Obwohl einige Fans bereits seit mehreren Stunden im Regen vor der Lanxess Arena in Köln warteten, füllte sich die ausverkaufte Arena eher schleppend. Grund dafür könnte die Wahl der Support-Acts sein. Während sich auf der USA-Tour von MGK unter anderem Größen wie Avril Lavigne, Willow Smith, Pvris und Travis Barker abwechselten, fiel die Wahl der Support Acts für die Europa Tour auf die eher noch unbekannten 44Phantom und Iann Dior.
44Phantom
Aller Anfang ist schwer. Pünktlich um 19:15 Uhr leitete 44Phantom die Show ein. Jedoch war der Start eher holprig. Neben einigen versemmelten Tönen hatte man das Gefühl, dass auch das Timing nicht zu seinen Stärken gehört. Nach dem 2. Song aber begrüßte er das Publikum, was ihm die anfängliche Nervosität nahm. Sowohl er als auch das Publikum tauten langsam auf. Der Sound wurde besser und auch die Band versuchte, gute Laune zu verbreiten. Mit seinem bekanntesten Hit „Problems“ verabschiedete er sich nach einer knappen halben Stunde bereits wieder und traf danach noch einige Fans zu einer Fotosession am Merchandise-Stand.
Iann Dior
Nach einer viertelstündigen Pause betraten Iann Dior und sein Gitarrist die Bühne. Mit dem Song „Live Fast Die Numb“ löste der 23-jährige direkt eine super Stimmung aus. Hier wurde schnell klar, dass er schon etwas mehr Bühnenerfahrung gesammelt hatte. Neben vielen ans Publikum gerichteten Ansprachen sorgte Iann Dior auch mit seinem Outfit für Aufmerksamkeit. Nachdem der Sänger bemerkt hatte, dass seine Winterjacke wohl doch zu warm gewesen war und er diese auszog, löste sich ein Band von seiner Hose. Als hätte man es nicht geahnt, stolperte er später darüber, stoppte das Intro des nächsten Songs und richtete seine Kleidung. Schließlich kam er zu seinem größten Hit „Mood“, der selbst die Leute auf den Rängen aus ihren Sitzen riss.
Als dann in der Umbaupause vor Machine Gun Kelly aus allen Boxen laut „Welcome to the Black Parade“ von My Chemical Romance ertönte und sich das Publikum überall singend in den Armen lag, war klar, dass es jetzt bald losgehen musste. Auch die langsam unbequemen, harten Sitze trugen wahrscheinlich dazu bei, dass das gesamte Publikum aufsprang, als Colson Baker alias Machine Gun Kelly die Bühne betrat.
Machine Gun Kelly
Zu Beginn wurde ein Video auf den riesigen Monitoren abgespielt. Man sah MGK in einer Kiste zwischen Styroporbohnen sitzen. Er telefonierte per Facetime mit einem Piloten (ebenfalls gespielt von ihm). Mit den Worten „I think the Internet put me in a box“ verkündete er das Thema der Show, welches sich durch den gesamten Abend zog. Danach richteten sich die Lightspots auf einen Helikopter, der über der Bühne hing. Während dieser bei vergangenen Shows über das Publikum hinweg durch die Hallen flog und Machine Gun Kelly einen spektakulären Auftritt ermöglichte, blieb dieser in der Lanxess Arena an Ort und Stelle. Er flog lediglich hoch und runter.