Wenn unsere Tamara nicht gerade mit ihrem Master in Musikjournalismus eingespannt ist, versorgt sie die Leserschaft mit Rezensionen und Interviews rund um Bands, die eigentlich nur noch unsere Eltern hören.
Zu ihren Lieblingsfreizeitbeschäftigungen gehören Till Lindemann und Wacken. Sieht man sie nicht im Club oder durch einen Moshpit tanzen, steht sie hinter dem Tresen und mixt unverschämt gute Cocktails, um mit Freuden ihre Freunde abzufüllen. Neuerdings versucht sie sich auch als Pflanzenmutti und an der E-Gitarre. Ganze 3 Akkorde beherrscht sie schon, einer Karriere in einer Punkband würde also nichts mehr im Weg stehen.
An diesem Wochenende werden wohl einige Dance-Music-Fans im SoFi Stadium in Los Angeles nicht schlecht gestaunt haben. Für seine „Trilogy“-Show holte der DJ Illenium ganz besondere Special Guests auf die Bühne.
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Der US-amerikanische DJ und Produzent Illenium feierte an diesem Wochenende ein ganz besonderes Spektakel in der Stadt der Engel. Um dort sein aktuelles Selftitled-Album einer nicht gerade kleinen Anhängerschaft im ausverkauften SoFi Stadium zu präsentieren, scheute der Künstler keine Kosten, Mühen und Briefwechsel, um für eine Riesen Dance-Sause zu sorgen.
Vollkommen elektronisch – wie wir uns aus dem Metal-Bereich so ein DJ-Set dann manchmal vorstellen – wurde es allerdings nicht. Für einige Stücke aus seinem Repertoire holte sich Illenium den ein oder anderen Hochkaräter ans Mikrofon. Neben einigen Namen der Dance- und Rap-Szene, gab es aber auch Support von rockigeren Acts, die auch auf dem aktuellen Studioalbum vertreten sind.
Für den gemeinsamen Track „Nothing Ever After“ stattete Chris Motionless von Motionless In White dem DJ und seinem Publikum einen musikalischen Besuch ab. Zu der Kollaboration mit dem Future-Bass-Virtuosen sagte er:
„Ich hatte das Glück, im Laufe meiner Karriere mit einigen wirklich begabten Künstlern zusammenzuarbeiten, aber keine dieser Erfahrungen war so natürlich und aufregend wie die Zusammenarbeit mit Illenium bei ‚Nothing Ever After‘. Es fühlte sich an, als ob jeder im Raum genau die gleiche Energie teilte und das Lied fügte sich Stück für Stück zusammen. Es ist definitiv meine Lieblingszusammenarbeit geworden, und ich finde es großartig zu sehen, wie so viele große Namen in der EDM-Welt Rockkünstler mitbringen, um etwas Frisches und Neues zu schaffen, in das sich die Fans hineinversetzen können. Ich war bereits vor meiner Zusammenarbeit ein großer Fan von Illenium, und jetzt, nachdem ich gesehen habe, wie er seine Magie entfaltet, habe ich eine noch tiefere Verbindung zur Musik und zum Genre als Ganzes.“
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Und auch Punkrockröhre Avril Lavigne ließ sich nicht lange bitten und performte im gebrandeten Baseball-Shirt ihre Illenium-Single „Eyes Whide Shut“; im Original übrigens ebenfalls mit einem Beitrag von Blink-182-Drummer Travis Barker.
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Diese Kollaborationen kamen nicht von irgendwo: Illenium widmete sein aktuelles Album, das im letzten Jahr erschien, der Zusammenkunft von Dance/EDM-Music und Rock, Metal und Punkrock. Damit wolle er aus eigenen Angaben, seine eigenen musikalischen Wurzeln ehren. Neben Lavigne, Barker und Motionless In White finden sich auf der Platte außerdem die Tracks „Shivering“ mit den Metalcorern Spiritbox und „Back To You“ mit den Pop Punkern All Time Low.
Fotos: Pia Böhl (pia.nopeach) (li.) – Illenium / Offizielles Pressebid (mi.) – Sarah Soria-Galvarro (soga.focus)