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Malevolence - Malicious Intent
ReviewHardcoreMetalcore

Malevolence

Malicious Intent

Album

VÖ 20. Mai 2022Nuclear Blast Recordscd · vinyl
Kevin Postir/15. Mai 2022
Streamen
SpotifyApple MusicYouTubeDeezerTidal
K

Kevin als das MoreCore-Nordlicht zu bezeichnen, würde wahrlich zu kurz greifen. Zwar ist der leidenschaftliche St.Pauli-Fan in Hamburg zuhause, hat aber unverkennbar sowohl rheinländische als auch italienische Wurzeln. Genau so vielfältig wie sein Stammbaum sind auch seine Aufgaben bei MoreCore. Teil des Headquarters, Feel Good Manager und Redakteur auf allen Ebenen. Wie man daneben noch Zeit für Langstreckenläufe und den Viersaiter in einer Pop Punk-Band findet, weiß wohl nur Kevin selbst. Aber egal, was er macht: Er macht es gut und mit ganz viel Herzblut.


Sheffield, UK hat gerufen und die ganze Metal- und Hardcore-Welt hört zu. Mit ihrem neuen Album „Malicious Intent“ veröffentlichen die Briten von Malevolence ihren nunmehr dritten Longplayer. Dieser wird via Nuclear Blast erscheinen, beinhaltet zehn Songs und wurde von uns in der folgenden Review auf Herz und Nieren getestet.

Das Album, welches von Jim Pinder und Carl Brown produziert und gemischt wurde weist ganz besondere Einflüsse auf. Darin nennt die Band unter anderem Pantera und Crowbar. Die Scheibe kommt mit dem Titeltrack „Malicious Intent“ gleich zu Beginn der Platte zur Sache. Dabei ist der Song eher als Intro zu verstehen, welches von Beginn an den Stil und die Färbung des Albums vorgibt. So schwingt sich das Stück auf einer Länge von 1:40 von Breakdown zu Breakdown und überzeugt dabei mit der gewohnten Malevolence-Schwere.

Auch die Visuals passen auf „Malicious Intent“

„Life Sentence“ ist einer von zwei Tracks, der bereits mit einem Video versehen wurde und das Licht der Welt erblickte. Insgesamt wohnt dem Song ein schwerer, melodischer Kern inne, der seinen Gegenpol in eindringlichen Breakdowns und einer knüppelnden Double-Base findet, die die Trommelfelle massiert, findet. Auch das Video ist darüber hinaus sehenswert, da es aus visueller Sicht unterhaltsame Effekte bietet und den Song in seiner Gesamtheit unterstützt.

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Gleich der nächste Song „On Broken Glass“ stellt die zweite Single-Auskopplung dar. Genau wie sein Vorgänger wurde auch „On Broken Glass“ von Daniel Priess produziert. Dabei kombiniert das Video zum Song den nordenglischen Vibe mit einem entsprechenden Liveshow-Gefühl, das unter die Haut geht und auf das man in den letzten zwei Jahren lange warten musste. Herausstechend ist darüber hinaus die Balance zwischen der Schwere der Vocals im Refrain und der Leichtigkeit der Riffs.

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Mit „Still Water Runs Deep“ gelingt Malevolence erneut ein Spagat zwischen unterschiedlichen Prägungen. Zwar ist der Song von Beginn an sehr hart und schwer gespielt, wird allerdings sowohl durch die mehrstimmigen Riffs, als auch durch die ruhigeren Parts deutlich luftiger. Dadurch dürften Fans auch live die Möglichkeit erhalten, sich entsprechend zum Lied zu entfalten.

Um dem Ganzen dann final die Krone aufzusetzen, bringt die Band mit „Higher Place“ eine hymnenartige Rock-Ballade an den Start, die vor Emotionen nur so trieft. Gleichzeitig erhält „Malicious Intent“ dadurch eine weitere Ausprägung, von der das Album ohne Zweifel profitiert.

Feiern Malevolence ein Rock-Revival?!

Auffallend sind insgesamt die zu Teilen eher rockigen Elemente, die in den einzelnen Songs wiederzufinden sind. Dies ist nicht nur im Schlusspart von „Higher Place“ der Fall, sondern auch der Refrain zu „Karma“ weist in seiner Art und Weise klassische Rock-Elemente auf. Wer braucht denn da noch Genres?

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Was würde nun noch fehlen, um ein Album abzurunden? Wie wäre es mit einem Feature? Oder gleich zweien? Gesagt, getan! „Above All Else“ erhält tatkräftige Unterstützung am Mikrofon. Matt Honeycutt von Kublai Khan TX lässt es sich nicht nehmen und steuert eine Strophe zum Song bei.

Dabei handelt es sich insgesamt um einen sehr vielseitigen Track. Leider gestaltet sich das Stück so, dass die einzelnen Parts nicht sonderlich fließend ineinander übergehen. Auch Honeycutt wirkt im Vergleich zum Malevolence-Frontmann Alex Taylor eher dünn an den Vocals.

Da macht es der zweite Feature-Gast gleich besser. Auf dem Track „Salvation“ findet sich kein Geringerer als Matt Heafy (Trivium, Ibaraki) wieder. Hier wird ein Paradebeispiel geboten, wie ein Feature-Gast einen Song beeinflussen und bereichern kann. Heafy hat sowohl an der Gitarre, als auch an den Vocals einen Einfluss, der spürbar ist und seine Handschrift erkennen lässt. Vielmehr kann man sich an dieser Stelle doch kaum noch wünschen.

Foto: Nat Wood / Offizielles Pressebild

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Fazit

8.5/10
· Hervorragend

Mit ihrem dritten Studioalbum "Malicious Intent" liefern Malevolence erneut ab! Genres der harten Gitarrenmusik können getrost über Bord geworfen werden, denn die Jungs aus Sheffield machen, was ihnen gefällt. Dabei wirkt die Schwere der Vocals und die Leichtigkeit der Riffs ausgewogen. Features zünden hingegen nur teilweise; ein Punkt, der allerdings durchaus verkraftet werden kann. Fans der Band können sich demnach freuen, die Platte zu hören und bald auch live zu erleben.

Malevolence - Malicious Intent

Malevolence

Malicious Intent

Album

VÖ 20. Mai 2022

cd · vinyl

Nuclear Blast Records

▶Tracklist 10 Songs
  1. 1Malicious Intent
  2. 2Life Sentence
  3. 3On Broken Glass
  4. 4Still Waters Run Deep
  5. 5Higher Place
  6. 6Karma
  7. 7Above All Else (feat. Matt Honeycutt)
  8. 8Do Or Die
  9. 9Salvation (feat. Matthew K. Heafy)
  10. 10Armageddon
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Malevolence·Hardcore·Metalcore

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Malevolence
Foto: Malevolence / YouTube: "Remain Unbeaten (Official Video)"

Malevolence

EnglandSeit 2010

Foto: Malevolence / YouTube: "Remain Unbeaten (Official Video)"

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