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Watch Me Rise - A decade full of setbacks and mistakes
ReviewMelodic HardcorePost-Hardcore

Watch Me Rise

A decade full of setbacks and mistakes

Album

VÖ 25. April 2025Oh Lumiere Publishing & Blood Blast Distributioncd · vinyl
Malin Jerome Weber/26. April 2025
Streamen
SpotifyApple MusicYouTubeDeezerTidal
M

Musiker durch und durch. Ein Leben ohne Mucke machen, hören und live erleben, gibt es für Malin nicht. Dementsprechend ist Musik auch Malins Lieblings-Gesprächsthema. Und damit er seinem Umfeld damit nicht zu sehr auf die Nerven geht, schreibt er einfach für MoreCore. Die neuesten Alben von altbekannten und gefeierten Artists, vom Underdog aus dem Nischengenre, von lokalen Konzerten oder den großen Festivals – you name it – Malin wird euch etwas dazu erzählen. Als Schlagzeuger, Musiklehrer und Student der sozialen Arbeit findet er, dass man Musik und Menschen nicht trennen kann oder sollte, denn nichts macht Musik schöner, als die Gemeinschaft und das Miteinander. Wenn er euch nicht gerade von seiner Plattensammlung berichtet, probt und schreibt er wahrscheinlich mit seiner Band Small Strides, stopft sich den Bauch mit Guacamole voll oder steht am Fenster und beobachtet die Hunde in der Nachbarschaft.


“I won’t break.” Es ist eher selten, dass man auf die letzte Zeile eines Albums so sehr hinfiebert wie bei diesem. In den vergangenen 29 Minuten sind Watch Me Rise mit uns auf dunklen Pfaden gewandelt und haben uns durch eine halbe Ewigkeit voller Schmerz, Verluste und Selbstzweifel geführt. Das Artwork zu “A decade full of setbacks and mistakes” verbildlicht die schweren Themen ihres Debütalbums auf passendste Art und Weise. Ein Blick durch den Dickicht an nahezu unlösbaren Problemen mag vielleicht ein schwaches Licht offenbaren. Dieses scheint jedoch so unglaublich weit weg, dass man sich oft praktisch zwingen muss, an dessen Existenz zu glauben.

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Dass man so sehr in “A decade full of setbacks and mistakes” versinkt, liegt an der rohen Authentizität, die sowohl der Musik als auch der Produktion inne liegt. So vertrauen Watch Me Rise auf ihren punkigen und melodischen Hardcore-Sound, den sie zwar druckvoll und klar, aber immer noch sehr natürlich eingefangen haben. So werden Ecken und Kanten vehement zugelassen, während auch Sänger Joshua Wannemachers Stimme nicht von Dopplungen oder Effekten bis zur Entfremdung getrieben wird. Irgendwo mag es vielleicht altmodisch und kitschig klingen: Aber eine Platte, die so sehr von Herzen kommt, funktioniert auch am Besten ohne eine große aufgeblasene Produktion.

Watch Me Rise liefern ein nahezu perfektes Debüt

Dass Watch Me Rise sich am Ende nicht nur auf ihre starken Texte verlassen, sondern auch auf musikalischer Ebene vor kreativen Ideen nur so strotzen, hebt ihr Album auf ein derart hohes Niveau, dass man aus dem Staunen gar nicht mehr rauskommt. So bieten sie uns nicht nur zügige Punk-Nummern (“Calico”, “Solace/Grace”), sondern auch spannungsgeladene Slow Burner (“Resign”, “In Red”) sowie das grungige “Indigo”, das vor allem Fans von Citizen oder Balance and Composure verzücken dürfte. Dabei kommt die Band über weite Strecken sehr schnell zum Punkt, weiß aber auch genau, wann sie sich mehr Raum zum Aufbau von Atmosphäre nehmen kann.

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Ein gutes Beispiel dafür bildet das Instrumentalstück “I thought you were stronger”, das als gemächliches Intermezzo in der Mitte hervorragend platziert ist. Nicht zuletzt auch, um das ergreifende “(for) Frieda” zu verdauen. Und doch stellt es auch nochmal die starke Gitarrenarbeit von Shmagi Liklikadze und Lukas Freiberger in den Vordergrund, die ohnehin schon eine eindringliche Melodie nach der nächsten abliefern. Aber es sind zahlreiche Weisen, mit denen uns Watch Me Rise immer wieder in ihren Bann ziehen. Allen voran auf gesanglicher Ebene folgt von Spoken Word Parts, über geflüsterte Passagen bis hin zum Layern von Cleans und Shouts ein erinnerungswürdiger Moment auf den nächsten.

Foto: Bryan Reinsch / Offizielles Pressebild

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Fazit

9.5/10
· Zeitlos

Es ist eine große Kunst, innerhalb von einer halben Stunde alles bieten zu können, was eine packende und abwechslungsreiche Post-Hardcore-Platte ausmacht. Und doch schaffen es Watch Me Rise mit ihrem Debütalbum spielend, Bands wie Touché Amoré, Defeater oder La Dispute ordentlich Konkurrenz zu machen. Sowohl musikalisch als auch lyrisch gelingt den Frankfurtern mit “A decade full of setbacks and mistakes” ein ausgewogenes, dynamisches, kreatives und zutiefst ergreifendes Werk, in dessen warmen Melodien man sich einfach immer und immer wieder suhlen möchte.

Watch Me Rise - A decade full of setbacks and mistakes

Watch Me Rise

A decade full of setbacks and mistakes

Album

VÖ 25. April 2025

cd · vinyl

Oh Lumiere Publishing & Blood Blast Distribution

▶Tracklist 10 Songs
  1. 1Calico
  2. 2maladaptive
  3. 3MARAD
  4. 4(for) Friede
  5. 5I thought you were stronger
  6. 6Resign
  7. 7Indigo
  8. 8Solace/Grace
  9. 9Chasing Peace
  10. 10In Red
Streamen
SpotifyApple MusicYouTubeDeezerTidal
Watch Me Rise·Melodic Hardcore·Post-Hardcore

Älteres ReviewEmployed To Serve - Fallen Star
Neueres ReviewCaliban - Back From Hell
Watch Me Rise
Foto: Bryan Reinsch / Offizielles Pressebild

Watch Me Rise

DeutschlandSeit 2017

Foto: Bryan Reinsch / Offizielles Pressebild zu Watch Me Rise

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