
David Thees
Die US-amerikanische, 2003 gegründete Band Born of Osiris kehrt nach vier Jahren mit ihrem nun siebten Studioalbum „Through Shadows“ zurück. Auch nach dem kürzlichen Austritt des Gitarristen Lee McKinney wird das neue Album wie geplant am 11. Juli veröffentlicht. Lee McKinney hat seit 2007 den Sound der Band mit geprägt und sein technisches Können in allen Alben unter Beweis gestellt.
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Born Of Osiris: Futuristisch, progressive und Energiegeladen
Auch in ihrem neusten Album bleiben Born of Osiris ihrem Sound absolut treu. Mit knallhartem Djent, brutalen Growls, aber auch Clean-Vocals, die sich von den harten Gitarrenriffs abheben. Dazu dürfen natürlich wie gewohnt Synth-Elemente nicht fehlen und verleihen damit den Songs auf „Through Shadows“ eine futuristische sowie einzigartige Note, die einen absolut mitreißt.
Es startet mit „Seppuku“ und einer flüsternden Roboterstimme und eingängigen elektronischen Elementen. Noch während des Intros gibt es direkt einen Wechsel, der einen direkt mit knallharten Djent-Riffs und starken Growls von Frontmann Ronnie Canizaro vom Hocker wirft. Ein absolut gelungener Einstieg!
Auch mit „Elevate“ geht es mit dem gewohnten Sound weiter und auch mit gleichnamigen Song „Through Shadows“ machen Born Of Osiris alles richtig. Mit vermehrten Wechseln zwischen cleanem Gesang und Growls und aber auch leichterer Gitarren-Parts fühlen sich die Screams und Growls von Ronnie Canizaro wiederum noch viel mächtiger und intensiver an.
Altbekannt und gewohnt, aber auch neu und anders
Mit Songs wie „The War That You Are“ und „Inverno“ wird mit altbekanntem Sound und absoluter Durchschlagsstärke agiert. Diese Songs bringen einen richtig nach vorne und lassen keinen ruhig auf dem Stuhl sitzen. Doch mit „A Mind Short Circuiting“ und dem Interlude „Burning Light“ wird von Born Of Osiris eine Ruhe und eine Art Melancholie verbreitet, bevor es dann mit „In Desolation“ und einem bemerkenswerten, eingängigen Chorus weitergeht.
Das neuste Album von Born Of Osiris hat alles zu bieten: Absolute Härte mit verzerrten Gitarren, die einem die Gesichtszüge absolut entgleisen lassen, aber auch cleanen sogar zeitweise melancholischen Vocals in Verbindung mit ruhigen Gitarren-Parts und jeder Menge Synth-Elemente.
Auch in den folgenden Songs auf „Through Shadows“ lässt sich die experimentierfreudige Ader der US-Amerikaner nicht leugnen. Mit „Torchbearer“, „Dark Fable“ und „Transcendence“ ist man wie gewohnt knallhart unterwegs und beschert uns eine Stankface Garantie!
Djent mal ganz anders
Mit „Activated“ probieren sich Born Of Osiris auf ganz neue Art und Weise aus und geben uns einen Mix aus einem alternativen, leicht poppigen Sound in Verbindung mit progressiver Stärke und dem absolut perfektem Einsatz eines Saxofons. Die Zusammenarbeit mit dem Underoath Frontmann Spencer Chamberlain kann sich absolut hören lassen und bringt einen ganz neuen musikalischen Schwung mit sich.
Zum Schluss gibt es mit „Blackwater“ einen krönenden Abschluss, bei der die zuvor herauszuhörende Melancholie in Euphorie umschlägt und dem Album ein absolut wunderschönes Ende verleiht.
Foto: Born Of Osiris / Offizielles Pressebild
Fazit
Progressive, vielfältig und absolut atemberaubend. Born of Osiris beweisen auf "Through Shadows", was in ihnen steckt und werden damit langjährige Fans des progressiven Djent wieder einmal für sich begeistern. Aber auch neue Fans kommen hier auf ihre Kosten und werden mittels unterschiedlicher Einflüsse bei der Stange gehalten. Ob es die einfließenden Synth-Elemente, die harten Riffs oder auch der Einsatz eines Saxofons ist, Born of Osiris haben sich absolut selbst übertroffen!

▶Tracklist 13 Songs
- 1Seppuku
- 2Elevate
- 3Through Shadows
- 4The War That You Are
- 5Inverno
- 6A Mind Short Circuiting
- 7Burning Light
- 8In Desolation
- 9Torchbearer
- 10Activated (feat. Spencer Chamberlain)
- 11Dark Fable
- 12Transcendence
- 13Blackwater
