Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Philipp Mirschel (stray.view)
Immer noch mit viel Energie
Dass Bullet For My Valentine auch zwanzig Jahre nach „The Poison“ noch jede Menge Energie versprühen, macht die Band um Frontman Matt Tuck von der ersten Sekunde ihres 75 Minuten langen Sets klar. Das Bühnenbild ist aufwendig gestaltet, der Sound ist sehr ordentlich und auch stimmlich kann Matt Tuck durchaus überzeugen. Das war bekanntlich in der Vergangenheit nicht immer der Fall. Doch mit der Unterstützung von Jamie Mathias, der inzwischen auch schon seit zehn Jahren mit dabei ist, können die Waliser an diesem Abend auch gesanglich überzeugen. „The Poison“ von vorne bis hinten live zu hören ist natürlich für jeden Fan ein ganz besonderes Erlebnis. Man merkt der Band zwar an, dass Songs wie „Room 409“ oder „Hit The Floor“ in den letzten Jahren gar nicht bis selten gespielt worden. Auch tut sich Tuck hier gesanglich teilweise sehr schwer. Gänsehautmomente sind dennoch garantiert. Auch und vor allem, als Matt Tuck erklärt, nach dem UK sei Deutschland das Land, in dem die Band am liebsten tourt. Hach, wie schön. Zum Abschluss gibt es dann noch mit „Knives“ und „Waking the Demon“ eine Zugabe, die eine starke Show perfekt abrundet.
Trivium
Nach dem Headliner ist – vor dem Headliner. Denn nach 75 Minuten Bullet For My Valentine warten noch einmal 75 Minuten Trivium auf uns. Erstmal muss aber eine gute halbe Stunde Umbaupause überbrückt werden. Das scheint aber kein Problem zu sein. Ein Massenexodus findet jedenfalls nicht statt. So ist die Halle noch genau so voll wie bei Bullet For My Valentine als um 21.35 Uhr das Intro „The End of Everything“ ertönt und Trivium die Bühne betreten. Was folgt, ist ein einziger Triumphzug. Der Sound ist wirklich gut, Matt Heafy ist wie eigentlich immer gut aufgelegt und die Fans sind fast noch ekstatischer als bei Bullet For My Valentine. Da stört es auch wenig, dass das Bühnenbild etwas schlichter gestaltet ist als zuvor. So passt es letztlich auch besser zu Trivium.