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Fire From The Gods: „Rock ist verdammt nochmal nicht tot. Wacht auf, Leute!“

Frontmann AJ Channer im Interview.

VON AM 06/11/2019

Fire From The Gods haben vor kurzem ihr neues Studioalbum „American Sun“ auf den Markt gebracht. Die Platte ist nach dem Debütalbum „Narrative“ aus dem Jahr 2016 der zweite Longplayer der Texaner mit Frontmann AJ Channer. Weiterhin ist es die erste Scheibe, die über das neue Label Eleven Seven/Better Noise Music erscheint.

Wir haben mit Sänger AJ über den Sound und die Songs auf „American Sun“ geplaudert und mit ihm darüber gesprochen, welche anderen Bands ihn und seine Band beeinflusst haben und es noch immer tun.

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Fire From The Gods-Frontmann AJ Channer im Interview mit MoreCore.de

MC | Julia L.: Euer neues Album „American Sun“ kommt mit einem etwas anderen Sound daher als eure erste Platte „Narrative“. Was hat euch dazu bewegt, musikalisch etwas Neues auszuprobieren?

Als Musiker und insbesondere als Rockmusiker muss man sich weiterentwickeln. Meine Band und ich waren in den vergangenen vier Jahren viel auf Tour und haben hart gearbeitet. Wir sind als Band gewachsen und haben uns entwickelt, womit es uns völlig normal erschien, etwas Neues auszuprobieren. Es war nicht unsere primäre Intention, unseren Sound zu verändern und haben erst recht nicht darauf abgezielt, eine breitere Masse zu erreichen. Wir haben einfach die Musik geschrieben, die wir schreiben wollten.

MC | Julia L.: „American Sun“ ist das erste Album, das über Eleven Seven/Better Noise Music erschien. Spielte der Wechsel zu eurem neuen Label auch mit in die Motivation hinein, musikalisch etwas Neues ausprobieren zu wollen?

100%. Eleven Seven/Better Noise Music ist ein Rock-Label. Wir haben zwar nicht zwanghaft versucht, uns dem Konzept anzupassen, wollten aber mit dem Wechsel auch unseren Sound auf ein neues Level bringen. Uns war klar, dass unsere Beziehung zu unserem neuen Label funktionieren muss, um die Message unserer Musik hervorzubringen und mehr Menschen damit zu erreichen.

MC | Julia L.: Welche Songs auf „American Sun“ unterscheiden sich am stärksten voneinander?

Die Platte hat zwölf Songs und ALLE unterscheiden sich voneinander, weil wir gegen den Strich arbeiten. In einer Welt, die sich spaltet und auseinanderlebt, wollen wir eine Kraft sein, die die Gesellschaft vereint. Das politische und soziale Umfeld, in dem wir heute leben, entzweit die Menschheit. Das Motto unserer Platte ist „In us we trust“ und genau das wollen auch wir sein: Füreinander einstehen und miteinander verbunden sein.

MC | Julia L.: Welcher der neuen Tracks wird wohl live am besten funktionieren?

„Right Now“, da der Song im Augenblick der bekannteste Track ist.

MC | Julia L.: Welcher Song auf „American Sun“ ist der persönlichste?

„Out Of Time“. Der Song sticht am meisten aus der Tracklist des Albums heraus und handelt von Depressionen und psychischen Problemen. Der Song ist zwei sehr engen Freunden gewidmet, die mit derartigen Problemen zu kämpfen hatte und den Kampf letzten Endes verloren haben, noch während wir in den Aufnahmen zum Album steckten. Sowohl die Band als auch ich waren gut mit den beiden befreundet. Der Song handelt von der emotionalen Last, mit der sie zu kämpfen hatten und wie sehr diese Last einen in seinem Leben beeinflussen kann.

Anmerkung der Redaktion: Solltest du selbst das Gefühl haben, dass du dich in einer belastenden Situation befindest, dann kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst du anonym Hilfe von Beratern, die mit dir Auswege aus schwierigen Situationen finden und eine tolle Stütze sein können. Danke, dass du es versuchst!

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MC | Julia L.: Der Song „They Don’t Like It“ ist eine Kollaboration mit P.O.D.-Frontmann Sonny Sandoval. Siehst du Ähnlichkeiten zwischen der Musik von P.O.D. und der Musik von Fire From The Gods?

Ja! Die Musik von P.O.D. hatte einen starken Einfluss auf mich als Fan von Rock und Metal. Wir sind sehr glücklich darüber, jemanden wie Sonny auf unserem Album zu haben.

MC | Julia L.: In den USA seid ihr gerade mit Five Finger Death Punch, Three Days Grace und Bad Wolves auf Tour. Inwiefern inspiriert euch das Touren mit anderen Bands beim Schreiben neuer Musik?

Five Finger Death Punch sind aktuell eine der einflussreichsten Bands weltweit. Es ist erstrebenswert, als Band ebenso weit zu kommen. Dank der breiten Fanbase haben wir außerdem die Möglichkeit, unsere Musik mehr Leuten nahe zu bringen, als es uns bis dato möglich war.

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MC | Julia L.: Zu welchen anderen Bands schaut ihr sowohl musikalisch als auch privat auf?

Ich bin ein großer Fan von Slipknot – wie soll es auch anders sein? Ich würde mir wünschen, eines Tages so viel Einfluss zu haben wie sie und eines Tages vielleicht sogar mit ihnen auf Tour zu gehen.

MC | Julia L.: Die Leute sagen immer, der Rock sei tot, obwohl die Verkaufszahlen von Alben in den Genres Rock, Metal und Punk etwas anderes sagen. Stimmst du zu oder widersprichst du?

Ich widerspreche! Rock ist verdammt noch mal nicht tot. Wacht auf, Leute!

Foto: Fire From The Gods / Offizielles Pressebild

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