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Atreyu-Frontmann Brandon Saller: „Wir schreiben nie zweimal das gleiche Album“
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Interview

Atreyu-Frontmann Brandon Saller: „Wir schreiben nie zweimal das gleiche Album“

Der Musiker über "Baptize", kreative Prozesse und die Zusammenarbeit mit Kollegen.

Kevin Postir/2. Jun. 2021· Aktualisiert 1. April/4 Min.Foto: Atreyu / Offizielles Pressebild von Spinefarm Records
K

Kevin als das MoreCore-Nordlicht zu bezeichnen, würde wahrlich zu kurz greifen. Zwar ist der leidenschaftliche St.Pauli-Fan in Hamburg zuhause, hat aber unverkennbar sowohl rheinländische als auch italienische Wurzeln. Genau so vielfältig wie sein Stammbaum sind auch seine Aufgaben bei MoreCore. Teil des Headquarters, Feel Good Manager und Redakteur auf allen Ebenen. Wie man daneben noch Zeit für Langstreckenläufe und den Viersaiter in einer Pop Punk-Band findet, weiß wohl nur Kevin selbst. Aber egal, was er macht: Er macht es gut und mit ganz viel Herzblut.


Am 04. Juni feiern die Mannen von Atreyu den Release ihr achten Studioalbums „Baptize“. Ein guter Anlass, um der Band vorab ein paar Fragen zum Schaffensprozess des neuen Albums zu stellen und herauszufinden, worauf wir uns auf der neuen Platte freuen dürfen.

Kevin nutzte die Gunst der Stunde und sprach mit Brandon Saller über den Sound des neuen Albums, der Quelle ihrer Kreativität und die Zusammenarbeit mit Matt Heafy (Trivium), Jacoby Shaddix (Papa Roach) und Travis Barker (Blink 182).

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Brandon Saller von Atreyu im Interview

Kevin | MC: Wie verlief 2021 für dich und die Band?

Brandon: Sehr gut! (auf Deutsch geantwortet) Wir haben drei neue Songs veröffentlicht und die Leute lieben sie absolut. Wir haben 2,25 Millionen monatliche Hörer auf Spotify erreicht, was eine riesige Leistung für uns ist. Am 04. Juni werden wir „Baptize“ veröffentlichen und wir könnten nicht aufgeregter sein.

Kevin | MC: Wie würdest du den Sound von „Baptize“ beschreiben?

Brandon: „Baptize“ ist ohne Zweifel meine Lieblingssammlung an Songs, die wir bisher geschrieben haben. Das Album nimmt dich mit auf eine Reise – es wird dich zum Headbangen, Lachen, Weinen, gegen eine Wand schlagen und deine Freunde anrufen, um ihnen zu sagen, dass du sie liebst, bringen.

„In Our Wake“ konzentrierte sich auf das Äußere und wie wir mit der Welt um uns herum interagieren, aber „Baptize“ konzentriert sich auf das innere Abenteuer, auf das wir uns begeben müssen, um die bestmögliche Version von uns selbst zu sein.

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Kevin | MC: Welche Ziele setzt man sich als Band, die mit vergangenen Alben so erfolgreich war, für ein neues Album?

Brandon: Wir sind eine Band, die nie zweimal den gleichen Song oder das gleiche Album schreiben wird. Wir wollen unser künstlerisches Selbst immer herausfordern, tiefer zu graben und neue Dinge auszuprobieren. Dieses Ziel haben wir mit diesem Album sicherlich erreicht!

Kevin | MC: Atreyu gibt es nun schon seit mehr als 20 Jahren, wie hältst du dich kreativ?

Brandon: Wir alle sind auf unsere eigene Weise unendlich kreativ. Wir haben das Glück, dass wir einen ständigen Quell an Kreativität haben, aus dem wir schöpfen können. Als wir zum Beispiel „Baptize“ fertig hatten, schauten wir uns alle um und sagten: „Aber… ich will noch nicht fertig sein!“ Wir hätten zu 1000% ein ganzes zweite Album schreiben können.

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Kevin | MC: Ist es ein Ziel, den Puls der Zeit zu treffen, oder geht ihr eher euren eigenen Weg?

Brandon: Was auch immer wir wollen. Die größten Künstler aller Zeiten waren großartig, weil sie das taten, was SIE lieben. Nicht das, wovon sie dachten, dass es ihnen Geld oder Ruhm bringen würde. Wir tun, was wir lieben und unsere Fans ziehen da mit uns, weil wir dem treu bleiben.

Kevin | MC: Wie war die Zusammenarbeit mit John Feldmann? Hat er als Produzent ebenfalls Einflüsse einbringen können oder wie sah seine Rolle auf „Baptized“ aus?

Brandon: Wir lieben es absolut, mit Feldmann zu arbeiten. Dies ist unser drittes Album mit ihm, und sein „koffeinhaltiger Wirbelwind“-Stil beim Schreiben und Aufnehmen passt gut zu uns. Er ist ein Meister darin, die Botschaft und die Kraft der Melodie auf den Punkt zu bringen und eine Reflexion dessen zu schaffen, was wir als Künstler in diesem Moment sind.

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Kevin | MC: Ihr habt über eure Socials auch Reaction-Videos von anderen Künstlern verbreitet. Wie ist es, Reaktionen von Kollegen in einer so direkten Art und Weise zu erhalten?

Brandon: Sie waren großartig! Ich habe das „Catastrophe“-Video geschnitten und alle Beteiligten schienen den Song sehr zu genießen. Es war schwer, die richtigen Momente zum Schneiden zu finden, da alle lustige Reaktionen hatten.

Kevin | MC: Wie kamen die Features zustande?

Brandon: Matt Heafy (Trivium) ist ein alter Freund von uns und ein extrem talentierter Mensch. Er hat SEHR gute Arbeit bei seinem Feature geleistet und seine ganze Seele in seine Rollen gesteckt. Wir kennen Jacoby (Papa Roach) schon eine ganze Weile, und wir alle sind Fans seiner Arbeit. Seine Energie ist ansteckend und hebt definitiv den Spannungspegel des Songs. Travis Barker (Blink 182, +44) ist wahrscheinlich der größte Schlagzeuger unserer Generation. Ihn bei „Warrior“ dabei zu haben, war eine absolute Ehre.

Foto: Atreyu / Offizielles Pressebild von Spinefarm Records

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