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Stellar Circuits im Interview: „Prog ist in meinen Augen ein schmutziges Wort“
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Interview

Stellar Circuits im Interview: „Prog ist in meinen Augen ein schmutziges Wort“

Prog oder nicht Prog?

Lisa Scholz/6. Jun. 2023· Aktualisiert 2. April/4 Min.Foto: Maq Brown / Offizielles Pressebild
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Lisa Scholz


Stellar Circuits stammen aus Winston-Salem im US-amerikanischen Bundesstaat North Carolina und bringen am diesem Freitag ihren zweiten Langspieler „Sight To Sound“ auf den Markt. Den Release nehmen wir zum Anlass und klopfen bei der Band mit sieben Fragen an die Tür. Sänger und Fronter Ben Beddick sowie Bassist Jesse Olsen nehmen sich Zeit für uns.

Stellar Circuits im Interview

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MC: Wie würdet ihr eure Musik in drei Worten beschreiben?

SC, Jesse: „Atmosphärisch, melodisch und aggressiv.“

MC: Stellar Circuits werden oft als Progressive Metal-Band beschrieben. Würdet ihr dem zustimmen? Was ist eure Interpretation von Prog Metal?

SC, Ben: „Das ist schwer zu sagen… Ich und wir in der Band lieben progressive Musik, aber um ehrlich zu sein, ist „Prog“ in meinen Augen ein schmutziges Wort. Es lässt mich an Musik denken, die sehr gekünstelt und intellektuell ist, im Gegensatz zu gefühlvoll und emotional. Am liebsten mag ich Musik, die progressiv und interessiert ist, aber dennoch in der Vertrautheit verankert ist, die wir an Musik kennen und lieben.“

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MC: Ihr habt ein Statement veröffentlicht, in dem ihr sagt, dass die Hörer:innen das 5. Mitglied der Band sind und dass ihr euch ein aktives Zuhören sowie Mitwirken an der Musik wünscht. Was versteht ihr darunter und warum ist das für euch wichtig?

SC, Ben: „Wir haben das Gefühl, dass wir unseren Zuhörer:innen ein bisschen mehr abverlangen als den durchschnittlichen 3-Minuten-Bopper auf den Mainstream-Playlisten… das ist uns aber nicht entgangen und wir schätzen diejenigen, die bereit sind, sich darauf einzulassen. Ich habe das Gefühl, dass es eine viel größere Belohnung gibt, wenn man aktiv zuhört und einen Teil von sich selbst in die Musik investiert, die man aufnimmt. Meine Lieblingsmusik war schon immer das, was lange im Gedächtnis bleibt. Etwas, das vielschichtig ist und das einen bei näherer Betrachtung und weiterem Hören immer wieder überrascht… Wir alle lieben immer noch viele leicht genießbare und oberflächliche Musik, aber für mich bleibt sie nie sehr lange im Gedächtnis. Erst wenn ich mich auf etwas eingelassen habe, bekomme ich die Belohnung und den Erfolg auf dem Höhepunkt des Songs oder des Albums oder des Films oder was auch immer für ein Kunstwerk ich aktiv erlebe. Ich denke, das ist das Wichtigste, was wir unseren Zuhörern bieten wollen. Ein Erlebnis.“

MC: Ihr steht kurz vor der Veröffentlichung eures neuen Langspielers „Sight To Sound“. Wie habt ihr euch im Vergleich zu eurem ersten Album „Ways We Haunt“ verändert?

SC, Ben: „Ich denke, unser Schreibstil hat sich natürlich weiterentwickelt, weil wir alle andere Menschen sind als die, die wir waren, als unser letztes Album herauskam. Fünf Jahre sind eine lange Zeit… wir sind seitdem alle so sehr gewachsen. Nicht nur musikalisch, sondern auch persönlich. Wir hatten viele Höhen und Tiefen als Freunde und Familie, aber ich glaube, diese Dinge haben uns letztendlich als Band stärker gemacht.“

MC: Welcher ist euer Lieblingssong auf „Sight To Sound“ und warum?

SC, Jesse: „Es steht Unentschieden zwischen „Where Were You?“ und „Truthseeker“. Ich hatte schon immer eine besondere Vorliebe für „WWY“, seit er geschrieben wurde. Es ist eine so schöne Reise durch etwas, das sich wie ein Traum anfühlt. Es gleitet wirklich dahin und hat ein bisschen was von einem Upbeat, was für uns ungewöhnlich ist. „Truthseeker“ kratzt an einer ganz anderen Stelle. Es ist eines der Lieder, die den Test der Zeit überstanden haben, denn nachdem ich ihn gehört habe, ist er Monate später in meinem Kopf zu einem Favoriten herangewachsen.“

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MC: Wo würdet ihr gerne mal live spielen? Habt ihr ein bestimmtes Festival, eine Stadt oder eine Venue auf dem Schirm?

SC, Ben: „Ein Traum von mir war es schon immer, in Australien auf Tour zu gehen. Es scheint einfach ein so einzigartiger Ort zu sein. Das wäre eine großartige Erfahrung und ich hoffe, dass wir diesen Traum sehr bald verwirklichen können… Ganz oben auf unserer Liste steht auch eine Europatournee. England. Frankreich. Deutschland – wir können es kaum erwarten, für euch alle zu spielen. Sehr bald!“

MC: Was können wir von Stellar Circuits in der Zukunft erwarten? Was sind eure Pläne und Wünsche?

SC, Jesse: „Wir sind wirklich aufgeregt, diese neue Musik zu veröffentlichen und planen, mit diesem Album eine Weile zu touren. Wir konzentrieren uns hauptsächlich auf das Schreiben, wenn wir nicht auf Tour sind, und wir freuen uns sehr darauf, einen beständigeren Veröffentlichungszeitplan für zukünftige Releases zu haben. Wir hoffen, dass die Leute dieses Album hören und dass es einen Eindruck hinterlässt.“

Foto: Maq Brown / Offizielles Pressebild

#Nuclear Blast Records#Stellar Circuits

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