Wenn unsere Tamara nicht gerade mit ihrem Master in Musikjournalismus eingespannt ist, versorgt sie die Leserschaft mit Rezensionen und Interviews rund um Bands, die eigentlich nur noch unsere Eltern hören.
Zu ihren Lieblingsfreizeitbeschäftigungen gehören Till Lindemann und Wacken. Sieht man sie nicht im Club oder durch einen Moshpit tanzen, steht sie hinter dem Tresen und mixt unverschämt gute Cocktails, um mit Freuden ihre Freunde abzufüllen. Neuerdings versucht sie sich auch als Pflanzenmutti und an der E-Gitarre. Ganze 3 Akkorde beherrscht sie schon, einer Karriere in einer Punkband würde also nichts mehr im Weg stehen.
Kaum zu glauben: Bei den Thrash Metal-Giganten Metallica, der vielleicht größten Metal-Band der Welt, scheint eine gesunde Fehlerkultur gelebt zu werden. So klingt es zumindest, glaubt man den Worten von Frontmann, Sänger und Gitarrist James Hetfield. Der hat in einem aktuellen Interview verraten, dass die Band alles dafür tue, keine reine Hit-Parade zu werden.
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Metallica gehören zu den größten Bands aller Zeiten, die mit ihren Songs „Master Of Puppets“, „One“, „Enter Sandmann“, „Ride The Lightning“ und und und Hymnen für die ewigen Metaljagdgründe geschaffen haben. Kein Wunder, dass ihre Millionen von Fans auf dem ganzen Globus in erster Linie auf die Konzerte kommen, um diese mitzubrüllen.
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Dafür hat Bandchef James Hetfield auch vollstes Verständnis. In einem aktuellen Podcast-Interview gab Hetfield an, zu verstehen, dass die Konzertbesucher wegen den Hits auf die Konzerte kommen. Dennoch habe er an sich, die Band und auch die Fans gewisse Ansprüche. Man müsse auch die Besuchenden fordern: „Wir wissen, dass die Leute das Beste vom Besten hören wollen, aber wir müssen sie auch dazu herausfordern, sich ein paar neue Sachen reinzuziehen.“
Metallica leben eine liberale Fehlerkultur
Metallica möchten auf keinen Fall als „Legacy“-Band wahrgenommen werden; nur alte Hits spielen. Das bedeutet so viel, dass Hetfield, Ulrich, Trujilo und Hammett auf ihren X Konzerten auf der ganzen Welt nicht jedes Mal nur die Hot Rotation abfeuern wollen, die sie bereits seit 20 Jahren im Schlaf spielen können, sondern auch neue Songs, die vielleicht noch nicht so perfekt sitzen. Das birgt allerdings auch Gefahrenpotenzial, dem sich die Band durchaus bewusst ist.
„Alle Fehler sind ein Teil der Show“, führt Hetfield aus. „Bevor wir rausgehen, rufen wir uns zu: Hey, alle Fehler sind gratis.“ Demnach gehören kleine Fehler einfach zu einer Metallica-Show dazu. Und nicht nur gegenseitiges Verständnis innerhalb der Band ist Hetfield wichtig. Auch die offene Kommunikation mit den Fans. Deshalb ist es schon öfter Mal vorgekommen, dass die Band einen Part, den sie vergessen haben, einfach nochmal gespielt haben oder komplett neu angefangen haben, wenn irgendwas nicht stimmte.
Über das Verständnis seiner Fans ist der Metallica-Sänger ebenfalls durchaus happy: „Es ist ein Segen, dass sie uns erlauben, menschlich zu sein. Es gibt also ein Vertrauen, dass man nichts falsch machen kann.“
Im nächsten Jahr geht es dann für Metallica erneut auf USA-Tournee. Bereits in den letzten beiden Jahren hat die Band mit ihrem neuen „No Repeat Weekend“, ein neues Tourkonzept etabliert, an dem die Konzerte an jeweils zwei Abenden mit verschiedenen Setlists stattfanden. Mit im Gepäck hatte die Gruppe ihr neues Album „M72“, das im April 2023 erschien. Natürlich waren auch diese neuen Songs Teil dieser Konzertabende.