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The Butcher Sisters - Das Schwarze Album
ReviewHardcoreRap

The Butcher Sisters

Das Schwarze Album

Album

VÖ 23. Januar 2026Arising Empiredigital · cd · vinyl
Saskia Schollenberg/22. Januar
Streamen
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S

Saskia Schollenberg


Bereits ein ganzes Jahr ist es her, dass The Butcher Sisters unsere Ohren mit „Das Weiße Album“ gesegnet haben. Jetzt zieht es die Jungs auf die dunkle Seite der Macht – „Das Schwarze Album“ erscheint am 23.01.2026 und macht ziemlich schnell klar: hier wird eskaliert.

The Butcher Sisters und ihre lyrischen Meisterwerke

Opener des Albums ist „Piep Piep Piep“, hier trifft nicht nur Hardstyle auf Hardcore, sondern auch modern auf retro. Wer die Zeiten der Jamba-Klingeltöne überlebt hat, den wird die Hook des Songs vielleicht an Sweety das Küken, erinnern – eine der kontroversesten Figuren der Klingelton-Ära. So absurd die Mischung auch klingt, sie funktioniert erschreckend gut. Ein echt starker Opener, der sich gnadenlos im Ohr festsetzt. Etwas heavier geht es mit „Cityroller“ weiter. Ja auch TBS haben jetzt einen Rollersong. Doch viel wichtiger ist die alles entscheidende Frage: Wie viel ist denn nun der Fisch? Spaß beiseite – der Song ist melodisch ein absoluter Hit. Besonders die letzte Minute beweist, dass The Butcher Sisters wissen wie man gute Songs schreibt! Mehr Substanz hätte ihn aber auf das nächste Level gehoben. Damit sind wir auch direkt bei „Scheiss für mich“: wunderbare Vocals treffen auf eingängige Melodien. Musikalisch der perfekte Pop-Punk Track zumindest bis man genauer hinhört. Ein Lied über einen verstopften Hund zu reviewen stand nicht auf meiner Bingokarte für 2026. Leider, oder gerade deshalb, ist es ein massiver Ohrwurm und beweist: nicht jedes gute Lied braucht einen tiefgründigen Text.

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More Energy, More Passion

„White Monster“ bringt Energie für den Tag. Nightcore-Hook trifft auf mächtige Gitarren und unantastbare Power. Mit starkem Breakdown und einem Switch-Up, der das Herz höher schlagen lässt kristallisiert sich hier einer der stärksten Tracks des Albums heraus. Und wer dachte, thematisch kann es nicht mehr wilder werden: Schonmal ein Lied über „Detelf D Soost“ gehört? Zusammen mit Callejon widmen TBS der Tanzlegende den fünften Track ihres Albums, der mit Clubbeats und Genrewechseln nur so um sich wirft. Die Genreübergänge passieren nahtlos und der Song lädt zum Spaß haben ein. Es geht von Dancehit zu Saufbanger. „Bierosaufus Ex“ ist nicht nur gesanglich eine absolute Glanzleistung, sondern demonstriert eindrucksvoll das Können der Band. Der Breakdown, der doch sehr sehr verdächtig nach Lorna Shore klingt, macht einfach nur Spaß. In Kombination mit dem epischen Melodie-Buildup danach entsteht der nahezu perfekter Track. Nicht nur eine Saufhymne, sondern ein echtes musikalisches Statement.

Am Rand des Wahnsinns

The Butcher Sisters feat. Hämatom? Klingt komisch, ist aber so. „Ü30“ zeichnet ein herrlich überspitztes Bild des Lebens jenseits der magischen Altersgrenze – besonders ironisch, wenn man bedenkt, dass Hämatom seit 2004 existieren. So unterschiedlich die Stimmen auch sind, entsteht hier eine erstaunlich gute Chemie. „Great Music Band“ nimmt die englischen Künste mancher Deutscher liebevoll aufs Korn und dürfte dem einen oder anderen in der Seele weh tun. Die simple „Lalala“-Hook sorgt dafür, dass der Song auch bei drei Promille garantiert noch sitzt. Und wer sich danach mit einem dicken Kopf krankmeldet könnte gefallen am nächsten Song finden: „Herr Doktor“ befasst sich mit der ernstzunehmenden Thematik Arbeitszeitbetrug und schafft die perfekte Hymne. Mit Bass lastigen Beats und eingängigem Text ist hier ein Ohrwurm garantiert, aber bitte nicht auf der Arbeit mitsingen, auch wenn der Track dazu einlädt! „Lachen“ ist ein absoluter Fiebertraum. Lyrisch ein einziger Comedy Auftritt, der Breakdown wird hier durch eine Trance-Beat angekündigt und die Hook hat den perfekten Mitgröhlcharakter. Von mehrfachem Hören sollte abgesehen werden, da die Lache potentielle Psychosen auslösen kann.

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The Butcher Sisters liefern einen überraschenden Abschluss

Für „Wacken“ haben sich TBS niemand geringeren als die Queen of Metal ins Boot geholt. Zusammen mit Doro verbreiten sie Sehnsucht nach dem nächsten WOA. Kreischende Gitarren, starker Gesang und spürbare Liebe zum Detail machen den Song zu mehr als nur einer Festivalhymne, sondern einem Liebesgeständnis für alles und alle rund um Wacken. Dafür kurz und simpel: Hut ab. Zum Abschluss gibt es nochmal ein absolutes Brett: „Klettergerüst“. Kein EDM, keine dicken Gitarren, sondern ein leidenschaftlicher Countrysong. Ein perfektes Zeugnis, für das wofür The Butcher Sisters steht: Musikalisches Können ohne sich selbst in eine Schublade zu stecken. Ein wunderschöner Abschluss für ein gelungenes Album!

Foto: The Butcher Sisters / Offizielles Pressebild

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Fazit

7/10
· Gut

„Das Schwarze Album“ ist genau das, was man von The Butcher Sisters erwartet und dann noch ein bisschen mehr. Zwischen komplettem Wahnsinn und musikalischem Können verliert die Band nie ihre Selbstironie. Nicht jeder Song zündet auf Anhieb, doch die pure Energie, der Spaß und die stilistische Vielfalt machen das Album zu einem wilden und erstaunlichen Kunstwerk. Wer Chaos mit Konzept mag, ist hier goldrichtig

The Butcher Sisters - Das Schwarze Album

The Butcher Sisters

Das Schwarze Album

Album

VÖ 23. Januar 2026

digital · cd · vinyl

Arising Empire

▶Tracklist 12 Songs
  1. 1Piep Piep Piep
  2. 2Cityroller
  3. 3Scheiss Für Mich
  4. 4White Monster
  5. 5Detlef D Soost (feat. Callejon)
  6. 6Bierosaufus Ex
  7. 7Ü30 (feat. Hämatom)
  8. 8Great Music Band
  9. 9Herr Dokter
  10. 10Lachen
  11. 11Wacken (feat. Doro Pesch)
  12. 12Klettergerüst
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The Butcher Sisters
Foto: Ceylan Fain / Offizielles Pressebild

The Butcher Sisters

DeutschlandSeit 2011

The Butcher Sisters (kurz: TBS) sind eine 2011 in Mannheim, Baden-Württemberg, gegründete Band, deren Sound zwischen Beatdown Hardcore, Rap Metal und Deutschrap angesiedelt ist. Gegründet wurde die Gr…

116 Artikel auf MoreCore

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