Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Lisa Scholz
Being As An Ocean
Als dann aber gegen 21.15 Uhr Being As An Ocean ihr Set direkt mit „Nothing, Save The Power They’re Given“ und „Dear G-D“, also den beiden ersten Tracks aus „Dear G-D“ beginnen, ist die Stimmung auch im bisher noch etwas unterkühlten, letzten Drittel der Halle auf dem Höhepunkt. Joel Quartuccio hatte uns seinerzeit erzählt, dass es aus Sicht der Band keinen Sinn ergebe, das Album straight von vorne bis hinten durchzuspielen. Und so gerät das insgesamt 17 Songs umfassende Set zu einer Best-Of-Setlist, die auch Songs wie „Alone“ oder die 2021er-Single „Lost“ umfasst.
Da Being As An Ocean, die für die Tour die Arbeiten zum neuen Album unterbrochen haben, neben Sänger Joel Quartuccio aktuell sonst nur noch aus Gitarrist Michael McGough besteht, hat man sich auch für diese Tour wieder Gäste hinzugeholt, um die Band auf der Bühne zu komplettieren. Der überaus sympathisch wirkende Gitarrist David Baqi war schon im Sommer mit der Band unterwegs. Schlagzeuger Casey McHale wird einigen eventuell noch als Live-Drummer von Funeral For A Friend, bei denen er zwischen 2014 und 2016 aktiv war, bekannt sein.
Dass auch Michael McGough nicht von Anfang an dabei ist, merkt man zeitweise bei seinen (anspruchsvollen) Gesangparts. Es mag Meckern auf hohem Niveau sein. Doch gerade mit den Songs, die ursprünglich nicht für seine Stimme geschrieben wurden, hat der gebürtige Engländer zeitweise etwas zu kämpfen. Der Sound ist übrigens insgesamt auf einem sehr soliden Niveau. Die Bassdrum ist bei allen Bands sehr laut. Die Gitarren gehen etwas unter. Doch im Großen und Ganzen nichts, was der Stimmung Abbruch tun könnte.