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The Disaster Area - Glasshearts
ReviewMetalcorePost-Hardcore

The Disaster Area

Glasshearts

Album

VÖ 16. April 2021Redfield Recordscd · vinyl
Simon Lehmann/13. April 2021
Streamen
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S

Aus den Untiefen des Internets direkt auf eure heimischen oder mobilen Empfangsgeräte gestolpert: Hier ist Monsi! Seit Jahren schon enthusiastischer Leser dieser illustren Beiträge, die wir hier so posten, hat er sich Anfang des Jahres ein Herz gefasst, sich beworben, und ist jetzt mit Feuereifer bei uns dabei! Zur Zeit sind die redaktionelle Arbeit sowie Rezensionen seine Steckenpferde. Letztere sind auch durch ihn erstmalig im Morecore Universum auch in Videoform zu erleben! Was er noch in Zukunft so anzustellen vermag? Wir werden es erleben! Eins steht fest: Er kam, um zu bleiben!


„DO OR DIE!“ Eine Floskel, die oft Anwendung findet, wenn es um das dritte Album einer Band geht. So müssen sich heute auch The Disaster Area mit ihrem dritten Album „Glasshearts“ dieser alteingesessenen Floskel gegenüberstellen. Aber genug der musikalischen Phrasendrescherei – wie sich das Album nun in freier Wildbahn schlägt, das klären wir in den folgenden Absätzen.

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The Disaster Area: Das Beste zuerst

Gleich zu Beginn fährt das Album die mitunter besten Tracks auf, die es zu bieten hat: „Glasshearts“, „Blackout“ und „Bruised and Broken“. Allen gemein ist ein moderner Sound, welcher sich aus genretypischen Elementen wie atmosphärischen Sythesizern, Midtempo-Drumrhythmen und Cleangesang bis zu (mit Tonlage versetzten) Shouts zusammensetzt.

Dazu gesellt sich zudem ein mehr als solides Songwriting, welches jetzt das Rad nicht neu erfindet, aber auch nicht mit bereits tausend Mal gehörten Melodien langweilt. Hier schaffen es TDA, eine gute Balance aus Energie, Melodie, Emotionen und einem modernen Sound zu halten. Eine Eigenschaft, die sich über die komplette Spielzeit des Albums fortführt.

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Hierbei sei noch angemerkt, dass es sich bei den oben genannten Songs um die bereits im Vorfeld veröffentlichten Singles handelt, die zum Teil schon 2019 das Licht der Welt erblickten. An sich keine schlimme Sache. Ich finde es aber immer besser, wenn man sich noch einen bereits bekannten Song für später aufspart, sodass man sich als Zuhörer immer noch auf einen Song, den man bereits kennt, freuen kann.

Aber wie dem auch sei; die ersten drei Songs stimmen schon auf das ein, was der Rest des Albums zu bieten hat. Man ist jetzt voll im Flow…

Etwas aus dem Flow

…nur um direkt mit dem nächsten Song aus selbigem wieder herausgerissen zu werden. Der nächste Song auf dem Album heißt „Youth“. Er wartet überraschenderweise mit einer bisher auf dem Album „unerhörten“, poppigen Stadion-Rock-Attitüde auf, welche nach mehreren Durchläufen durchaus ins Ohr geht, dennoch im Gesamtkontext des Albums etwas deplatziert wirkt, zumal „Youth“ auch der einzige Song auf „Glasshearts“ bleibt, der diesen Flair aufgreift.

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Ich muss auch ehrlich eingestehen, dass mich dieser abrupte „Stilwechsel“ über die ersten paar Durchläufe derart aus dem Konzept gebracht hat, dass es mir echt schwer fiel, die folgenden Songs unvoreingenommen zu hören. Ich hätte „Youth“ eher ans Ende des Albums gesetzt, damit das Album nach rund 30 Minuten Spielzeit (ohne Bonus-Tracks) einen positiven Abschluss findet. Aber ich habe so das Gefühl, dass ich mit diesem inzwischen sowieso obsoleten Problem allein bin, weshalb ich mich und euch damit auch schon nicht mehr weiter belästigen möchte.

Zum Teil geschliffene Rohdiamanten

Kommen wir aber zurück zum Wesentlichen: Zu den restlichen Tracks, die „Glasshearts“ zu bieten hat. Man könnte jetzt an dieser Stelle ein negatives Bild malen und sich darüber beschweren, dass einem die Intervalle in den Hooks nicht ganz zusagen („Exile“, „Happy Pills“), dass sich zweiterer stark wie ein Pop-Song anhört oder dass der Track „Nothing“ zu stark nach einer gewissen britischen Band, die sich neulich aus rechtlichen Gründen umbenennen musste, klingt.

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Das sind aber alles persönliche Präferenzen anderer Leute, die mir herzlich egal sind. Für mich zeugen die übrigen Songs auf „Glasshearts“ vom großen Potenzial der Band, welches auf diesem Album aber noch nicht ganz ausgeschöpft zu sein scheint.

Gerade was das Thema „Signature Sound“ angeht, besteht noch Verbesserungsbedarf. So sind Songs wie „Misery“, das eben angesprochene „Exile“ oder der Closing Track „Baptized“ in ihrer Quintessenz nicht schlecht, jedoch mangelt es ihnen noch ein wenig an einer persönlichen Note, die geneigte Zuhörer aufhorchen lassen könnte.

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Wenn sich die Jungs dieser Sache über die nächsten Jahre annehmen, den Vocals ein klein wenig mehr Volumen zusprechen, sodass sie sich nicht zwischen fetter Bassdrum, Synthies und Saiteninstrumenten zuweilen etwas verloren gehen und sich auf dem nächsten Album um einen gesunden Flow und eine Spielzeit von mehr als nur 30 Minuten bemüht wird, bin ich mir sicher, dass uns The Disaster Area in den nächsten Jahren noch durchaus überraschen und umhauen werden.

Foto: The Disaster Area / Offizielles Pressebild

Fazit

7/10
· Gut

Mit "Glasshearts" feilen The Disaster Area weiter an ihrem modernen Sound. Und obgleich es gerade in den Bereichen Produktion, Flow und „Signature Sound“ noch die ein oder andere Stellschraube einzustellen gilt, findet sich hier durchaus mancher Rohdiamant. Kurzum also ein mehr als solides Album, das zwar alles andere als perfekt ist, aber durchaus Lust darauf macht, mehr darüber zu erfahren, was die Jungs uns in den kommenden Jahren noch an musikalischem Output kredenzen.

The Disaster Area - Glasshearts

The Disaster Area

Glasshearts

Album

VÖ 16. April 2021

cd · vinyl

Redfield Records

▶Tracklist 11 Songs
  1. 1Glasshearts
  2. 2Blackout
  3. 3Bruised & Broken
  4. 4Youth
  5. 5Misery
  6. 6Exile
  7. 7Nothing
  8. 8Happy Pills
  9. 9Baptized
  10. 10Glasshearts (Acoustic)
  11. 11Glasshearts (feat. Nico Sallach)
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The Disaster Area·Metalcore·Post-Hardcore

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The Disaster Area
Foto: The Disaster Area / Offizielles Pressebild

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Foto: The Disaster Area / Offizielles Pressebild

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