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Alpha Wolf: „Man darf heutzutage so heavy sein, wie man will. Das kommt uns entgegen.“
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Interview

Alpha Wolf: „Man darf heutzutage so heavy sein, wie man will. Das kommt uns entgegen.“

Lochie Keogh und Sabian Lynch im Talk beim Jera On Air.

Mauritz Hagemann/21. Jul. 2024· Aktualisiert 2. April/4 Min.Foto: Nico Kearns
M

Mauritz Hagemann


Für Alpha Wolf war ihre diesjährige Show beim Jera On Air eine Premiere. Doch die Band, die auf der zu Australien gehörenden Insel Tasmanien zuhause ist, war in den letzten Jahren mehr oder weniger nonstop auf Tour. Keine Frage, dass irgendwann auch ein Auftritt beim Jera On Air dazugehören musste. Wie uns Sänger Lochie Keogh und Gitarrist Sabian Lynch im Interview berichten, gehen die Energiereserven der Band aber allmählich zu Ende. Das bedeutet aber nicht, dass bei Alpha Wolf nicht weiter fleißig an Zielen für die Zukunft gearbeitet wird.

Alpha Wolf: Eine Tour nach der anderen

Spätestens seit dem Ende der Corona-Beschränkungen haben Alpha Wolf eine Tour nach der nächsten mitgenommen. Eine Situation, von der die Band zu Beginn der Karriere nur träumen konnte, wie Gitarrist Sabian Lynch berichtet.. Immerhin gibt es Alpha Wolf schon seit über zehn Jahren. „In den ersten Jahren sind wir nicht aus Australien herausgekommen. 2019 sind wir dann zum ersten Mal nach Europa gekommen. Und jetzt kommen so viele Angebote für Touren, das ist schon unglaublich.“ Ob es sich dabei um Headliner- oder Support-Touren handelt, ist der Band nicht so wichtig.

Schließlich habe alles seine Vor- und Nachteile. „Natürlich sind Headliner-Touren toll, weil die Fans vor allem für uns da sind. Aber es kann bei Support-Shows auch sehr entspannt sein, weniger Stress und Verantwortung zu haben. Im besten Fall kommen wir nach einer Support-Show einige Zeit später mit einer Headliner-Show an einen Ort zurück.“, fasst Lochie Keogh die Gemütslage der Band zusammen.

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Der Traum vom Wrestling

Support-Shows sind darüber hinaus natürlich immer eine gute Gelegenheit, den eigenen Horizont zu erweitern und andere Bands kennenzulernen. Zum Beispiel Motionless in White, die bei Sabian Lynch und Lochie Keogh in jeglicher Hinsicht Eindruck hinterlassen haben. „Motionless in White ist einfach eine unfassbar beeindruckende Band. Ich hatte sie ehrlich gesagt gar nicht so sehr auf dem Schirm, aber ich bin sofort zum Fan geworden. Die Shows sind faszinierend, die Produktion ist richtig fett. Und die Band hat sich durch den Erfolg nicht verändert. Es sind immer noch richtig nette Leute.“, so Sabian Lynch.

Dass Motionless in White Wrestlerin Rhea Ripley zu deren Kampf bei WWE WrestleMania XL in den Ring begleiten durfte, hat bei den Herren von Alpha Wolf zusätzlich für mächtig Begeisterung gesorgt. „So etwas würden wir auch gerne mal machen. Das wäre ein richtiges Ziel, ein Traum, der wahr wird.“ Mit den Zielen sei es nämlich in einem gewissen Stadium als Band nicht mehr ganz so einfach, wie Sabian Lynch erklärt. „Als wir angefangen haben, habe ich von 10.000 Aufrufen bei YouTube geträumt. Aber jetzt geht es uns um etwas anderes als statistische Ziele.“ Streams, oder Followerzahlen könne man relativ leicht beeinflussen, ohne dass es etwas über den Erfolg der Band aussagt. Dann doch lieber ein Auftritt beim Wrestling. Nicht ausgeschlossen, dass wir Alpha Wolf dort irgendwann sehen können.

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Keine Zeit für Songwriting

Das jüngsten Studioalbum der Band – „Half Living Things“ – erschien erst im April 2024. Doch Alpha Wolf wagen trotzdem schon einen Blick in die Zukunft. Allzu konkret wird die Band aber noch nicht. Wer ständig auf Tour ist, hat eben wenig Zeit für Songwriting. „Für das letzte Album hatten wir schon viel Material fertig, dass wir während des Corona-Lockdowns geschrieben hatten. Jetzt müssen wir erst einmal Zeit finden, um neue Songs zu schreiben.“, erklärt Lochie Keogh. Auf Tour geht das bei Alpha Wolf nur sehr eingeschränkt, wie Sabian Lynch zugibt. „Songwriting funktioniert sicher am besten, wenn wir zuhause sind. Da haben wir die nötige Ruhe und Zeit.“ Und so werden auf Tour vor allem Ideen gesammelt, Inspiration geholt und erste Ansätze für neue Musik festgehalten. Bis zu einem neuen Album wird es also noch ein wenig dauern.

Alpha Wolf: Es soll heavy bleiben

Die Richtung, in die es für Alpha Wolf gehen soll, steht aber fest. Radiotaugliche Popsongs wird es wohl erst einmal nicht geben, wie Lochie Keogh klarstellt. „Wir wollen weiter Songs schreiben, die richtig heavy sind. Es gibt gerade ohnehin einen Push für alternative Musik. Und ich habe das Gefühl, dass die Leute auch im Mainstream immer offener für heavy sounds sind. Man darf heutzutage so heavy sein wie man will. Das kommt uns entgegen. Wir müssen keinen soften Songs schreiben, nur um Erfolg zu haben“. Also: Die Marschrichtung für Alpha Wolf ist klar. Es braucht nur noch etwas Zeit und ein wenig Ruhe auf Tasmanien – und dann können wir neue, heavy Songs erwarten. Das sind doch gute Aussichten oder?

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Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Nico Kearns (nico_kea)

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