The Word Alive Violent Noise

Kritik: The Word Alive – „Violent Noise“

Da waren es nur noch drei. Personell auf Trio-Größe geschrumpft, melden sich The Word Alive nach zwei Jahren mit neuem Album namens „Violent Noise“ zurück. Live bereits diverse Male gesehen, und auch immer für gut befunden, so hatte ich immer das Gefühl, dass DER große Ausbruch dennoch ausgeblieben ist. Zumindest hier in Deutschland.


Können The Word Alive noch überraschen?

Über Fearless Records veröffentlicht, kündigt sich die bereits fünfte Scheibe lautstark und selbstbewusst an; einen ersten Vorgeschmack darauf gab es bereits mit dem ersten Song „Red Clouds“. Der zweite Song „Why Am I Like This“ hält zwar das Tempo, zeigt aber auch eine wesentlich emotionalere Herangehensweise in Telle Smith‘ Stimme.

Mit einem energischen Gitarrenriff startet Song Nummer drei „Stare at the Sun“. Der Chorus ist unbestreitbar fett, nicht zuletzt, weil Asking Alexandria-Frontmann Danny Worsnop hier seinen Senf mit dazu beitragen durfte.

Mit „I fucked up“ geht es in die nächste Runde lebhafter Riffs und eindringenden Vocals, bevor der Breakdown uns ordentlich um die Ohren knallt. Auch beim folgenden „War Evermore“ fährt die Band nicht runter. Eine markante Bassline im Vers und leidenschaftliche Singalongs bilden das Grundgerüst für einen Song, der eine Hommage an den verstorbenen Chester Bennington ist.

Bis hierhin ist das Album mit voller Kraft voraus geprescht. Zeit also, einen Gang runter zufahren, was mit „Human“ gut gelingt. Die rohen Emotionen in Telles Vocals und das Feature von Hip-Hop Künstler Sincerely Collins bilden eine interessante Kombination.



Der nächste Track „I don‘t mind“ ist im Vergleich zu den bisherigen doch sehr poppig und fröhlich. Ein flotter Beat und überwiegend cleane Vocals versprühen einen positiven Vibe und laden zum Mitwippen und -nicken ein.

Ebenfalls pop-punkig und mit der gewissen experimentellen Portion elektronischer Elemente bestückt zeigt sich „Real Life“, bevor es dann wieder mit „Lost in the Dark“ der gewohnten melodische Route entlang geht. Bei „My Enemy“ zeigt sich durch harte Riffs und eindringende Shouts wieder die erdrückende Schwere und Belastung, die man von The Word Alive kennt.



Noch ein paar weitere Singalongs gibt es auf „Run Away“, bevor wir dann schon zum abschließenden Track „Lonely“ kommen. Ein Song, der ebenfalls wieder die volle Ladung Emotionen mit sich trägt. Für mein Empfinden hätte er auch etwas früher im Album platziert sein können. So bekommt das Ende von „Violent Noise“ eine leicht deprimierende Note.

Zwar habe ich wenig am Album auszusetzen, es haut mich aber auch nicht völlig vom Hocker. Es ist solide, die Kreativität ist deutlich erkennbar. Grundsätzlich bin ich immer ein Fan davon, wenn Kooperationen mit anderen Musikern entstehen, so wie auch in diesem Fall. Auch der ein oder andere Ohrwurm hat sich während des Hörens bereits bei mir eingeschlichen. Hier und da fehlt mir aber dennoch etwas „Knack“ und stellenweise ist es doch sehr vorhersehbar, was als nächstes geschieht. Nichtsdestotrotz verdient das Ding letztlich eine gute Wertung.

Wertung: 7/10

Band: The Word Alive
Album: Violent Noise
Veröffentlichung: 04.05.2018

Offizielle Website der Band
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