Als Redakteurin bei MoreCore.de versorgt Laura ihre Leser:innen mit den heißesten News aus der alternativen Musikszene. Sie hat ein besonderes Faible für Deathcore, aber ihre Liebe zur Musik erstreckt sich über eine breite Palette von Genres. Seit neuestem versucht sich Laura am Schlagzeug – und geht dabei ihren Nachbar:innen gehörig auf den Keks. Immerhin geht es ab und zu auch etwas ruhiger zu, denn neben der Musik zählt Gaming zu ihren liebsten Freizeitbeschäftigungen. Von Baldur's Gate 3 kommt sie seit Monaten nicht los…
Nightwish haben am 20. September ihr zehntes Studioalbum „Yesterwynde“ auf den Markt gebracht. Ein Großteil der Songs überschreitet die Fünf-Minuten-Marke und entspricht somit nicht dem traditionellen „radiotauglichen“ Format. Mit purer Absicht, wie Keyboarder und Haupt-Songwriter Tuomas Holopainen in einem aktuellen Interview mit Thomann Music verrät (via Blabbermouth).
Tuomas Holopainen kritisiert traditionelle Songstrukturen
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„Wir machen das jetzt schon seit fast 28 Jahren so, also warum zum Teufel sollten wir im Moment etwas ändern? Ich finde es wirklich langweilig, dass man immer einen Song unter vier Minuten machen muss – er muss einen Refrain haben, er muss über das Liebesleben von jemandem sprechen oder über zerbrochene Beziehungen. Ich finde das einfach nur langweilig und ermüdend“, gesteht der Musiker. Zwar gebe es für solche Musik „eine Zeit und einen Ort“, aber um eine Geschichte zu erzählen, müsse man sich manchmal eben Zeit nehmen: „Der Song dauert so lange, wie er dauern muss. So einfach ist das.“
Und diese Zeit haben sich Nightwish wirklich genommen. Die erste Single-Auskopplung „Perfume Of The Timeles“ hat eine beeindruckende Länge von über acht Minuten. Der längste Song des Albums, „An Ocean Of Strange Islands“, knackt sogar die Neun-Minuten-Marke.
Das bisher aufwendigste Nightwish-Album
Wie Holopainen im Rahmen der Album-Ankündigung vor wenigen Monaten verraten hat, hat die neue Platte mehr Zeit in Anspruch genommen, als alle vorherigen Nightwish-Alben. Das Ergebnis von dreieinhalb Jahren harter Arbeit.
„Mein Ehrgeiz ist regelrecht in die Höhe geschossen. Ich konnte und wollte den kreativen Prozess einfach nicht loslassen. ‚Yesterwynde‘ wurde im Laufe der Zeit zu einer berauschenden Obsession und zu einem tröstlichen Zufluchtsort für mich. Allen Aspekten der Entstehung – Kompositionen, Texte, Arrangements, Cover, Videos, Mixing und so weiter – wurde mehr Aufmerksamkeit gewidmet als je zuvor.“
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Der Aufwand hat sich letztendlich gelohnt: „Yesterwynde“ schaffte es auf Platz zwei der deutschen Albumcharts.