig zu sagen, eventuell ein Song von ihrer Platte „Lifelines“ hätte es wohl auch getan. Was auffällt: Die Playlist besteht – abgesehen von den zwei Cover-Songs – nur aus Tracks von ihren letzten beiden Alben. Wer auf Songs wie „Scars“ oder „Come And Get It“ hoffte, wurde leider enttäuscht. Nach insgesamt elf Songs und zwei Zugaben verabschieden sich I Prevail mit „Gasoline“ von ihrer Fangemeinde bei ihrer wohl bislang größten Headliner-Show in Europa.
Wer am Anfang aufgrund der Zusammenstellung der Künstler vielleicht etwas skeptisch war, wird am Ende des Abends gemerkt haben: Das passt sogar richtig, richtig gut! Kid Bookie hat der Menge Appetit auf mehr gemacht, Set It Off war der perfekte Zwischengang, bevor dann das Hauptgericht mit I Prevail serviert wurde. Beim Hauptgang gab es hier und da vielleicht ein paar (kleine) Abzüge, unter anderem, weil eben ein Meisterkoch gefehlt hat. Nichtsdestotrotz dürfte das Gros der Fans „gesättigt“ nach Hause gegangen sein. Wir kommen wieder und sind gespannt, was die Köche das nächste Mal vorbereiten.

