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Mothica - Somewhere In Between
ReviewAlternative

Mothica

Somewhere In Between

Album

VÖ 20. Februar 2026Sharptone Recordsdigital · vinyl
Admin/11. März
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A

Unser Admin sorgt dafür, dass alles funktioniert. Manchmal funktioniert es nicht, dann ist zwar er schuld. Aber dann repariert er es und wir haben ihn alle wieder lieb.


Mit ihrer neuen EP „Somewhere In Between“, die am 20.02.2026 erschienen ist, ist Mothica wieder da und präsentiert uns eine eindrucksvolle Mischung aus verletzlicher Selbstreflexion und düster schimmerndem Alt-Pop.

Neues Label, neue Sound-Ära: Klangwandel mit Ansage

Dass sie mit diesem heiß ersehnten Release bewusst einen Schritt in eine neue klangliche Richtung wagt, kündigte sie im Zuge ihres Wechsels zu SharpTone Records bereits an. Diesem Versprechen kommt Mothica, die mit bürgerlichem Namen McKenzie Ashton Ellis heißt, mit fünf neuen Tracks nun nach.

Der Sound wirkt im Vergleich zu früheren Veröffentlichungen, wie „Blue Hour“ aus dem Jahr 2020 deutlich gewichtiger.

Die verträumten Synth-Elemente, die wir bereits aus Alben wie „Kissing Death“ kennen, bleiben erhalten und werden nun zusätzlich von härteren Gitarren und rauer klingenden Passagen ergänzt. Durch den Wechsel zwischen markanten Riffs, ruhigeren Hooks und episch aufgebauten Refrains schafft Mothica eine mitreißende Atmosphäre, die sich durch die gesamte EP zieht.

Ihre Liebe zum Metalcore ist in den neuen Songs deutlich hörbar

Die EP wirkt wie eine bewusste Hinwendung zu der Szene, mit der die Sängerin aufwuchs. Als Inspiration nennt sie unter anderem Bands wie Bring Me The Horizon, Sleep Token und Bad Omens.

Diese Einflüsse sind spürbar, ohne dass ihr eigener Stil dadurch verloren geht. Die härteren Passagen verleihen den Texten Gewicht und verstärken die emotionalen Höhepunkte. Die ruhigeren Momente geben Raum, damit diese Emotionalität noch besser wirken kann.

Insbesondere der Opener „Evergreen Misery“, der bereits vorab veröffentlicht wurde, zeigt, wie wirkungsvoll dieses Wechselspiel funktionieren kann und zieht durch seine Dynamik unmittelbar in die EP hinein.

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Wie eine Motte zum Feuer: Über wiederkehrende Muster und die Stärke, sie zu überwinden

Inhaltlich bleibt Mothica bei dem, was ihre Texte schon seit den frühen Anfängen ihrer Karriere ausmacht: prägende Erfahrungen mit Sucht, Kontrollverlust und Phasen, in denen sie sich bereits verloren glaubte.

Mit Zeilen wie „you take what you need, then you leave me hollow“ aus „Evergreen Misery“ greift sie Themen emotionaler Ausbeutung auf – Menschen, die in der Vergangenheit von ihrer Geschichte zu profitieren versuchten, ohne die dahinter liegenden Erfahrungen geteilt zu haben. „Be careful with what you say to your favourite musician because you might just get a song written about you”, sagt die Sängerin in einem ihrer TikTok-Videos – ein augenzwinkernder Hinweis darauf, wie unmittelbar sie persönliche Erfahrungen in ihre Musik einfließen lässt.

An vielen Stellen der EP geht es um das wiederkehrende Verlangen nach etwas zu greifen, um sich am Ende erneut daran zu verletzen. Diese destruktiven Muster bringt sie mit Zeilen wie „like a moth to the flame” aus dem titelgebenden Song „Somewhere In Between“ oder „always reaching for the roses just to embrace the thorns“ aus dem Track „Bullet“ zum Ausdruck.

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Mothica zeigt damit, dass diese Themen keine bloßen Songideen sind, sondern reale Erfahrungen, die sie in ihrem Leben begleitet und geprägt haben.

„Somewhere In Between“ beschreibt also nicht nur ihren neuen Sound treffend, sondern auch einen Zustand zwischen Stabilität und Rückfall, Selbstzerstörung und dem Versuch, Kontrolle zurückzugewinnen. Die Sängerin schafft es, diese Gegensätze vor allem atmosphärisch umzusetzen.

Klanglich auffällig ist aber eher der wiederkehrende Aufbau: Ein ruhiger, melodischer Einstieg steigert sich in kraftvolle Refrains. Dieses Muster sorgt für eine klare Linie und lässt die EP wie ein geschlossenes Konzept wirken. Ein harter Bruch oder eindrucksvoller Richtungswechsel bleibt dabei allerdings aus. Stattdessen fügt sich ein Track organisch an den nächsten.

Gerade diese Kohärenz ist Stärke und Schwäche zugleich. Die Songs passen atmosphärisch hervorragend zusammen, entwickeln jedoch keinen ausgeprägten Spannungsbogen über die gesamte Laufzeit hinweg und bleiben dadurch in ihrer Dynamik vorhersehbar. Einzelne Tracks stechen weniger durch Eigenständigkeit hervor, sondern tragen vor allem zum Gesamtbild bei.

„Somewhere In Between“ überzeugt damit weniger durch markante Höhepunkte als durch sein Gesamtkonzept. Ob und wie konsequent Mothica diesen neu gefundenen Klang in Zukunft weiterentwickeln wird, bleibt abzuwarten.

Foto: Max Durante / Offizielles Pressebild

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Fazit

7/10
· Gut

Mit „Somewhere In Between“ schlägt Mothica ein neues Kapitel auf. Die EP verbindet ihren vertrauten Alt-Pop Sound mit neuen Metalcore-Einflüssen und schafft eine atmosphärische Mischung aus Härte und Verletzlichkeit. Inhaltlich bleibt Mothica mit Texten über eigene Lebenserfahrungen ihrer Linie treu. Auch wenn große Überraschungsmomente ausbleiben, überzeugt „Somewhere In Between“ vor allem als geschlossenes Gesamtwerk und deutet eine spannende neue Richtung für Mothica an.

Mothica - Somewhere In Between

Mothica

Somewhere In Between

Album

VÖ 20. Februar 2026

digital · vinyl

Sharptone Records

▶Tracklist 5 Songs
  1. 1Evergreen Misery
  2. 2Weapon
  3. 3Save Your Roses
  4. 4Bullet
  5. 5Somewhere In Between
Streamen
SpotifyApple MusicYouTubeDeezerTidal
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