
Ozzfest Dokumentation soll nach 20 Jahren endlich veröffentlicht werden
Bilder, die Geschichte machten.
Wenn unsere Tamara nicht gerade mit ihrem Master in Musikjournalismus eingespannt ist, versorgt sie die Leserschaft mit Rezensionen und Interviews rund um Bands, die eigentlich nur noch unsere Eltern hören. Zu ihren Lieblingsfreizeitbeschäftigungen gehören Till Lindemann und Wacken. Sieht man sie nicht im Club oder durch einen Moshpit tanzen, steht sie hinter dem Tresen und mixt unverschämt gute Cocktails, um mit Freuden ihre Freunde abzufüllen. Neuerdings versucht sie sich auch als Pflanzenmutti und an der E-Gitarre. Ganze 3 Akkorde beherrscht sie schon, einer Karriere in einer Punkband würde also nichts mehr im Weg stehen.
Für einen jeden jungen Metalhead ist es zu einem unerreichbaren Traum geworden, für alle älteren Semester war es ein wahrgewordenes Metal-Paradies. Das Ozzfest, das vom Fürst der Finsternis himself Ozzy Osbourne erstmals 1996 veranstaltet wurde, scheint seit 2018 Geschichte zu sein. Nun gibt es einen nostalgischen Lichtblick für alle Fans.
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In einem aktuellen Interview mit dem Kanal The Metal Voice gibt die Regisseurin Penelope Spheeris an, dass es endlich soweit sei: Nach über 20 Jahren soll ihre Dokumentation „We Sold Our Souls for Rock’N’Roll“ das Licht der Welt erblicken. Der Film begleitet das von Ozzy Osbourne veranstaltete Musikfestival Ozzfest im Jahr 1999.
Doku über das Ozzfest soll endlich erscheinen
Als Headliner gastierten auf der vierten Ausgabe des durch die USA tourenden Metal-Festivals Bands wie Pantera, Slayer, System Of A Down, Slipknot, Godsmack, Deftones, Rob Zombie und natürlich Black Sabbath. Ein Line-Up, das in heutigen Zeiten kaum mehr vorstellbar ist und von dem wir in Deutschland nur träumen können.
Diese schlecht auf YouTube gealterten Erinnerungen will Spheeris nun endlich wieder zum Leben erwecken. Warum dies ganze 20 Jahre dauerte? Nach drei Jahren Arbeit und einigen Problemen wegen Copyright-Streitigkeiten gab Spheeris an, von Osbournes Frau und Managerin Sharon nun endlich die Freigabe erhalten zu haben. Sie sei ganz aus dem Häuschen, den Film nun endlich mit der Welt teilen zu können:
„Ich habe drei Jahre an diesem Film gearbeitet und er wurde nie veröffentlicht. Ich wachte morgens auf, legte mich wieder ins Bett und weinte für eine halbe Stunde, weil der Film nie erschien. Aber jetzt, endlich! Ich meine, es ist mittlerweile ein historisches Dokument des Ozzfest 1999.“
Datum einer Filmpremiere steht noch nicht fest
Wann genau wir mit diesem Streifen Geschichte rechnen dürfen, sei aber noch nicht festgelegt. Spheeris wies daraufhin, dass Sharon Osbourne sehr beschäftigt sei und sie sie nicht damit belästigen wolle:
„Ich werden sie nächste Woche anrufen und werde alles dafür tun, dass dieser Film endlich veröffentlicht wird.“
„We Sell Our Souls For Rock’N’Roll“ erhält Aufnahmen der Auftritte von zehn Bands auf dem Ozzfest 1999, darunter Black Sabbath, Slayer und Slipknot in 30 verschiedenen Städten. Besonders interessant könnte die Dokumentation aber wegen ihres Behind-The-Scenes-Material werden:
„Egal in welche Stadt wir kamen – wir waren zum Beispiel in San Francisco. Und ich fragte ‚Oh wir sind in San Francisco, wo könnte man hier Slayer filmen? In Alacatrazz.‘ Okay. ‚Oh Slipknot. Wo in D.C. könnte ich Slipknot filmen? Ah, vor dem National Monument.‘ Im Film sieht man Slipknot vor dem National Monument und Abraham Lincoln herumlaufen. Ich habe sie in verschiedenen Orten präsentiert und war auch mit vielen der Bands backstage. Gerade mit Ozzy habe ich viel backstage gemacht.“
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Regisseurin Penelope Spheeris ist mit der in der Metal- und Rockwelt allseits beliebten Komödie „Waynes World“ sowie der Dokumentation „The Decline Of Western Civilization III“ über obdachlose junge Punker zu internationaler Bekanntheit gekommen.
Foto: Ross Halfin / Offizielles Pressebild


