
Julia L. ist die zweite Julia im MoreCore-Bunde und ergänzt das Team gerne mit Rezensionen, News, Live-Berichten sowie kleineren und größeren Schreibarbeiten. Als Germanistin aus dem schönen Hessen ist sie ständig hin- und hergerissen zwischen “da ist ein grammatikalischer Fehler im Satz!” und “am liebste tät isch de ganze Tach nur hessisch babbele”. Tippt sie nicht gerade wie wild auf der Tastatur rum, um irgendetwas zu Papier zu bringen, findet man sie gerne mit ihrem Hund im Feld oder auf Shows und Konzerten im Rhein-Main-Gebiet. Für einige Bands fährt sie aber auch gerne mal nach NRW, Rheinland-Pfalz, Bayern oder Baden-Württemberg. Autofahren tut sie auch besonders gerne und hat dabei am liebsten gute Musik laufen. Leider will wegen der bei ihren Freunden verhassten “Schreimusik” kaum jemand mitfahren. Umso besser, denn dann hört niemand, wie schief sie mitsingt!
Einer kleiner Zwischenstopp im Rahmen des Festival-Runs.
Trivium sind eine dieser Bands, die irgendwie einfach immer abliefern. Wenn sie etwas versprechen, dann halten sie es auch, selbst wenn Frontmann Matt Heafy frisch am Knie operiert wurde. So geschehen vor wenigen Wochen – und trotzdem sind er und seine Band wie selbstverständlich auf dem Festival-Run in Europa unterwegs.
Im Rahmen ihrer Auftritte bei haben sie am Sonntagabend halt in Frankfurt gemacht – die einzige Headliner-Show in Deutschland auf ihrer Sommertour. Zum „Einheizen“ hatten sie sich für’s Vorprogramm Defects geschnappt, wobei die Temperaturen in Hessen schon wieder so hochgeklettert sind, dass gar nicht mehr geheizt werden musste.
Defects
Um 20 Uhr eröffnete die noch recht junge Metalcore-Band Defects den Abend. Die Batschkapp war schon gut (deutlich besser als wenige Tage zuvor bei einem anderen Metalcore-Konzert in ebenjener Location) besucht. Defects stammen aus UK und gründeten sich erst 2021. Vergangenes Jahr erschien mit „Modern Error“ das erste Album der Formation sowie ein Jahr zuvor die EP „Broken Bloodlines“.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Bryan Reinsch (iknowimlatesorry)
In ihrem halbstündigen Set mit immerhin sechs Stücken bewiesen sie, dass sie ihr Handwerk absolut beherrscht. Zugegeben – die Band erfindet den Metalcore jetzt nicht neu. Eigentlich schlägt die Truppe genau in die Kerbe, die Trivium in ihrer Anfangszeit mit anderen Genrevertretern eingeritzt haben. Aber passender hätten die Herrschaften ihr Vorprogramm dann ja auch nicht wählen können, oder?
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Bryan Reinsch (iknowimlatesorry)
Ein besonderes Highlight: Frontmann Tony begab sich zwischendrin zweimal in die Crowd, um gemeinsam mit ihnen zu singen und zu feiern. Starkes Set, das sicherlich in Erinnerung geblieben ist!
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Bryan Reinsch (iknowimlatesorry)
Trivium
Nach einer kurzen Luftschnapp-Pause ging’s dann pünktlich um 21 Uhr mit dem Haupt-Act des Abends weiter. Die Batschkapp war, trotz dessen, dass sie nicht ganz sold out war, gefühlt proppevoll. Warm war’s aber allemal, was wohl auch Matt Heafy fand, der direkt oberkörperfrei die Bühne betrat. Bei der letzten Show in Frankfurt im Rahmen der „The Poisoned Ascendancy Tour“ mit Bullet For My Valentine zog er erst später blank. War aber auch im Februar, also noch ein bisschen kälter.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Bryan Reinsch (iknowimlatesorry)
Mit „Rain“, „Pull Harder“ und „Like Light To The Flies“ eröffneten Trivium ihr Set gleich mit drei Bangern, die das Publikum schon aus der Reserve lockte, ohne dass es da eigentlich wirklich rausgelockt werden musste. Alle Besucher hatten von Sekunde 1 an Bock und grölten lautstark (manch einer zu lautstark) mit.
Während im Februar bei der Tour logischerweise „Ascendancy“ im Fokus stand und von vorne bis hinten mit wenigen Add-ons (u.a. „In Waves“) durchgespielt wurde, haben Trivium für den Sommer-Run ihr Best-Of ausgekramt. Von ihren bisher zehn Studioalben gab es ein schönes Potpourri – ein Highlight konnte man wahrlich nicht ausmachen, da alle Stücke auf riesen Freude im Publikum stießen. Auch der neuste Streich „Bury Me With My Screams“, der erst kurz vorher zusammen mit einer EP-Ankündigung erschien, durfte natürlich nicht fehlen.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Bryan Reinsch (iknowimlatesorry)
Matt Heafy ließ sich seine Knie-OP nicht anmerken und agierte flink wie eh und je mit seinen Bandkollegen. Gut, ist jetzt nicht so, dass er wie ein Flummi über die Bühne gehüpft ist, aber das tut er ja auch zugegebenermaßen sonst nicht, sondern spielt straight sein Set ab. Statt Schmerzen gab es Scherze und ein paar Deutsch-Phrasen hatte er auch für seine Fans. ALLE happy.
Ein paar wenige Auftritte stehen noch an, u.a. beim Reload Festival, dann ist erstmal Schluss mit Touren in Europa. Nach dem rundum gelungenen Konzertabend in der Batschkapp hoffen wir jedoch sehr bald auf Nachschub!

Trivium
Trivium ist eine 1999 gegründete Band aus Orlando, Florida. Sänger Matt Heafy ist das einzige verbliebene Gründungsmitglied. Seit 2003 ist Corey Beaulieu Gitarrist sowie seit 2004 Paolo Gregoletto Bas…
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