Wenn unsere Tamara nicht gerade mit ihrem Master in Musikjournalismus eingespannt ist, versorgt sie die Leserschaft mit Rezensionen und Interviews rund um Bands, die eigentlich nur noch unsere Eltern hören.
Zu ihren Lieblingsfreizeitbeschäftigungen gehören Till Lindemann und Wacken. Sieht man sie nicht im Club oder durch einen Moshpit tanzen, steht sie hinter dem Tresen und mixt unverschämt gute Cocktails, um mit Freuden ihre Freunde abzufüllen. Neuerdings versucht sie sich auch als Pflanzenmutti und an der E-Gitarre. Ganze 3 Akkorde beherrscht sie schon, einer Karriere in einer Punkband würde also nichts mehr im Weg stehen.
Nightwish haben sich in diesem September mit ihrem Album „Yesterwynde“ zurück auf den Plan gemeldet. Gar nicht mal sooo selbstverständlich, hatte die finnische Gruppe um Mastermind Tuomas Holopainen im Jahr zuvor angekündigt, für’s Erste keine Konzerte mehr spielen zu wollen. Zum Glück kam es anders.
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Im brandneuen Album „Yesterwynde“ steht diese Unsicherheit aber nicht im Vordergrund – ganz im Gegenteil. Die Band scheint sich ihrer Sache so sicher zu sein, wie eh und je und zaubert mit ihrem zehnten Album erneut ein Meisterwerk aus harten Klängen, orchestralen Elementen und ehrwürdigen Gesangsdarbietungen.
Tuomas Holopainen (Nightwish) zum neuen Album „Yesterwynde“
Im Talk mit Tuomas Holopainen wird schnell klar, dass sich „Yesterwynde“ in natürlichster Form, thematisch, wie musikalisch, in die bisherige Diskografie der Band einfügt. Nicht umsonst ist es der Abschluss einer Trilogie, die mit „Endless Forms, Most Beautiful“ begann, mit „Human. :II: Nature.“ fortgesetzt und mit Album Nummer zehn nun beendet wurde. Holopainen selbst sagt dazu: „Diese letzten drei Alben segeln auf denselben Gewässern – thematisch und musikalisch. In der Vergangenheit konzentrierten sich Nightwish eher auf persönliche Themen, Dinge aus meinem Tagebuch. Es ging oft um Fantasie. Seit ‚Endless Forms, Most Beautiful‘ ging es um Menschen, die Magie von wissenschaftlicher Innovation; etwas Echtes.“
Gemeint sind – grob gesagt – die Gegensätze aus Technik und Natur, die auf „Yesterwynde“ eine große Rolle spielen. Das wird sowohl in den Lyrics klar, als auch in der ganzen Ästhetik des Albums. Es ist wie eine Zeitreise von der Antike bis in unsere Moderne, in der prägende Momente, Stationen und Innovationen abgehandelt werden – mal positiv, mal neutral und auch mal kritisch. Holopainen findet: „Für mich ist es das Coolste auf der Welt. Das Universum, Natur und Wissenschaft – eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration.”
Von der Vergangenheit in die Zukunft
Dennoch ist selbstverständlich nicht alles Gold was glänzt. Hinter Nightwish liegen zwei Jahrzehnte mit zehn Alben, mehreren Mitgliederwechseln und allerlei erschöpfenden Konzerten- und Festivaltourneen. So überraschend wie Nightwish im letzten Jahr ihre letzten Deutschlandkonzerte absagten und ankündigten, auf unbestimmte Zeit nicht mehr auf Tour gehen zu wollen, so unerwartet kam dafür „Yesterwynde“ um die Ecke. Zwar weiß Holopainen selbst wohl ebenso wenig, wie wir, wie genau es in Zukunft mit Nightwish weitergehen wird, er gibt sich dennoch optimistisch: „Diese Band hat viel durchgemacht. Wir überleben einfach und finden neue Wege.“
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Das komplette Interview mit Tuomas Holopainen zum zehnten Nightwish-Album „Yesterwynde“ sowie ein Track-By-Track der prägnantesten Songs findet ihr in unserem brandneuen MoreCore-Printmagazin! Einfach einmal bei eurem Bahnhofskiosk des Vertrauens nachschauen – oder noch einfacher: diesen Link auswählen und auf bestellen drücken!