People
News
Trivia
Slipknot verkaufen mehrheitliche Rechte an ihrer Musik
Wahrscheinlich für stolze 120 Millionen Dollar.
VON
Vanessa Wobb
AM 20/11/2025
Geschätzte Lesezeit:
- Minuten
Artikel teilen:
Slipknot haben offiziell eine Mehrheitsbeteiligung an ihrem Musikkatalog an den global agierenden Investmentfonds HarbourView Equity Partners verkauft. Das bestätigte das Unternehmen am Dienstag gegenüber The Hollywood Reporter. Konkrete Angaben zur Höhe der Zahlung oder zum genauen prozentualen Anteil wurden nicht veröffentlicht, Branchenkreise schätzen den Wert der Transaktion jedoch auf rund 120 Millionen US-Dollar. Der Verkauf solle laut übereinstimmenden Medienberichten sowohl Master- als auch Publishing-Tantiemen umfassen.
Was der Deal bedeutet
Mit dem Rechteverkauf tauschen Slipknot einen großen Teil ihrer zukünftigen Einnahmen gegen eine einmalige Zahlung. Konkret geht es um ihren Backkatalog – also Songs und Aufnahmen, die bereits veröffentlicht wurden. Die daraus generierten Tantiemen, etwa aus Streaming, physischen Verkäufen, Coverversionen oder Ähnlichem, fließen künftig überwiegend an HarbourView.
Gerüchte über einen möglichen Deal kursierten seit Monaten. Billboard Pro hatte bereits im August berichtet, dass Slipknot mit HarbourView über große Teile ihres Werkes bis einschließlich 2022 verhandeln würden. Zum damaligen Stand sollte die Band weiterhin über die Verlagsrechte verfügen, während Slipknots Masterrechte weiterhin von Roadrunner Records bzw. der Muttergesellschaft Warner Music Group verwaltet würden. Der neue Vertrag deutet darauf hin, dass zumindest die Beteiligung Slipknots an den Einnahmen aus diesen Masters – nicht die Master an sich – ebenfalls Teil des Deals ist.
Laut Billboard generierte Slipknots Musik in den vergangenen drei Jahren jährlich rund 15,5 Millionen US-Dollar aus Masterrechten; die Verlagsrechte steuerten weitere 5,2 Millionen US-Dollar pro Jahr bei.
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
Hintergründe des Verkaufs
Für HarbourView ist der Erwerb ein strategischer Schritt: Die Investmentfirma baut seit Jahren ein umfangreiches Portfolio im Medien- und Musikbereich auf und hält mittlerweile über 70 Kataloge mit mehr als 35.000 Songs. Zu den prominenten Deals zählen unter anderem Vereinbarungen mit Kelly Clarkson.
Aber auch andere Bands und Künstler:innen wie Queen oder Pink Floyd haben in der Vergangenheit Teile ihrer Kataloge veräußert – Slipknot reihen sich hier in eine Branchenentwicklung ein, die seit mehreren Jahren anhält.
Der entscheidende Vorteil solcher Deals liegt auf Künstler:innenseite in der sofortigen Liquidität: Anstatt über zehn Jahre auf Einnahmen zu warten und das Risiko schwankender Erlöse zu tragen, erhalten Künstler:innen das gesamte Geld auf einen Schlag. Besonders für etablierte Acts, die sich dem Ruhestand nähern oder weniger touren können, kann das finanziell sinnvoll sein. Andernfalls lassen sich so Investitionen schneller tätigen bzw. Projekte zeitnaher realisieren.
Slipknot-Percussionist und Gründungsmitglied Shawn “Clown” Crahan erklärt:
„Nach 25 Jahren im Musikgeschäft haben wir einen Partner gefunden, der bereit ist, das fortzuführen, was Slipknot begonnen hat. Nur wollen sie es noch größer machen. Macht euch bereit. Hail The Knot.“
Durch die Partnerschaft sichert sich HarbourView Anteile an einer der einflussreichsten Metal-Bands ihrer Generation. Von Seiten HarbourView betont CEO Sherrese Clarke, dass Slipknots Einfluss über Jahrzehnte hinweg ein zentraler Faktor für die Investition sei.
„Slipknots Musik hat Heavy Metal neu definiert und ein globales Kulturphänomen geschaffen. HarbourView fühlt sich geehrt, dazu beizutragen, das Werk der Gruppe für die kommenden Jahrzehnte und Generationen zu bewahren und weiterzuentwickeln.“
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
Slipknot: Wann kommt neue Musik?
Apropos weiterentwickeln: Wie Slipknots Schlagzeuger Eloy Casagrande mitteilte, seien neue Songs nach wie vor in der Mache. „Wir sind am Kochen“, sagte er (wir berichteten). Wann wir aber konkret mit einem Nachfolger zu „The End, So Far“ (2022) rechnen dürfen, bleibt offen.
Foto: Jonathan Weiner / Offizielles Pressebild
Latest News
Live-Dates
Feature








