
Till Lindemann (Rammstein) sagt seine Russland-Konzerte im Herbst ab
Ein Statement.
Wenn unsere Tamara nicht gerade mit ihrem Master in Musikjournalismus eingespannt ist, versorgt sie die Leserschaft mit Rezensionen und Interviews rund um Bands, die eigentlich nur noch unsere Eltern hören. Zu ihren Lieblingsfreizeitbeschäftigungen gehören Till Lindemann und Wacken. Sieht man sie nicht im Club oder durch einen Moshpit tanzen, steht sie hinter dem Tresen und mixt unverschämt gute Cocktails, um mit Freuden ihre Freunde abzufüllen. Neuerdings versucht sie sich auch als Pflanzenmutti und an der E-Gitarre. Ganze 3 Akkorde beherrscht sie schon, einer Karriere in einer Punkband würde also nichts mehr im Weg stehen.
Noch im letzten Winter sang er die russische Oper “Lubimiy Gorod” und drehte das Musikvideo zu “Ich Hasse Kinder” im sowjetischen Stil. Dass Till Lindemann eine besondere Beziehung zum Staate Russland hat ist kein Geheimnis. Nach den momentanen Ereignissen um den von Putin ausgelösten Krieg wurden nun einige Stimmen von Fans des Sängers laut, der Rammstein-Frontmann müsse sich positionieren. Und dies tat er nun auf subtile Art und Weise.
Instagram Post
Till Lindemann pflegt eine spezielle Leidenschaft für Russland und osteuropäischen Stil. Gerade vor und während der Corona-Pandemie hielt sich der Rammstein-Sänger und Solo-Interpret viel in Moskau und St. Petersburg auf. Die Musikvideos des Solo-Songs “Ich Hasse Kinder”, sowie des Lindemann-Tracks “Frau und Mann” wurden in Russland gedreht. Mit “Lubimiy Gorod” bewies Till Lindemann sogar seine russischen Sprachskills und veröffentlichte eine orchestrale Version, welche im weltbekannten Museum Ermitage aufgenommen wurde.
Rammstein-Sänger Till Lindemann: Keine Worte, dafür Taten
Nachdem Russland nun den Krieg gegen die Ukraine begonnen hat und sich viele Bands und Künstler*innen positionieren konnte nur gerätselt werden… Wie steht Till Lindemann dazu? Ohne große Worte zu verlieren postete der Sänger nun in seiner Instagram Story die Absage der in Russland angesetzten Konzert-Termine seiner für Herbst anstehenden “Ich Hasse Kinder”-Tour.
Diese betreffen die Auftritte in Nowosibirsk und Moskau. Die Show in Kiew am 16. November bleibt demonstrativ stehen. Folgend wiederbelebte Till ein Bild, dass ihn letztes Jahr vor einem großen Kiew-Schriftzug in der Ukraine zeigt. Kein Mann der vielen Worte, dafür klare Kante.
Während Till mit seinem Solo-Projekt reagierte, zog nun auch seine Hauptband Rammstein mit einem Statement nach. Dass sich die sechs Männer aus Berlin nichts vom homophoben Regime Putin sagen lassen bewiesen sie bereits 2019 mit dem Kuss der Gitarristen Kruspe und Landers.
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Zuletzt verschob der Mann mit der „Engel“-Stimme seine Solo-Tournee in den Herbst diesen Jahres. Diese beinhaltet (unter Vorbehalt) bisher allerdings nur Konzerte in Ost-Europa. Wer Till Lindemann trotzdem ohne Hauptband und zuhause in Live-Action erleben möchte kann das auf dem Wacken Open Air tun.
Bild: YouTube / „Till Lindemann – Ich hasse Kinder (Official Teaser #1)“


