
Natascha ist das Hufflepuff-Mädchen mit dem Slytherin Gesicht - und wenn ihr nicht so nerdig seid, auch nicht schlimm. Auf den ersten Blick sieht unsere Natascha zwar aus wie ein typisches süßes Girly, kann aber ein mindestens genauso guter Bro sein. Sie ist fester Bestandteil des MorecoreTV Teams und unser weiblicher Host der MorecoreTV Show. In Interviews fühlt sie gerne Musikern auf den Zahn und möchte den Menschen hinter dem Künstler hervorlocken. Die charmante brasilianische Art hilft dabei an der ein oder anderen Stelle. Man könnte fast behaupten, dass sie die Palina Rojinski der Core Szene ist, ...oder wird - die Maße stimmen, weitestgehend.
Wenn die Enkelkinder abgehen!
Es ist Mittwoch, meine Kerl:innen! Die einen tragen heute pink, die anderen – so wie ich – fahren nach Köln ins Carlswerk Victoria, um sich eine ausverkaufte Grandson-Show anzuschauen. Kaum angekommen, war es auch nicht wirklich schwer, den Weg zur Location zu finden, denn man musste nur den ganzen Alt-Kids folgen, die sich in Scharen auf den Weg zum Carlswerk machen.
Trotz ausverkauftem Saal hatte man genug Platz in der Halle, um sich „frei“ zu fühlen. Wenn man so den Blick durch die Halle schweifen lässt, fällt doch ein recht junges Publikum auf, das jüngste „Grandchild“ (so nennt Grandson seine Fans liebevoll) war dabei vielleicht 8 oder 10 Jahre alt. Das nenne ich mal gute musikalische Erziehung!
Instagram Post
Noisy – Wie viel Bass wollt ihr? JA!!!
Supportact des Abends sind Noisy. Um Punkt 20:00 Uhr geht das Hauptlicht aus, das Trio aus UK betritt die Bühne und begrüßt das Publikum, welches lautstark die Band empfängt. So richtig starten können die Jungs allerdings nicht, da das Equipment nicht so recht mitmachen will. Sänger Cody bleibt souverän und interagiert sympathisch mit der Menge und auch diese lässt sich von dem kleinen Malheur nicht runterziehen.
Nach ein paar Minuten geht es dann los und man fühlt sich direkt, als ob man in einer Folge Skins UK dabei wäre. Das Publikum ist zwar bei den ersten drei Songs noch etwas verhalten, was die Bewegung betrifft, aber nach dem dritten Song lockern sich dann auch bei den letzten die Gliedmaßen und es wird mitgefeiert.
Es ist wirklich schön zu sehen, dass die Menge Noisy so herzlich willkommen heißen und ihnen so eine unvergessliche erste Show in Köln bieten können, aber die Jungs machen es auch einem nicht schwer und erfüllen ihre Aufgabe als Support mit Bravur.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Philipp Mirschel (stray.view)
Grandson
Um 21:10 ertönt „Bohemian Rhapsody“ von Queen und die Menge ist „on fire“. Textsicher wie eh und je wird jede Strophe mitgegrölt. Im Anschluss folgt Intro Nummer 2: „8 Mile“ von Eminem – und weil zwei Intro-Songs nicht genug sind, legt Grandson noch einen dritten obendrauf. Zu „Two Along Their Way“ läuft er ein und wird von den Fans lautstark empfangen. Alle guten Dinge sind wohl drei, wa? Mit „Drones“ wird dann die Show eröffnet und die Menge ist aus dem Häuschen. Nach den ersten drei Songs richtet sich Grandson dann ans Publikum, begrüßt seine „Grandchildren“ und bedankt sich für deren Erscheinen.
Get out of the moshpit if you have a problem with it, if it looks like fun, get in. But please guys, the moshpit needs to be safe for everyone! Tosender Applaus – ich habe, ungelogen, selten eine so laute Crowd wie diese erlebt.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Philipp Mirschel (stray.view)
Die Setlist ist üppig und bietet einen guten Mix aus Fan-Favoriten, Oldies und brandneuen Grandson-Songs vom aktuellen Album „I Love You I’m Trying“, welches im Mai diesen Jahres erschienen ist. Zwischen wildem Gespringe gibt es auch ruhigere, emotionalere Stellen im Set, wie beispielsweise bei „Eulogy“ oder „Rain“.
Der emotionalen Höhepunkt der Show wurde aber beim Song „Heather“ erreicht. Grandson stellt sich mitten in die Menge und singt gemeinsam mit und für seine Fans den Song. Die einzige Lichtquelle sind dabei die Handylichter der Fans – ein ganz magischer und sehr nahbarer Moment.
„Show up for yourself and I’ll show up for you. Happiness isn’t a destination, it’s not about arriving, it’s about holding on to the moment.“
Nach diesem doch sehr, sehr emotionalen Part der Show, bei dem auch das ein oder andere Tränchen geflossen ist, sagt Grandson selbst, dass wir nun die Stimmung ganz schnell wieder heben müssen und stimmt den Song „Despicable“ an.
Nach einer wirklich beeindruckend langen Setlist von sage und schreibe 22 Songs beendet Grandson sein Set mit „blood//water“. Geübte Konzertbesucher wissen aber, dass der letzte Song nicht automatisch der letzte Song ist. Als wirklich finale Zugabe wird „Riptide“ serviert, den Grandson seinem Freund und Mentor Mike Shinoda von Linkin Park widmet.
Abermals tosender Applaus der Menge, bevor sich die Enkelkinder um Viertel vor elf auf den Heimweg machen. Sowohl Grandson-Newbies als auch Hardcore-Fans sind heute Abend auf ihre Kosten gekommen. Die Künstler hatten spürbar Bock und konnten das Publikum mit ihrer Energie anstecken, sodass es für alle ein rundum schöner und unvergesslicher Abend war. Eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle.

Grandson
Grandson ist ein US-amerikanisch-kanadischer Musiker aus Toronto in der kanadischen Provinz Ontario. Er heißt mit bürgerlichem Namen Jordan Edward Benjamin. Geboren wurde er in New Jersey, zog zusamme…
71 Artikel auf MoreCore
Zur Bandseite